Ulldart

Die Quellen des Bösen (#6)

die quellen des bösen

Govan hat große Pläne und gibt den Kensustrianern die Schuld am Tod von Lodrik, um die Bevölkerung von der Notwendigkeit eines Krieges gegen das starke Kensustria zu überzeugen. Er bekennt sich auch sofort mit Antritt seines Amtes als Kabcar zum Gebrannten Gott.

Stoiko, Soscha, Perdór und Fiorell sind in Kensustria und Soscha nutzt die Zeit, um weiter die Magie zu erforschen. So erfährt sie auch – mehr oder weniger durch Zufall – dass sie selbst über heilende Kräfte verfügt.

Tokaro und Nerestro halten sich in Ulsar auf und nehmen an einem Turnier teil, welches Tokaro auch gewinnt. Krutor erkennt ihn, doch er wahrt sein Geheimnis. Tokaro wird zum Ritter geschlagen und kann noch rechtzeitig wegreiten – Nerestro hat nicht soviel Glück und wird von Hemeroc angegriffen.

Lodrik wurde wiederbelebt und soll als Nekromant nun seine neuen Kräfte dazu verwenden, Ulldart zu retten.

Unterdessen wird in Ulsar ein Prozess gegen Nerestro und seinen Orden geführt, der damit endet, dass der Orden aufgelöst und verboten wird und dass alle Ritter zum Tode verurteilt werden.

Der große letzte Kampf wird an allen Fronten vorbereitet und Lodrik reist nach Kensustria, um sie im Kampf zu unterstützen.

Band 6 bildet das große Finale der sechsteiligen „Ulldart – Die Dunkle Zeit“-Reihe und ist uneingeschränkt zu empfehlen. Wobei diese Aussage eigentlich überflüssig ist – wer Band 1-5 gelesen hat, wird selbstverständlich auch den letzten Teil lesen 😉 Weiter geht es dann mit der dreiteiligen Reihe „Ulldart – Zeit des Neuen“.

10/10

Unter den Augen Tzulans (#4)

Foto: lovelybooks

Foto: lovelybooks

Matuc, Fatja und das neugeborene Baby von Norina stranden in Kalisstron. Von Norina selber keine Spur. Die drei bauen sich als Familie ein neues Leben auf. Das Baby hört jetzt auf den Namen „Lorin“.

Torben macht sich auf die Suche nach seinen Freunden – mit Varla an Bord.

Lodrik hat sich entschlossen, nun offen Tzulan zu verehren – und die Leute jubeln im dennoch zu. Er hat drei Kinder von Aljascha bekommen: Zvatochna, Govan und den Krüppel Krutor.

Mortva und Aljascha unterhalten eine Affäre, durch die Aljascha erneut schwanger wird.

Pashtak hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frieden zwischen den Wesen Tzulans und den Menschen zu fördern. Als allerdings die Händler sterben, werden die Verhandlungen deutlich erschwert. Belkala taucht auf und will Pashtak bei der Suche nach dem Mörder helfen.

Mortva versteht es perfekt, Lodriks Argwohn gegenüber seinen alten Freunden zu schüren. Stoiko und Soscha werden ins Gefängnis geworfen und erst Fiorell kann sie mit einer List befreien.

7 Jahre später taucht der Stallbursche Tokaro Balasy auf und macht gleich auf sich aufmerksam: Er schlägt Govan, als dieser die Pferde und seinen Bruder Krutor quält. Er muss ein Rennen gewinnen, sonst droht ihm die Hinrichtung. Doch keiner kann so gut reiten wie Tokaro und er gewinnt – als Belohnung bekommt er Waljakovs altes Pferd Treskor geschenkt, das sonst keiner reiten kann.

Torben findet etwas von Norina und weiß, dass er auf dem richtigen Weg ist, um seine alten Freunde zu finden.

9/10

Der Orden der Schwerter (#2)

Foto: buecher.de

Foto: buecher.de

Der zweite Band beginnt im Königreich Ilfaris. König Perdór und sein Hofnarr Fiorell fachsimpeln über die politischen Entwicklungen des Landes. Dank seines ausgeklügelten Spionagenetzwerkes ist Perdór einer der am besten informiertesten Männer  in ganz Ulldart.

Lodrik kommt nach einigen Schwierigkeiten in der Hauptstadt an. Bei der Testamentseröffnung seines Vaters erfährt er, dass er seine Cousine Aljascja Radka heiraten soll. Natürlich ist er – in Erinnerung an die Erlebnisse in Granburg – nicht begeistert von dieser Idee, muss sich aber dem Willen seines Vaters beugen, wenn er den Frieden wahren will.

Auch auf dem restlichen Kontinent brodelt es. So will Palestan den Kensustrianern den Krieg erklären, da diese die palestanische Flotte versenkt haben. Auch Angor gerät mit Kensustria in Streit.

Lodrik wird offiziell zum Kabcar gekrönt. Dass die Krönung genau dort stattfinden soll, wo vor vielen Jahren die ersten Menschenopfer für den bösen Gott Tzulan durchgeführt wurden, ist von Lodrik ganz bewusst gewählt. Während der Krönung taucht auch Matuc auf, doch wird er, als er gerade sein Attentat ausüben will, von einer umstürzenden Ulldraelstatue getroffen. So lernen sich Lodrik, Nerestro und Matuc kennen.

Belkala, die in einem Kampf gestorben war, steht dank ihres Gottes wieder auf, doch hat sie sich in ein anderes Wesen gewandelt, das Menschenfleisch essen muss. Matuc hat nun genug erlebt – er will auf ein eindeutiges Zeichen von Ulldrael warten, wenn er Lodrik wirklich töten soll.

Dieser macht unterdessen eine gewaltige Änderung durch. Immer, wenn er wütend wird, passieren ungewöhnliche Dinge um ihn herum. Der Höhepunkt findet sich dann in einer gewaltigen Energie, die in Form eines Blitzes aus seiner Hand schießt und mit der er seinen Hof zerstört. Lodrik hat magische Kräfte!

Nerestro von Kuraschka wird von seinem Gott Angor heimgesucht, der ihm befiehlt, Lodrik genau im Auge zu behalten und ihn im Notfall zu töten.

Norina wird schwanger von Lodrik und lebt als seine Geliebte in Ulsar.

Gegen Ende von Band 2 taucht eine Figur auf, die noch viel Unheil anrichten wird: Mortva Nesreca. Er bietet sich als Konsultant für den Kabcar an und da er Lodrik im Umgang mit der Magie unterrichten kann und politisch sehr geschickt ist, fasst Lodrik bald Vertrauen in den Fremden. Aber da ist er allein. Stoiko, Waljakov und Norina sind mehr als misstrauisch gegenüber dieses unheimlichen Mannes.

Den ersten Kampf zwischen Tarpol und Borasgotan kann Lodrik nur gewinnen, als er Sinured wiederauferstehen lässt. Er ist der Kriegsfürst aus vergangenen und dunklen Zeiten. Alle sind entsetzt über diese Handlung, doch Lodrik ist sich sicher, dass er Sinured kontrollieren und ihn ggf. sogar töten kann. Er befiehlt Sinured, alle Länder, die jemals unter Tarpols Herrschaft waren, in seinem Namen zu erobern. Sinured macht sich auf den Weg.

An einem anderen Ort beobachtet Meisterschütze Hetrál, wie die Verbotene Stadt wieder freigelegt und aufgebaut wird.

Aljascha und Lodrik heiraten.

 

Das Zeichen des Dunklen Gottes (#3)

Foto: weltbild

Foto: weltbild

Die angoranische Armee sammelt sich vor der Grenze von Ilfaris und will durch das Land hindurchziehen. Perdór hat sein politisches Geschick genutzt und sein Königreich aus allem herauszuhalten versucht. Beim Kampf zwischen Kensustria und Angor erfaren die Angoraner ihre erste Niederlage.

Lodrik hat Borasgotan vernichtend geschlagen und verbringt nun immer mehr Zeit mit seinem Berater Mortva. Dieser zieht heimlich an allen möglichen Fäden. So hebt er „ausversehen“ den Fehdehandschuh von Nerestro auf und muss nun gegen ihn kämpfen. Er schickt seinen Stellvertreter – Echòmer der Schwarze. Doch der Kampf verläuft nicht fair und Nerestro überlebt nur, weil er einen besonderen Ring von seinem Gott Angor erhalten hat.

Aljascha und Lodrik vollziehen die Hochzeitsnacht und zwischen Lodrik und Norina läuft es immer schlechter. Zu gut versteht es Mortva, das Misstrauen zu schüren. Und auch politisch greift er hart durch – mit Gift bringt er sämtliche Brojaken und Adlige des Landes um.

Lodrik kehrt sich immer deutlicher von Ulldrael ab und wendet sich Tzulan zu, denn dieser Gott ist präsent und verleiht ihm Macht.

Norina überlebt nur durch Glück einen Anschlag von Mortva und verlässt gemeinsam mit Waljakov Ulsar. Das nutzt Mortva, um Lodrik einzureden, die beiden hätten eine Affäre.

Durch Recherchen bekommt Fiorell heraus, dass es sich bei Echòmer um Hemeròc, einem Zweiten Gottm, handelt.

Auch Belkala und Nerestro verlassen nach Drohungen Mortvas die Hauptstadt. Als Nerestro vom Krieg zwischen Angor und Kensustria erfährt, verlässt er Belkala und reist alleine weiter.

Perdór hat unterdessen vom magischen Talent Lodriks gehört und will dieser Sache weiter nachgehen. Es muss noch andere Menschen geben, die dieses Talent haben. Und vielleicht könnte das eines Tages nützlich sein.

Norina, Waljakov, Fatja und Matuc treffen aufeinander. Fatja fasst schnell Vertrauen in Norina und erzählt ihr von der wahren Prophezeiung, die sie bei Lodrik gesehen hat. Dunkle Zeiten kommen auf sie zu. Gemeinsam wollen sie zu Torben Rudgass, damit dieser Norina und das noch ungeborene Kind in Sicherheit bringen kann.

Eine weitere Figur wird eingeführt: Die Bestie Pashtak, die bei dem Aufbau der Verbotenen Stadt hilft. Durch ihn erfährt man, dass die „Bestien“ nicht alle böse sind. Denn er ist auch ein liebender und besorgter Familienvater, nicht ein gedankenloser Anhänger des Dunklen Gottes.

Stoiko ist in Ulsar geblieben, doch nach erfolgreichen Intrigen seitens Mortvas, misstraut ihm Lodrik und lässt ihn ins Gefängnis werfen. Dort lernt Stoiko die kleine Soscha kennen, die das Talent hat, Magie zu sehen.

Aljascha ist schwanger von Lodrik. Mortva überzeugt sie, die Kinder auf jeden Fall zu behalten.

Lodrik hat von dem Aufenthaltsort von Norina erfahren. Er schickt Paktai aus, um sie wieder nach Hause zu bringen. Diese benutzt das Schiff von Kapitänin Varla, um Torben Rudgass und seine Passagiere einzuholen. Als sie auf dem Meer aufeinandertreffen, will Paktai Varla zwingen, das Schiff zu rammen. Während dieses Duells bekommt Norina ihr Kind, wird in einer Truhe versteckt und aufs Meer hinaus geschickt – hauptsache sie entkommt der bösen Gehilfin von Mortva. Waljakov kann den Kampf gegen Paktai für sich entscheiden – sie wird mit Hilfe von Speeren an die Schiffswand genagelt, kurz bevor das Schiff untergeht….

 

 

Schatten über Ulldart – Markus Heitz (#1)

Alles beginnt auf einem kleinen Gut in Tscherkass, was im Königreich Tarpol liegt. Bruder Matuc kommt gerade von der Fütterung seiner Hühner, als er Bruder Caradc auf dem Boden liegen sieht – Augen weit geöffnet und Schaum tritt aus dem Mund. Seine letzten Worte lauten: „Tadc… Gefahr… jemand… töten… Die Dunkle Zeit… kehrt zurück.“

Foto: amazon

Foto: amazon

Der Nachteil dieser Prophezeiung: Mann kann sie auf zwei Arten auslegen. Entweder kehrt die Dunkle Zeit zurück, wenn der Tadc stirbt oder aber der Tadc muss sterben, damit die Dunkle Zeit NICHT anbricht. Matuc legt die Vision nach der zweiten Art aus und der Tadc, Lodrik Bardri¢ mit Namen, wächst die ersten 15 Jahre seines Lebens wohlbehütet auf und trägt den Namen „Keksprinz“ – fett, faul und eine Schande für die ganze Familie – so sieht es zumindest sein Vater, der Kabcar von Ulsar. Deswegen schickt er ihn in die Provinz Granburg, damit er dort der neue Gouverneur und damit endlich zum Mann werden soll. Er soll anonym reisen, damit er vor Attentätern sicher ist und sich seine Position bzw. den Respekt der Leute wirklich verdienen muss. Begleitet wird er von Stoiko, der ihn schon sein Leben lang betreut und Waljakov, seinem starken und unnahbaren Leibwächter.

 Neben Lodrik und seinen Verbündeten wird eine zweite Person vorgestellt: Kapitän Torben Rudgass. Er selbst nennt sich Freibeuter, andere bezeichnen ihn und seine Mannschaft als Piraten. Seine Geschichte beginnt mit einem Flottenduell gegen die Palestaner, das er verliert und in Gefangenschaft gerät. Doch auf dem Schiff der Palestaner befindet sich ein Assassine, der die gesamte Mannschaft vergiftet. Rudgass kann in einem Fass entkommen und landet wieder am Festland. Nach einigen ereignisreichen Reisen und Begegnungen erfährt er, dass der Assassine auf dem Schiff den Auftrag hat, Lodrik zu töten. Deswegen macht auch er sich auf den Weg nach Granburg.

Lodrik bekommt unterdessen Besuch von seiner mehr als unsympathischen Cousine Aljascha Radka, der Vasruca von Kostromo. Als sie ihn erst mit ihren Reizen anlockt und ihn dann auflaufen lässt und bitterlich verhöhnt, schwört er, dass er es allen zeigen wird. Dies ist das ausschlaggebende Ereignis für die Verwandlung Lodriks. Er hört auf, Kekse zu essen, trainiert hart und konzentriert sich auf seine politische Karriere. So lernt er auch Norina, eine Brojakentochter, kennen und lieben.

Ihr werdet der Nachfolger eines sehr großen, gefürchteten Herrschers werden und über viele Untertanen regieren. Ihr werdet viele Kinder haben. Eines von der Frau, die Euch liebt, drei von der Frau, die Euch verachtet und eines von dem Ihr nicht wissen werdet, dass es von Euch ist. (Prophezeiung von Visionärin Fatja über Lodrik)

Die Visionärin Fatja, die Lodriks Zukunft gesehen hat, wird von einem Beobachter, einer dunklen Kreatur, gezwungen, Granburg zu verlassen und niemals über das zu reden, was sie gesehen hat. Das, was sie Lodrik gesagt hat (siehe Zitat), war nur ein kleiner Bruchteil von all dem Schrecklichen, was sie wirklich gesehen hat.

Matuc hat unterdessen vom Großen Rat den Auftrag bekommen, Lodrik zu töten, da der Rat zum Schluss gekommen ist, die Prophezeiung von damals müsse doch anders ausgelegt werden. Auf seiner Reise trifft er auf die Kensustrianerin Belkala, Hohepriesterin des Gottes Lakastra, die auf Missionsfahrt unterwegs ist. Ein schwerer Streit bricht zwischen den beiden Gläubigen aus und als Belkala gehängt werden soll, taucht der Ordensritter Nerestro von Kuraschka auf und rettet Belkala das Leben. Gemeinsam kehren sie in die Burg Nerestros ein.

Das Buch endet mit einer weitreichenden Nachricht: Der Kabcar ist gestorben und Lodrik ist nun nicht mehr Tadc, sondern der neue Kabcar.

 

Markus Heitz hat mit seiner Ulldart-Reihe etwas ganz Besonderes geschaffen. Ich habe Band 1 mittlerweile viermal gelesen, immer wieder mit dem Ansinnen, die komplette Reihe zu lesen – das hat leider erst zweimal geklappt. Die Charaktere kriegen schnell jeweils ein sehr individuelles Gesicht und man ist sofort in der Handlung drin. Die Bücher gehen sehr schnell zu lesen und Band 1 ist definitiv ein sehr guter Auftakt zu einer noch besseren Reihe 🙂

10/10