Rad der Zeit

34 – Der Traum des Wolfs

Foto: amazon

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Lan befindet sich in Saldaea (den Grenzlanden) und reitet Richtung Osten. Auf seinem Weg trifft er auf einen alten Bekannten aus seiner ehemaligen Heimat, der sich im sofort anschließt und ihm im Kampf gegen das Böse zur Seite stehen will.

Perrin muss sich weiter mit dem Wolf in sich auseinandersetzen, denn dieser lässt sich nicht mehr wegdenken und kleinkriegen. Sein Heer wächst unterdessen immer weiter und immer mehr Männer wollen an seiner Seite gegen das Böse kämpfen.

Galad reitet mit den Kindern des Lichts zur Letzten Schlacht.

Rand ist der Inbegriff der Macht geworden – wo er auftaucht, blüht das Leben und verdorbenes Essen ist wieder frisch und genießbar. Kaputtgegangene Ernten stehen wieder in voller Blüte und das Böse ist vertrieben.

Egwene trifft in der Weißen Burg auf Rand. Er will zum Shayol Ghul und die letzten Siegel brechen. Denn nur so kann das Gefängnis von Grund auf neu errichtet und gefestigt werden. Egwene will das nicht zulassen, doch Rand lässt sie einfach stehen und bricht wieder auf.

Die Kinder des Lichts treffen auf das Heer von Perrin. Sie haben seine „Taten“ nicht vergessen und fordern Vergeltung. Galad muss sich dem Willen seiner Männer fügen und setzt eine Verhandlung an – die Richterin ist Morgase Trakand, die auch bei Perrin ist.

Min hält sich im Stein von Tear auf, Rand taucht auch auf und erkennt alle Schattenfreunde. Er trifft zudem auf seinen Vater Tam al’Thor.

Elayne und Nynaeve müssen die Prüfung zur Aes Sedai ablegen, um von den anderen als ebensolche anerkannt zu werden. Nynaeve legt sie erfolgreich ab, während Elayne von Schwarzen Ajah angegriffen wird..

10/10

35 – Die Türme der Mitternacht

Perrin erlebt den größten Teil dieses Bandes in einem Wolfstraum, in dem er vom Schlächter träumt, der Wölfe tötet. Diese sind unter einer Art Kuppel gefangen und können nicht fliehen. Immer wieder sagen sie Perrin „Die letzte Jagd kommt“ und es werden immer mehr Wölfe.

Rand tötet unterdessen Schattengezücht ohne größere Schwierigkeiten: „Licht und Macht explodierten aus dem Wiedergeborenen Drachen“ – seine Macht ist fast auf dem Höhepunkt und der finale Kampf rückt immer näher.

Foto: buecher.de

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Wenn Perrin wach ist, muss er sich mit den Kindern des Lichts auseinandersetzen, die seine Verhaftung verlangen. In der Verhandlung wird er als schuldig verurteilt, doch Perrin kann Galad überzeugen, bis nach der Letzten Schlacht mit der Ausübung des Urteils zu warten. Er wird es dann akzeptieren, egal wie es ausfallen mag.

Die Burg der Aes Sedai wird angegriffen und Egwene tötet die Schwarze Aes Sedai Mesaana.

Nynaeve forscht – während an allen Fronten gekämpft wird – nach, wie man Saidin reinigen kann und Thom und Mat haben sich auf die Suche nach Moraine gemacht.

Lan reitet unterdessen mit 12000 Mann gegen ein Heer aus 150 000 Schattenwesen.

 

10/10 – mehr kann man dazu nicht mehr sagen! 😉

33 – Die Macht des Lichts

Aviendha ist damit beschäftigt Wasser tropfenweise von einem Eimer in einen anderen zu schöpfen. Sie ist bodenlos beschämt, weil sie nicht versteht wofür sie bestraft wird. Sie will eine Weise Frau werden, aber sie muss etwas falsch gemacht haben. Sie will für sich, für die letzte Schlacht und nicht zuletzt für Rand bereit sein. Da taucht Min auf, um sich mit ihr über Rand zu unterhalten. Dabei beschämt Min sie zutiefst indem sie mehrfach ihre nutzlose Arbeit anspricht. Sie bittet Aviendha auch darum, ihr mit Rand zu helfen. Der Angriff Semirhages hat tief greifende Narben in seiner Seele hinterlassen. Der Schmerz sitzt so tief und Min weiß sich nicht mehr zu helfen. Aviendha dagegen ist maßlos stolz auf Rand. Er hat durch den Sieg über die Schattenbeseelte viele Ehre gewonnen. Min meint sie hätte Angst, dass sie mit Aviendha um Rand kämpfen müsste. Das findet Aviendha nun wieder lächerlich. Min ist froh und hofft mit Aviendha so etwas wie Freundschaft aufbauen zu können und erwähnt unglücklicher Weise erneut die Nutzlosigkeit Aviendhas Aufgabe. Nun ist Aviendha rasend vor Wut. Sie stürmt ziellos voran und trifft auf die Weisen Frauen, welche sie damit konfrontieren, ob ihre „Aufgabe“ erledigt ist. Hier nun reißt Aviendha endgültig der Geduldsfaden. Sie stellt ein für alle Mal klar, dass es genug ist. Sie sei bereit eine Weise Frau zu sein und wenn diese ihr nichts mehr beizubringen haben, würde sie die Ausbildung als beendet betrachten. An dieser Stelle fangen alle Weisen Frauen an zu lachen und begrüßen Sie als „Schwester“. Erst die Tatsache sich selbst über alle Strafen hinwegzusetzen und sich selbst zur Weisen Frau zu erklären macht einen dazu. Aviendha bleibt nur eine letzte Aufgabe. Sie öffnet ein Wegetor in die Aielwüste und macht sich auf den Weg nach Rhuidean. Die in der Weißen Burg zur Aufgenommenen degradierte Aes Sedai Shemerin berichtet im Zelt von Romanda über das Treiben in der Burg und über das kleine Wassertor, durch welches sie geflüchtet ist. Romanda erwartet und hofft inständig, dass Egwene ihren Weg endlich zu ihnen zurückfinden wird, wenn nicht zuletzt um Lelaine eins auszuwischen. Plötzlich bricht der Boden auf und hunderte von großen Schaben strömen in das Zelt. Allen bleibt nur die Flucht. Das Zelt wird mit sämtlicher Habe von Romanda verbrannt. Siuan zieht mit Shemerin los eine Karte von dem Wassertor anzufertigen und Romanda überlegt, ob sie für die Vereinigung der Burg eine Degradierung zur Aufgenommenen akzeptieren würde.

Mat, Talmanes und die Aes Sedai sind auf dem Weg in das Dorf Hinderstap. Mat macht sich immer wieder Sorgen um Tuon und versucht sich gleichzeitig einzureden, dass er es nicht tut. Auch Thom ist dabei und schaut wie häufig in letzter Zeit in den Brief von Moiraine. Auch wenn es noch Wochen dauern wird bis sie losziehen können muntert Mat ihn auf, dass sie Moiraine retten werden. Beide schwelgen in Erinnerung an die Zeit nach ihrer ersten Begegnung als sie am späten Nachmittag in der Stadt ankommen. Dort weist sie der Bürgermeister darauf hin, dass das Dorf kaum Nahrung zum Handeln hat und das bei Eintritt der Dunkelheit jeder Fremde sich außerhalb von Hinderstap befinden muss. Alle protestieren und doch trennt sich die Gruppe. Die Aes Sedai mit Ihren Behütern betreten das beste Gasthaus am Platz und denken gar nicht daran sich zu beeilen. Auch Thom verschwindet und Mat sucht mit Talmanes nach der Spelunke des Dorfes, als die Würfel in seinem Kopf zu rollen beginnen. Im Beschwipsten Wallach angekommen bestellt Mat Getränke und steigt in das Würfelspiel ein. Er wettet Gold gegen Silber und verliert mehrmals. Mat verliert bis sein Beutel leer ist. Es ist fast dunkel und der Bürgermeister schaut schon böse. Mat bittet um einen letzten Wurf und setzt seine ganze private Truhe voll Gold gegen einen Wagen mit allem Essbaren, das die Dorfbewohner beschaffen können. Die Gäste überstimmen den Bürgermeister und stürmen los. Dieser besteht darauf, dass Mat den letzten Wurf mit den Würfeln des Bürgermeisters werfen muss. Er besteht sogar darauf den Wurf selbst für Mat zu werfen. Mat stimmt zu. Als der Wagen fast voll ist bemerken Sie die seltsamen, gehetzten Gesichtsausdrucke der Menschen. Talmanes bittet darum zu verschwinden, doch als Mat verneint verstummen die Würfel. Als der Wagen voll ist wirft der Bürgermeister für Mat und wirft einen Siegwurf. Die letzten Sonnenstrahlen verschwinden und Mat wird angeblafft zu verschwinden. Plötzlich wird es auf unheimliche Weise still im Ort. Mat glaubt alles sei doch gut gegangen und will Talmanes beruhigen, als die ersten Schreie ertönen.

Talmanes flucht während er das Schwert aus dem Bauch eines Dorfbewohners zieht. Er gibt Mat die Schuld daran, dass alle Dorfbewohner versuchen sie und sich gegenseitig umzubringen. Wie Verrückte stürmen Sie auf die beiden und ihre Leibwache ein. Sie versuchen den Wagen mit den Lebensmitteln und die Truhe voll Gold zu retten. Stattdessen fliehen alle zu Pferde, um ihr Leben zu retten. Einer der Männer, Delarn, wird vom Pferd gerissen und verwundet. Talmanes will schon verzweifelt weiter reiten, als Mat beschließt hier niemanden zurück zu lassen. In der aufkommenden Dunkelheit schafft es Mat nur sehr knapp Delarn aufs Pferd zu hieven, als er von hinten angegriffen wird. Nur Thoms plötzliches Eingreifen rettet ihn. Gemeinsam reiten Sie zum Gasthaus, in dem die Aes Sedai abgestiegen sind. Hier sind alle bis auf den Koch tot. Bevor dieser jedoch nach Verstärkung rufen kann tötet Mat auch ihn. Beim Versuch im oberen Stockwerk nach den Aes Sedai zu sehen, werden Mat und Talmanes beinahe von einem Ihrer Feuerbälle gegrillt, bevor sie sich zu erkennen geben können. Die Aes Sedai bestehen darauf zwei gefesselte Mägde mitzunehmen, damit diese nicht vom Mob getötet werden, und das obwohl die beiden noch immer um sich schlagen. Bei den Pferden angekommen schafft es eine der Aes Sedai gerade noch Delarn zu heilen. Eine Stunde vom Dorf entfernt wartet die Gruppe darauf, dass es Morgen wird. Mat glaubt er sei schuld und Thom gibt zu, dass er bei einem der Dorfbewohner ein Papier gefunden hat, auf dem Mats gezeichnetes Gesicht ist. Er hat auch gehört, dass eine Fremde in einem Dorf nördlich von hier die Blätter verteilt und eine Belohnung auf ihn ausgesetzt hat. Mat beschließt nach Hinderstap zurück zu kehren, um mehr über diese Fremde zu erfahren, als plötzlich die beiden gebundenen Mägde verschwunden sind. Mat und Thom reiten zum Dorf zurück in dem alles wieder normal ist. Sogar der tote Wirt lebt wieder. Man holt den Bürgermeister der Ihnen erklärt, dass seit mehreren Monaten jeden Abend der Wahnsinn ausbricht. Keiner weiß was nachts passiert oder will es wissen. Es bleiben nur diese schrecklichen Alpträume von Tod und Töten. Man hat sich damit abgefunden. Wer hier die Nacht verbringt kommt am nächsten Tag nicht wieder weg. Man repariert und flickt alles und hat die Sperrstunde verhängt. Er will das Mat geht und nicht mehr über die Nächte spricht. Mat erfährt noch, dass sein Bild und auch ein Bild von Perrin von einer Schenke in Trustair aus in allen umliegenden Gemeinden verteilt wird. Entgeistert reisen Mat und Thom mit dem Lebensmittelwagen und dem Gold ab.

Rand leiert in Scham und Selbstvorwürfen versunken die Liste der von ihm getöteten Frauen herunter, während er mit seiner Armee nach Bandar Eban einmarschiert. Wie jeden Tag beginnt Sie mit Moiraine. Auf einem Platz trifft er auf Dobraine, der ihm offiziell die Stadt überreicht, in der wieder Ordnung herrscht. Doch Rand fragt vorwurfsvoll, warum nicht das ganze Land befriedet wurde. Aber die „Festsetzung“ eines Mitgliedes des Kaufmannsrates geht im Moment vor. Kann er noch irgendjemandem vertrauen? Er trägt jetzt immer den Choedan Kal bei sich, um stets für alles bereit zu sein. Die Tatsache, dass Cadsuane seinen Befehl strapazierte, indem sie sich in seinem Gefolge versteckt, ignoriert er geflissentlich. Plötzlich setzt Lews Therin Min auf die Liste der Toten. Rand verneint dies aber weggeschickt hat er Min trotzdem nicht. Er liebt sie immer noch, aber seine Gefühle sind nun tief vergraben. Etwas in ihm hat aufgehört sich für diese Sorgen zu interessieren. Während er weiter zieht fällt ihm der Hunger in den Gesichtern aller und das erst kürzlich wieder geltende Recht auf. Überall Flicken und zerbrochene Bretter. Erleichtert erkennt er, dass das Meervolk endlich mit Korn aus dem Süden eingetroffen ist. Aus den Reihen nähert sich ihm Merise. Sie will ihm klar machen, dass Cadsuane zu verbannen dumm war. Er straft sie mit einem stechenden Blick. Rand hat gelernt jegliche Regung in kalten, bewegungsunfähigen Zorn zu packen und nutzt dies gnadenlos aus. Plötzlich stürzt auf beiden Seiten des Weges je ein Balkon herunter. Es gibt Verletzt und Merise eilt davon, um zu helfen. Rand macht sich Gedanken über die Dunkle Macht. Er vergleicht diese gewaltige Energie sogar mit dem Strom des Zugangsschlüssels. Er hat Angst vor einer erneuten Nutzung, daher trägt er den Schlüssel bei sich. Da beide Mächte unentwegt nach ihm rufen, kann er beiden widerstehen. Er bezieht das prächtige Anwesen der festgesetzten Ratsfrau und denkt an Aviendha. Was macht sie bloß in der Wüste? Dobraine dankt er für seine Erfolge, schickt ihn jedoch nach Tear, um dort zusammen mit Darlin auf seine Befehle zu warten und Streitkräfte zu sammeln. Nachdem er ein Audienzgemach mit Thron bezogen hat wird ihm die Ratsfrau Milisar Chadmar vorgeführt. Er will wissen, wann sie zuletzt von König Alsalam gehört hat. Sie wird nervös und meint Rands Krönung würde sich schnell regeln lassen. Er schickt sie weg und droht ihr schnell den Boten Alsalams zu holen oder sie würde die Krönung nicht mehr erleben. Rand will nicht dieser König sein. Er will Alsalam finden, denn genau dort vermutete er Graendal. Sie würde wie Semirhage im Baalsfeuer sterben. Er würde tun was getan werden musste.

Gawyn versucht mal wieder vergeblich Lelaine davon zu überzeugen, dass eine Rettungsaktion für Egwene wichtig und sinnvoll ist. Deshalb versucht er Romanda und Lelaine gegeneinander auszuspielen. Er bekommt jedoch nur Phrasen wie „Wir werden sehen“ oder „Vielleicht könnten wir ja“ zu hören. Das wiederum verkauft Lelaine als Gefallen und erwartet Gegenleistungen. Gawyn versteht die Welt nicht mehr. Trotz seiner Angst um Egwene bemerkt er jedoch, dass alle im Lager Egwene als ihre Autoritätsperson ansehen. Während er aus dem inneren Lager der Aes Sedai heraus begleitet wird, denkt er, dass Egwene überfordert ist. Er muss mit ihr persönlich sprechen, um die Lage einschätzen zu können. Er trifft sich mit Bryne zur Inspektion eines Wachpostens. Mit leiser Belustigung erkennt Bryne, dass Gawyn erneut nichts erreicht hat. Plötzlich wird er ernst und befragt Gawyn nach Informationen über das Heer von Tar Valon. Doch der junge Mann weigert sich. Er hat seine Männer zwar im Stich gelassen, jedoch gedenkt er nicht sie zu verraten. Sein Herz gehört nur noch Elayne und Egwene und sein einziges Ziel ist es Rand al’Thor zu töten. Er glaubt Bryne in dieser Beziehung kein Wort. Bryne jedoch geht noch weiter. Wo würde Gawyns Loyalität liegen, wenn sich die Aes Sedai auf dem Feld gegenüberstehen würden. Gawyn ist schockiert. Er kann nicht glauben, dass Bryne tatsächlich ins Feld ziehen würde. Doch Bryne hat sich entschieden. Er steht auf dieser Seite, weil Egwene im Recht ist. Kann Gawyn das von seiner Entscheidung auch behaupten? Was würde er tun, wenn Egwene ihn nach der Rettung nicht begleiten wollte? Er wird sich für eine Seite entscheiden müssen und, was viel wichtiger ist, er muss wissen warum er sich für diese Seite entschieden hat. Gawyn ist leicht verzweifelt. Er hat das Gefühl nicht einmal zu ahnen, wie die zwei Seiten aussehen, ganz zu schweigen davon, wie er sich entscheiden sollte.

Mitten in Ebou Dar bewegt sich Cadsuane mit Kapuze durch die Menschenmassen. Sie würde sich der Verbannung ins Exil nicht beugen. Stattdessen beugte Sie Rands Exil sehr arg durch das Bedecken ihres Gesichtes. Sie erreicht das Gasthaus Vom Wind begünstigt. Hier erfährt „Frau Küste“ vom Wirt die aktuellen Neuigkeiten. Seit einer Woche etwa gibt es weniger Leute, die behaupten persönliche Nachrichten von Alsalam zu bekommen. Niemand kennt seinen Aufenthaltsort und man vermutet, dass seit einem halben Jahr keiner mehr für die Echtheit der Briefe garantieren kann. Auch glaubt keiner mehr, dass der Kaufmannsrat dahinter steckt. Cadsuane erkennt erstaunt, dass tatsächlich ein Verlorener involviert sein könnte. Weiterhin erfährt Sie, dass trotz der Menge an Menschen, die Hälfte nicht zur Essensausgabe geht, da Sie vermuten, dass das spontane Verderben der Nahrung durch Aielgift verursacht wird. Das Schlimmste ist allerdings ein fehlender Ausgleich zu den schrecklichen Zufällen, die ein Ta’veren verursacht. Keine spontanen massenhaften Hochzeiten und glücklich ausgegangenen Unfälle. Beim Verlassen des Lokals bemerkt Sie erneut den dauerhaft grauen Himmel. Zuerst wollte der Dunkle König die Menschen mit einer Dürre aushungern lassen, dann durch den plötzlichen Wintereinbruch erfrieren lassen und jetzt schien er entschlossen, sie durch pure Melancholie zu vernichten. Sie macht sich auf den Weg zum Hafen, um die Gerüchte über verdorbene Lebensmittel zu kontrollieren. Auf dem Weg dorthin gesteht Sie sich ein, dass Sie bei Rand versagt hat. Wie könnte Sie ihn nur auf den richtigen Weg bringen? Nur knapp entgeht Sie seinem Blick als er in einer Prozession ebenfalls die Essenübergabe kontrolliert. Aus dem Augenwinkel erkennt Sie erneut, wie sich die Dunkelheit um ihn sammelt. Wenn Sie nicht bald etwas unternahm, waren Sie alle dem Untergang verurteilt. Und plötzlich trifft sie eine Idee wie der Schlag. Sie eilt direkt zu den Aiel und fragt sich zum wiederholten Male, wie die Weisen Frauen so lange leben konnten ohne die Alterslosigkeit der Aes Sedai zu erringen. Dort gesteht Sie ohne Umschweife ihr Versagen ein. Dies wird akzeptiert und man beginnt einen Plan auszuarbeiten.
Rand erkennt Cadsuane und lässt sie ziehen. Er hat verstanden, dass sie ins Exil zu schicken ein Fehler war. Im Gespräch mit seinem Abgesandtem Ashaman Naeff, welcher zusammen mit Bashere die Verhandlungen mit den Seanchan führt, erfährt Rand, dass diese sich weigern Katar als Treffpunkt mit dem Drachen zu akzeptieren, obwohl es neutraler Boden ist. Rand wählt daher auf Grund seiner historischen Signifikanz Falme als Treffpunkt, obwohl dieser weit im Feindesland liegt. Frieden zu schließen hat für Rand oberste Priorität. Er fragt Nynaeve, ob sie etwas von Lan gehört hat und sie meint das gehe ihn nichts an. Ihn gehe die ganze Welt etwas an und leicht eingeschüchtert erzählt sie ihm davon, welchen Weg Lans Reise nehmen wird. Sie bitte um Hilfe für ihn aber für Rand wird Lans Angriff eventuell nur ein Ablenkungsmanöver sein. Wenn er sterben sollte wird Rand dies als nützliches Opfer akzeptieren. Wütend stellt Nynaeve das Thema zurück. Und wieder trägt Rand das mächtige Ter’Angreal mit sich herum, als wäre es ein einfacher Schlüssel. Die Nachricht darüber, dass Rhuarc mittlerweile vier Mitglieder des Kaufmannsrates in Gewahrsam genommen hat und zwei tot sind nimmt Rand verärgert auf. Damit benötigte er noch vier weitere Mitglieder des Rates, um einen neuen König krönen zu lassen. Rand verabschiedet Rhuarc und konzentriert sich nun auf Milisair Chadmar, nunmehr abgezehrt und ungepflegt. Sie wurde von den Aiel aufgegriffen, als sie versuchte zu fliehen. Sichtlich nervös teilt sie Rand mit, dass der Bote des Königs tot sei. Sie selbst verstehe nicht, warum die beauftragten Wächter so schlecht auf den Boten geachtet haben. Er lässt sie in das gleiche Loch sperren, in dem der Bote starb. Schreiend wird sie aus seiner Gegenwart entfernt. Er musste den Boten finden. Wenn dieser dem „Zwang“ unterworfen war, wäre das ein eindeutiges Zeichen für Graendal. Und er musste Frieden mit den Seanchan schließen. Es war Zeit dieses Land zu verlassen. Nynaeve missbilligt dies zutiefst und sagt ihm das auch. Weiterhin fragt sie nach Perrin und Mat. Rand sieht Perrin in eine Unterhaltung mit Galad vertieft, welcher scheinbar den Weißmänteln beigetreten ist. Mat bewegte sich zusammen mit Thom durch Caemlyn. Rand bestätigt Nynaeve, dass beide leben und dass das auch besser für sie ist, da er sie noch brauchen würde. Nynaeve ist entsetzt. Sie seien seine Freunde teilt sie ihm mit. Rand korrigiert sie, denn die beiden seien Fäden im Muster. Ihn interessiert nur noch die letzte Schlacht. Nynaeve wird traurig. Sie bitte Rand nicht so hart zu sein. Er würde sich noch selbst zerstören. Die Wut trifft Rand erneut ungezügelt. Er schreit Nynaeve an und droht ihr wie Cadsuane mit Verbannung. Unbewusst greift er nach dem Zugangsschlüssel. Er bekommt sich nur schwer unter Kontrolle und entlässt alle. Er musste die Dinge nur noch kurze Zeit ausbalancieren. Dann konnte es enden. Lews Therin erinnert Rand an sein Versprechen, dass sie beide sterben können.

Nynaeve steht auf der Mauer Bandar Ebans und fühlt den sich nähernden Sturm im Norden. Sie begleitet eine kleine Gruppe um Cadsuane und betrachtet mit Ihnen eine Begräbnisprozession von über zweihundert Geistern vor der Stadt. Diese Fälle häufen sich. Genau wie aus Menschen krabbelnde Insekten und spontane Entzündungen. Man diskutiert darüber, dass Rand die letzte Schlacht proklamiert. Merise und Corele nörgeln über Rand und wollen die Stadt verlassen. Die Seanchan halten sie für irrelevant. Nynaeve widerspricht vehement. Die Gruppe trennt sich von Nynaeve und doch erkennt sie plötzlich ein Nicken Cadsuanes in ihre Richtung. Sollte dies etwa ein Zeichen des Respekts gewesen sein? Nynaeve geht die Treppen hinab in die Stadt und denkt über Rands Härte nach. Es ist als wenn sich die Dunkelheit um ihn herum zusammenballt. Sie hört in der Menschenmenge ein Kind husten. Es dauert eine Zeit bis Sie den hustenden Jungen gefunden hat und kann nur ungläubig den Vater niederstarren. Scheinbar litt der Junge seit einer Woche und die Eltern hatten Angst ihn zu den Aes Sedai zu bringen. Mit einem Gewebe aus allen fünf Mächten rettet sie den Jungen, der sonst noch in dieser Nacht gestorben wäre. Sie ermuntert die Eltern alle Kranken zu den Aes Sedai zu schicken. Wie konnte sie es nur schaffen mit Rand vernünftig umzugehen. Sehnsüchtig denkt sie an die Leistung Moiraines zurück, sich sein vollständiges Vertrauen verdient zu haben. Langsam reift in ihr ein Plan, wie sie Rand dazu bringen könnte ihr zuzuhören. Sie schickt nach der Haushofmeisterin, um alles über den verstorbenen Boten herauszufinden. Diese beschreibt den Boten als einen der hübschesten Burschen den sie je gesehen hat. Nachdem er bei Lady Chadmar eintraf wurde er zum Befrager geschickt. Sie begibt sich dorthin. Im Obergeschoss nimmt Nynaeve einen fetten älteren und zwei jüngere Kerle mit Hilfe der Macht fest. Der Weg in den Kerker ist schnell gefunden. Auf dem Weg dorthin finden sie auch einen Lehrling, welcher versucht zu fliehen. Im Keller finden sie Lady Chadmar, eingesperrt in ihrem eigenen Kerker, liegend in ihrem eigenen Dreck. Die Befragung der Folterknechte bringt sie allerdings nicht weiter. Die drei sind selbst verwundert, warum der Bote gestorben ist. Wer die Kunst des Folterns beherrscht lässt seine Opfer nicht sterben, wenn sie es nicht sollen. Die Knechte betonen außerdem, dass sie den Boten nicht dazu bringen konnten ihnen zu sagen, was sie wissen wollten. Als wenn eine Macht ihn daran hindern würde. Sie will schon aufgeben und zurück in den Palast, als ihr auffällt, dass Lady Chadmar krank aussieht. Die Tiefenschau ergibt ein schwaches und schleichendes Gift. Sie kann es leicht aus dem Körper entfernen, aber ohne ihre Hilfe wäre der Tod nur eine Frage der Zeit gewesen. Wie sich herausstellt war der Lehrling für die Verpflegung der Inhaftierten zuständig. Doch der ist plötzlich weg. Nynaeve stürmt panisch auf die Straße, doch dort wird der Junge von den wartenden Dienern festgehalten.

Rand empfängt Nynaeve zusammen mit Min nachts im Thronsaal. Als Nynaeve ein Schutzgewebe mit der Macht gestaltet reagiert er verärgert, doch Nynaeve lässt sich nicht einschüchtern. Sie verkündet, dass dieser Junge wüsste wo der König ist. Nun hat sie aller Aufmerksamkeit. Sie teilt mit, dass er versuchte Lady Chadmar zu vergiften und vermutlich den Boten des Königs getötet hat. Sie erwähnt eine Blockade um den Verstand des Jünglings und dass der Bote ebenfalls durch eine Blockade am Reden gehindert wurde. Rand droht dem Jungen und Nynaeve meint eine sich sammelnde Dunkelheit um ihn herum zu erkennen. Der Junge ist komplett verängstigt aber nicht in der Lage zu reden. Dies bestätigt den Zwang und für Rand die Anwesenheit Graendals. Er fordert Nynaeve auf den Jungen zu heilen, indem sie die Gewebe des Zwangs umdreht. Die Tiefenschau fördert Schicht um Schicht komplizierte Gewebe aus Geist, Wasser und Luft zu Tage. Sie bohren sich wie kleine Haken in sein Gehirn. Woher wusste Rand nur so viel über dieses komplexe Gewebe. Die Antwort auf sein früheres Leben ist nahe liegend. Es braucht fast eine Stunde erschöpfender Arbeit, um mit Hilfe hochkomplexer gespiegelter Gewebe den Jungen Stück für Stück zu heilen. Doch anstatt zu reden ist das Gesicht des Jungen seltsam ausdruckslos. Speichel rinnt ihm aus dem Mund. Nynaeve hat ihm dies durch das Lösen der Zwangsgewebe angetan. Zwang ist sehr mächtig. Sein Geist bestand nur noch aus verschiedenen Schichten Zwang, Persönlichkeit und Intellekt völlig ausgelöscht. Eine Marionette, die nur durch direkte Befehle funktioniert. Rand erbittet von dem Jungen irgendeinen Hinweis. Er schwört ihm Vergeltung, wenn irgendwo in ihm ein Rest Widerstand geblieben ist, der helfen kann. Dann flüstert der Junge zwei Worte: Natrins Hügel, und rutscht tot aus Rands Armen. Nynaeve starrt Rand böse an. Sie fragt ihn, ob er sich kein bisschen schuldig fühle. Ob er für sie alle leiden soll, fragt er. Die Schuld würde ihn zermalmen. Sie konfrontiert ihn mit ihrer Befürchtung, dass sein Herz, dass außer Zorn keine Gefühle mehr kennt, ihn vernichten würde und er erstaunt sie mit der Frage, warum bloß jeder glaube, dass er dies nicht wisse. Danach erzählt er ihr von der Geschichte des Drachenberges. Niemand hat ihn je bezwungen, weil man danach keine Kraft mehr für die Rückkehr hätte. Rand beschreibt damit sich selbst. Der Schlüssel, das hat er jetzt erkannt, ist die Tatsache, dass er nicht überleben wird. Er richtet all sein Streben auf die Letzte Schlacht. Sie will widersprechen, von Hoffnung und Erlösung sprechen, doch er verbietet es mit einem scharfen Blick. Er dankt ihr ehrlich und sie teilt ihm ungewollt mit, dass sie sich sein Vertrauen wünscht. Er vertraut ihr, weil sie sich tatsächlich um ihn sorgt. Er wünscht sich, dass Nynaeve für ihn weiterträumt. Sie will ihm sagen, dass es Hoffnung gibt, dass er überleben wird, aber aus irgendeinem Grund bleiben ihr die nötigen Worte für dieses Argument versagt. Tief in ihrem Inneren versteht sie ihn.

Nach dem Debakel in Hinderstap plant Mat groß angelegt die Frau in Trustair festzusetzen. In seinem Lager hat er für alle seitenweise über Nacht ausgearbeitete Hintergrundgeschichten parat. Ferner will er mit seinen Männern sicherheitshalber das Dorf einkreisen, um auf alles vorbereitet zu sein. Niemand nimmt diese Vorbereitung so richtig ernst. Mat wird schon ganz fuchsig, aber will auf jeden Fall einem Angriff durch den Schatten vorbeugen. Er besucht Aludra die Feuerwerkerin, da sie beinahe die Pläne für ihre Drachen, riesige Kanonen, die mit Feuerwerk gefüllt werden, fertig hat. Die Liste für die fehlenden Materialien lässt ihm den Atem stocken. Holzkohle, Schwefel, Fledermausdung, Kupfer und Zinn. Wer sollte sich das leisten können. Aludra meint der wiedergeborene Drache könne es. Bei der Erwähnung Rands wirbeln erneut die Farben in sein Gesichtsfeld. Er fragt sie, wie viele Glockengießer sie denn wohl brauchen würde und staunt nicht schlecht über die Antwort. Jeden den er kriegen könne. Außerdem würde sie jedes Stückchen Kupfer und Zinn auf dieser Seite des Rückrades der Welt benötigen. Die daraufhin erfolgende Diskussion gewinnt Aludra für sich. Soviel, nicht mehr nicht weniger! Wenigstens darf er die Drachenpläne in seiner privaten Goldtruhe aufbewahren. Plötzlich stürmt Olver heran. Die Frau ist aufgetaucht. Er stürmt zurück ins Lager und trifft dort die freundlich lächelnde Verin. Sie hat vor etwa einer Stunde von einem Kaufmann gehört, dass er Mat gesehen habe. Vor nur einer Stunde? Mat erkennt begeistert, dass sie das Schnelle Reisen beherrschen muss. Sie könnte seine Männer noch heute nach Caemlyn bringen. Sofort erkennt er, dass sie etwas von ihm will. Sie fragt ihn, ob er eine Ahnung habe, wie lange er sie schon zwinge hier in den Bergen zu hocken. Sie will, dass das aufhört.

Als Rand und seine Prozession durch ein Wegetor Falme erreichen erinnert er sich der Wichtigkeit dieses Ortes. Hier starb der Hirtenjunge Rand. Hier wurde der Drache wiedergeboren. Die Eroberung dieses Landes durch die Seanchan musste heute enden. Es würde Frieden geben. Nynaeve holt auf und erinnert sich an damals, als sie Rand mit dieser schrecklichen Wunde in der Seite fanden. Auch Min war damals da. Heute nicht. Etwas hatte sich zwischen ihnen verändert. Sie erreichen den schwarz-weißen Pavillon. Er ist von hunderten Damane umgeben, obwohl Rand nur wenige Machtlenker als Ehrengarde dabei hat. Dies sollte keine Schlacht werden und wenn doch würde er mit dem Ter’angreal an seinem Sattel selbst gegen zweihundert von ihnen ankommen. Beim Versuch nach der Macht zu greifen muss er erneut gegen Lews Therin kämpfen. Gestern war er in einer Ecke weinend aufgewacht und hatte etwas über Ilyena gestammelt. Nynaeve ist beunruhigt und bitte Rand lieber zurückzukehren. Er verneint. In dem Zelt sieht er eine besonders kleine Frau mit Asche auf den Wangen. Ein Stuhl steht auf gleicher Höhe ihr gegenüber. Er ist überrascht ob der Gleichbehandlung. Es war Zeit diesen Krieg zu beenden.
Der Drache erscheint ihr sehr jung. Sie bewundert nur kurz diesen festen Gang und fragt sich, wer ihn das gelehrt hat. Die Marath’damane an seiner Seite mit dem langen schwarzen Zopf lässt sie erschauern und das trotz der langen Reise mit Matrim. Mehr noch beunruhigen sie jedoch die beiden männlichen Machtlenker neben ihm. Er setzt sich ungefragt und bestätigt ihr damit, dass es gut war sich noch nicht zur Kaiserin zu berufen. Die Kaiserin hätte ihn natürlich niemals als gleichgestellt empfangen können. Die Tochter der neun Monde schon. Er stellt fest, dass heute Frieden geschlossen werden würde und alle um Tuon herum sind entsetzt ob des Befehls. Tuon fragt nach seinen Bedingungen. Er weist auf die Notwendigkeit des Bündnisses und die Nähe der letzten Schlacht hin. Sie müsse doch die Prophezeiungen kennen. Doch die Vorhersagen der Seanchan besagen, dass die Kaiserin jene besiegen würde, die dem Schatten dienten und dann den Drachen zu einem Duell mit dem Lichtfresser ausschicken würde. Rand betont erneut die Nähe der letzten Schlacht und beide sind sich einig, dass das Land vereint werden muss, doch beide wollen die Führung. Rand verbietet die Adams und wird hier keine Zugeständnisse machen. Tuon kann dies nicht verstehen. Es ist die einzige Möglichkeit die Machtlenker unter Kontrolle zu halten. Trotz der Verwirrung merkt sie, dass ihr das Thema entgleitet und reagiert. Sie verweist ihn auf Gemeinsamkeiten, die er meint nicht zu erkennen. Sie fragt ihn nach Matrim Cauthon und verwirrt ihn damit sichtlich. Sie versucht mehr über ihn zu erfahren, es wurde Zeit, dass Matrim zurückkam, und wird tatsächlich von der Marath’damane zu Recht gewiesen. Sie stellt fest, dass Mat einer der ehrenhaftesten Männer sei die sie kenne und dass er einst trotz Gefahren ihr Leben gerettet habe. Tuon erkennt im Drachen und dieser Frau eine hohe Loyalität für Mat und muss erneut ihre Meinung über Ihren Gatten ändern. Plötzlich erhebt er sich, schaut ihr tief in die Augen und fordert Frieden. Dies ist kein Bitten mehr. Dies sei sein Wille. Tuon sehnt sich danach ja zu sagen. Sie sieht nur noch Vorteile, ihr Atem stockt. Es gab keinen anderen Weg. Sie erkennt eine Vertiefung der Dunkelheit um ihn, eine dunkle Aura. Sie musste ihm zustimmen und flüstert „Nein“. Dieser Dunkelheit würde sie nicht nachgeben. Er würde sich vor ihr verbeugen. Mit eiskalter Stimme und siedendem Hass im Blick dreht er sich um und geht. Sie braucht einige Zeit sich zu sammeln. Dann proklamiert Sie sich zur Kaiserin und befiehlt den Angriff auf Tar Valon.

Verin und Ihr Behüter erzählen Ihre Geschichte, denn eigentlich wollten Sie von Tear nach Tar Valon. Jedoch wollte das Rad etwas anderes. Mat versteht es nicht, Verin konnte doch Schnell Reisen. Mat hört erstaunt, dass sie bei Rand war und erfährt, dass er Saidin gereinigt hat und trotzdem kurz vor dem Wahnsinn steht. Sie erläutert außerdem, dass man zum Schnellen Reisen Startpunkt sehr genau kennen muss. Dies versuchte sie Tage lang vergeblich. Es war, als wenn etwas sie von der Reise nach Tar Valon abhalten wollte. Feuer, Sturm, Zufälle. Danach schlossen sie sich einer Karawane nach Tar Valon an. Doch während beide schliefen bog die nach Murandy ab. Danach versuchten Sie zu Gleiten, denn dafür benötigt man kein Wissen des Ortes, doch sie kamen in Trustair an. Ihr Behüter hat just in dem Moment des Öffnens von einem vergangenen Jagdausflug hier gesprochen. Und da waren sie nun und suchten Ihren Ta’veren. Und hatten letztendlich Mat gefunden, der jemanden brauchte, der ein Tor nach Andor öffnen konnte. Doch zuerst wollte sie über den Preis sprechen. Sie schiebt ihm ein versiegeltes Pergament zu und verlangt von ihm die Ausführung dieser Anweisungen in zehn Tagen. Mat verneint definitiv. Verin verhandelt mit ihm und sie einigen sich auf einen Kompromiss. Alternativ zur Ausführung der Anweisung muss er dreißig Tage in Caemlyn auf Verin warten bevor er weiterziehen darf. Mat stimmt zu, da er sowieso die Sache mit den Kanonen regeln und mehr über den Turm von Ghenjei herausfinden muss. Verin ist nicht überzeugt, dass er die dreißig Tage warten wird. Mat sieht in ihrer Tasche noch mehr dieser versiegelten Briefe und fragt sich wofür die seien.
Tuon ist tot. Fortuona ist die Kaiserin. In Ebou Dar verabschiedet sie das Heer, welches Tar Valon in wenigen Tagen angreifen wird. General Yulan leitete den Angriff persönlich. Der Plan sieht vor Tar Valon mit der Macht aus der Luft anzugreifen. Es würde ein großer Sieg oder eine schreckliche Niederlage werden. Fortuona befürchtet, dass dieser Angriff den Drachen nicht nur verärgern wird. Er würde sich gegen sie stellen. Selucia versteht nicht. Er war doch bereits gegen sie. Die Kaiserin verneint, denn bisher waren die Seanchan gegen ihn gewesen. Und diesen Unterschied würden sie nur allzu bald erleben.

Min hat eine Vision von Rand. Über ihm erscheint das Bild des Drachenberges gehüllt in Schatten. Auf seiner Spitze meint sie ein winziges Licht leuchten zu sehen. Der Berg würde für Rand in der Zukunft wichtig sein. Sie macht sich Gedanken über ihre Nutzlosigkeit. Verzweifelt verbringt sie mehr und mehr Zeit mit ihren Studien für Rand und versucht ihm nicht im Weg zu sein. Sie wollte seine letzte Verteidigungslinie sein und hatte versagt. Schlimmer noch. Semirhage hatte sie als Werkzeug gegen Rand benutzt. An dem Tag war etwas in ihm erloschen. Während er sich das alte Schwert mit den roten und goldenen Drachen um gurtet erkennt sie, dass er auf die Jagd nach Graendal gehen wird. Sie befürchtet, dass der Junge eine Falle ist, aber Rand ist überzeugt, dass das nicht Graendals Stil ist. Er musste schnell zuschlagen. Min besteht darauf mitzukommen und Rand willigt ein. Er beauftragt zwanzig Töchter des Speers sich zu sammeln und verlangt nach Nynaeve und Lord Ramshalan. Min versteht nicht mehr was in Rand vorgeht. Er war so hart und gefühllos geworden. Zu was würde die Kombination aus Scheitern bei den Seanchan und dieser Entschlossenheit führen? Sie nutzen ein Wegetor um in die Nähe von Natrins Hügel zu gelangen. Er schickt Ramshalan zur Burg auf Natrins Hügel und fordert von ihm Verhandlungen mit den dort Ansässigen und zurück zu kehren. Ramshalan zieht allein los. Min und Nynaeve versuchen Rands Pläne zu erfahren, jedoch erwidert er nur, dass ihm sein Plan eigentlich ängstigen sollte, es aber nicht tut. Rand erwartet, dass Ramshalan unter einem Gewebe aus Zwang zu ihnen zurückkehren wird. Er weiß das Graendal schlauer ist als er und ihn versuchen wird gegen ihn zu benutzen. Da bricht Ramshalan mit einer Eskorte Töchter des Speers durch das Unterholz. Er erzählt von einer, ihm treu ergebenen, älteren Dame des Hauses. Rand achtet gar nicht auf ihn und Nynaeve bestätigt ihm, dass er unter einem sehr schweren Zwangsgewebe leidet. Min wünscht sich, dass Rand jetzt mit ihr zurückkehrt und Nynaeve beschwert sich über die erneute Zulassung von Zwang. Doch Rand hat noch etwas zu erledigen. Der Choedan Kal beginnt rötlich zu leuchten. Nicht einmal als Rand sie fast erwürgt hat, hatte Min Angst vor ihm. Jetzt schon. Als die Sonne untergeht sind Rand und das Ter’angreal in gleißendes Licht getaucht und plötzlich bricht ein riesiger Strahl reinsten, weißen Lichtes aus ihm hervor und trifft die Burg. In blendendes Weiß getaucht verschwindet die Burg und die Welt stöhnt vor Agonie. Als hätte die Substanz der Welt selbst kurz vor der Zerstörung gestanden. Min und Nynaeve sind schockiert. All diese Menschen. Hatte er wirklich mit Baalsfeuer die ganze Burg vernichtet? Nynaeve konfrontiert Rand mit ihrem Hass auf sein Handeln. Doch er fordert sie mit diesem stahlharten Blick auf, Ramshalan zu kontrollieren. Er will wissen, ob diese Sünde es wert war. Der Zwang ist verschwunden und Rand entspannt ein wenig, denn das bedeutet, dass Graendal tot ist. Die Gruppe um Rand verlässt den Wald durch ein Wegetor. Er wünscht Nynaeve einen so guten Schlaf wie sie in der Lage ist. Ihre Zeit hier in Arad Doman ist vorbei. Min meint zu ihr, dass sie etwas unternehmen müssten. Nynaeve wünscht sich Moiraine zurück uns ist selbst erstaunt. Vielleicht hatte Rand aber sogar Recht. Wie viele Menschen würden noch leben, wenn er von Anfang an skrupellos gewesen wäre? Aber was sie gesehen hat entsetzt sie maßlos Sie gesteht sich ein, dass Cadsuane Recht hatte. Etwas musste geschehen. Sie begibt sich zusammen mit Min zu ihr und trifft dort auch die Weisen Frauen der Aiel. Cadsuane erteilt ihr den Auftrag Perrin Aybara zu finden. Rand könnte wissen wo er ist. Min hört nur noch mit halbem Ohr zu. Diese Tat heute würde Rand innerlich zerstören und es war ihre Aufgabe ihn lebendig und bei geistiger Gesundheit, mit intakter Seele zu dieser Letzten Schlacht zu bringen. Irgendwie.

Egwene trifft Siuan in Tel’aran’rhiod. Obwohl beiden bewusst ist, wer hier mittlerweile das Sagen hat, ist etwas wie Freundschaft zwischen beiden entstanden. Siuan versucht verzweifelt Egwene von einer Rettung zu überzeugen. Aber Egwene verbietet es, denn sie ist überzeugt, dass ihre Anwesenheit Elaida jeden Tag mehr schade. Egwene beendet die Diskussion mit dem Zugeständnis einer Rettung, sollte der Saal der Burg ihre Hinrichtung befehlen. Sie erkundigt sich nach Neuigkeit und erfährt, dass Gawyn, welcher von ihrer Gefangennahme gehört hat, jetzt Teil ihres Heeres ist. Nur mühsam unterdrückt sie ihr Interesse an dieser Information. Außerdem verbreitern sich die Grabenkämpfe zwischen Romanda und Lelaine. Siuan meint sie würde sehr gebraucht werden. Egwene ordnet ein Treffen mit dem Saal in zwei Tagen an. Egwene beschreibt ihr die Enge der Zelle und dankt ihr für die regelmäßigen Konversationen, die sie am Leben erhalten. Plötzlich wird ihr die Ähnlichkeit zu Rands Situation in der Kiste bewusst und sie beginnt ihn besser zu verstehen. Siuan erklärt, dass sie endgültig davon überzeugt ist, dass Egwene den Posten der Amyrlin verdient habe und womöglich die beste Amyrlin seit Artur Falkenflügel sei. Dies zuzugeben fällt ihr aus verständlichen Gründen nicht leicht. Siuan verblasst, da sie dringend Schlaf benötigt und Egwene springt ins Lager der Rebellen. Hier macht sie sich Gedanken über die Situation der Aes Sedai. Was würde passieren, wenn eine Aussöhnung nicht möglich war, wenn sogar hier das Lager begann sich zu spalten. In den Krieg ziehen? Eine zweite Weiße Burg gründen? Wie sollte Sie die Kusinen, die Weisen Frauen der Aiel und die Windsucherinnen der Ath’an Miere dann an die Weiße Burg binden? Sie wusste sie würde tun, was auch immer notwendig war, die Welt vor Tarmon Gai’don zu beschützen. Sie steht vor der Burg und in einer fast prophetischen Sicht scheint der Turm kurz vor dem Zusammenbruch zu stehen. Sie würde dies nicht zulassen und erwacht. In Erwartung eines weiteren monotonen, aus Schlägen und Agonie bestehenden Tages reagiert sie leicht überrascht, als die rote Aes Sedai Katherine ihr mitteilt, dass sie frei sei. Es würde endlich die richtige Person bestraft werden. Nämlich diejenige, die Egwene maßgeblich beeinflusst hat. Und plötzlich ergibt alles für Egwene einen Sinn. Silviana. Ein schlauer Schachzug, denn wenn sie Egwene nicht nachweisen konnte eine Schattenfreundin zu sein, schob sie einfach die Schuld der ehemaligen Oberin der Novizinnen zu. Die Roten Aes Sedai, die Egwene auf ihr Zimmer bringen sollen, werden von der Weißen Saerin verscheucht, um in Ruhe mit ihr sprechen zu können. Das Ansehen der Roten hat massiv gelitten seit der Schuldzuweisung Silvianas. Doch Saerin stellt klar, was tatsächlich geschehen war. Silviana war vor den Saal getreten und hat die Freilassung Egwenes sowie die Absetzung Elaidas gefordert. Daraufhin befahl die Amyrlin ihr ein Novizinnenkleid anzuziehen. Nach ihrer Weigerung forderte Elaida ihre Hinrichtung. Der Saal weiß im Moment nicht was er tun soll, aber Silvianas Tod wird die Roten zerbrechen. Egwene befiehlt die sofortige Rettung Silvianas. Sie will die Roten nicht vernichten. Die Burg brauchte alle Ajahs. Überraschend willigt Saerin respektvoll ein. Sie fordert die beiden Roten auf Ihre Ajah zu retten. Diese verlassen sie aber erst, nachdem sie eine außerordentlich große Menge an Spaltwurzeltee zu sich genommen hat. An ihrem Zimmer angekommen erkennt sie überrascht Verin Sedai und versucht sie abzuwimmeln, als diese plötzlich ihr dreckiges Novizinnenkleid als grün bezeichnet. Egwene erstarrt. Verin konnte lügen.

Während Verin Tee zu sich nimmt spekuliert Egwene wie Verin ihre Eide losgeworden ist. Verin unterbricht sie mit der lapidaren Antwort sie sei eine schwarze Aes Sedai. Egwene ist schockiert und wünscht zu wissen, was Verin von ihr will. Wie sollte sie jetzt, wo sie die Macht nicht nutzen konnte, nur entkommen? Verin beginnt ihr zu berichten, dass ihr al’Thor Sorgen bereite. Er hätte nicht verstanden, dass der Dunkle König nicht so offensichtlich handle, wie er vermute. Die letzte Schlacht würde nicht auf die Weise ausgetragen werden, mit der er rechnen würde. Sie besinnt sich auf die Sache warum sie hier sei, denn sie habe sehr wenig Zeit. Sie berichtet der immer erstaunteren Egwene, dass sie vor Jahren die Gelegenheit hatte entweder dem Dunklen König die Treue zu schwören oder sich zu verweigern und daraufhin zu sterben. Seit dem studierte sie die Schwarze Ajah von Innen heraus. Die Eide der Dunkelheit sind sehr spezifisch und wenn man die Eine Macht beherrscht, nicht zu brechen, doch Verin hatte eine Lücke entdeckt, die nie ein Schattenfreund in Anspruch nehmen würde. „Ich schwöre, den Großen Herrn nicht zu verraten, meine Geheimnisse zu bewahren bis zur Stunde meines Todes“. Verin hat mit ihrem Tee Aspenfäule zu sich genommen und wird innerhalb weniger Minuten sterben. Sie überreicht Egwene zwei Bücher. Diese zwei Bücher sind ihre Hinterlassenschaft. Namen, Orte, Erklärungen, eine Liste ihrer Prophezeiungen. Alles was Verin im Laufe der Jahre über die Schwarze Ajah in Erfahrung bringen konnte. Verin glaubt, dass ihr nur sehr wenige Schwarze verborgen geblieben sind. Mit Tränen in den Augen bedankt sich Egwene für diesen Schatz. Verin erklärt, dass sie es leid war so viele Agenten des Dunklen Königs unter den Ihren zu haben. Es war an der Zeit, dass ein im Licht Wandelnder unter den Schatten stöberte. Sie ist stolz auf ihre Leistung und findet, dass dies ihren Tod wert ist. Eigentlich hatte Verin vor sich mit Hilfe des Eidstabes von den Eiden des Dunklen Herrn zu befreien, konnte diesen aber nicht finden, da Saerin und ihre Jägerinnen ihn an sich genommen hatten. Außerdem vertraut sie Egwene das Wissen an, dass Mesaana sich verkleidet in der Burg aufhält. Kurz vor ihrem Tod wünscht sie sich von Egwene, dass die Welt erfährt, dass Ihre Seele, trotz Schwarzer Ajah, die einer Braunen war. Egwene verneint dies, denn sie erkennt die wahre Farbe Verins Seele. Sie leuchtet in strahlendem Weiß. Sie hält Verins Hand bis der Tod eintrifft. Sie kaschiert Verins Tod und verbringt die nächsten Stunden mit dem Studium der Bücher. Neben den Namen Katherines, Alviarins, Galinas und Elzas bereitet ihr Sheriams Name auf der Liste die größte Übelkeit. Über zweihundert Namen hatte Verins Zählung ergeben. Sie waren in jeder Ajah und unter den Sitzenden vertreten, sowohl in der Burg als auch im Rebellenlager. Viele Namen aus Egwenes Vergangenheit. Auch die Blaue Sitzende des Rebellenlagers Moria, aber weder Lelaine noch Romanda noch Elaida. Auch Cadsuane und ihre engsten Freundinnen waren nicht dabei. Kurz darauf betritt Meidani das Zimmer und unterrichtet sie über das Geschehene. Elaida ist noch immer, wenn auch nur knapp, Amyrlin. Der Hauptgrund dafür, dass sie nicht sofort abgesetzt wurde, ist Egwenes Befehl gewesen, die Zerstörung der Roten nicht zuzulassen. Elaida, gemaßregelt für ihr unakzeptables Verhalten, ist nun wenig mehr als eine Galionsfigur des Saals. Silviana steht unter Arrest und trotzt weiterhin Elaida. Sie beauftragt Meidani dringend zusammen mit Saerin und den anderen Alviarin festzusetzen. Sie sollten dafür jedes erdenkliche Risiko aufnehmen und sie der Prüfung durch den Eidstab unterziehen. Sie sei eine ranghohe Schwarze und für diese Information sei Verin gestorben. Meidani verlässt Egwene zusammen mit der Leiche Verins und der Tasse vergifteten Tees durch ein Wegetor. Sie begibt sich nach Tel’aran’rhiod und beauftragt Siuan mit der Festsetzung Sheriams und Morias. Plötzlich wird sie gegen ihren Willen aus dem Schlaf gerissen. Nikola schreit hysterisch etwas von Tarmon Gai’don und schlangenhafter Schattenbrut am Himmel, die die Macht lenkt. Nein, erkannte Egwene glasklar. Nicht Tarmon Gai’don. Die Seanchaner griffen die Weiße Burg an, genau wie sie es geträumt hatte, und sie konnte nicht einmal genug Macht lenken, um eine Kerze anzuzünden.

Siuan erwacht panisch und weckt Gareth Bryne. Egwene ist in Gefahr. Etwas hat sie aus dem Schlaf gerissen und sie ist nicht zurückgekehrt. Sie befürchtet, dass Elaida beschlossen hat sie hinzurichten. Späher berichten, dass sich etwas in Tar Valon tat. Blitze in der Luft und fliegendes Schattengezücht. Siuan schlussfolgert, dass der Angriff der Seanchan begonnen hat. Es folgt ein Streit zwischen Siuan, die beschlossen hat Egwene jetzt zu retten, und Bryne, der dies intensiv verneint, da die Amyrlin sich eine Rettung verboten hat. Siuan stürmt wütend davon. Sie weiß wer ihr helfen wird.
Egwene beruhigt Nicola und erzählt ihr von den Seanchan. Beide Flügel des Turmes brennen, klaffende Löcher im Turm selbst und draußen sind Damane auf Raken zu sehen. Die Burg wankt. Mehr und mehr Seanchan gelangen in die Burg. Verzweifelt erkennt Egwene, dass es sich nicht um einen Vernichtungs-, sondern um einen Raubzug handelte. Sie versuchten so viele Aes Sedai wie nur möglich zu entführen. Beinahe wird sie von Ihrer Angst wieder ein Adam tragen zu müssen überwältigt, aber sie ist die Amyrlin. Sie ergreift die Macht und ein winziger Rinnsaal drängt sich an dem Spaltwurztee in Ihrem Körper vorbei. Sie schwört der verzweifelten Nicola, dass sie sie beschützen würde. Sie übernimmt die Führung über eine panische Gruppe fünfzig junger Novizinnen und lehrt sie das Verknüpfen. Durch den jetzt bestehenden Zirkel ist sie in der Lage wieder soviel der Macht zu nutzen wie sonst ohne Zirkel. Sie öffnet ein Tor und betritt einen Raum in der Burg, der ihr nur aus vagen Beschreibungen bekannt ist. Hier werden die mächtigsten Angreale der Burg verwahrt. Sie findet was sie sucht. Vorsas Sa’angreal, das weiße Szepter. Eine nur wenigen Frauen bekannte Menge der Macht durchströmt sie und den Zirkel. Solange sie die Amyrlin war, würde die Weiße Burg nicht fallen.
Siuan erreicht Gawyns Zelt und brüllt nach ihm. Sie beauftragt ihn Pferde zu besorgen als Bryne hinter ihr herstürmt. Er versucht sie umzustimmen und stimmt erst unter zwei Bedingungen zu. Siuan muss ihn zu ihrem Behüter machen und willigt ein. Beide erkennen durch den Bund endlich die tiefe Liebe für einander, aber dies muss warten. Die zweite Bedingung wird er ihr erst hinterher sagen. Bryne, durch den Bund mit neuen Kräften versehen, holt einhundert seiner Männer und alle machen sich auf, Tar Valon durch das von Shemerin erwähnte Wassertor zu betreten. Siuan fürchtet schon jetzt den Zorn Egwenes wegen dieses Rettungsversuches.
Adelorna Bastine, Anführerin der grünen Ajah, hetzt verzweifelt und beschämt durch die Burg. Die Kampfajah hat dem Angriff nur Minuten standhalten können. Ihre Behüter waren tot oder verletzt. Wie konnte dies nur geschehen? Sie spürt wie jemand die Macht neben ihr lenkt und hofft auf eine Aes Sedai des Widerstandes. Stattdessen läuft sie dem Feind fast direkt in die Arme. Ihre Flucht wird vereitelt. Den Kampf gegen die Abschirmung verliert sie. Die Suldam legt ihr ein Halsband um und nennt sie von nun an Sivi. Adelorna wispert verzweifelt und ungläubig, als sich der Kragen unerwartet löst und die Gruppe Seanchan durch einen Feuerball vernichtet wird. Ein paar Schritte entfernt stand eine Frau in weiß umgeben von einer gewaltigen Aura der Macht, wie die personifizierte Vergeltung. Egwene al’Vere und sie trägt das weiße Szepter. Gut organisiert weist sie den Novizinnen Aufgaben zu und Adelorna will schon die Führung übernehmen, als Egwene sie zurechtweist. Hier und heute würde Adelorna sie Mutter nennen. Ihre Autorität würde nicht angezweifelt werden und überrascht gehorcht sie. Auf ein Lob Egwenes reagiert sie mit so innbrünstigem Stolz, dass sie es selbst nicht versteht. Sie begibt sich mit Adelorna in den Raum mit den Gegenständen der Macht, um sich von ihr zeigen zu lassen was Angreale sind. Sie will diese verteilen, um den Kampf gegen jeden To’raken und jede einzelne Damane aufzunehmen. Adelorna erkennt das Schnelle Reisen und versteht, dass Egwene jederzeit hätte fliehen können. Doch Egwene erklärt ihr, dass dann die Amyrlin alle im Stich gelassen hätten. Ihr Platz sei hier. Sie mussten sich nun beeilen. Dieser Kampf musste zu einer Niederlage für die Seanchan werden.

Siuan, Gawyn, Bryne und ihre Truppen erreichen unbemerkt das Wassertor. Die Burg selbst und die Außenanlagen stehen in Flammen. Sie machen die Boote aneinander fest und danach ziehen die Männer, zu Siuans absoluter Verärgerung, kopierte Uniformen der Burgwache über, die Bryne von den Näherinnen der Armee hat machen lassen. Als sie sich darüber brüskiert weist Bryne sie zurecht. Die Burgwache sei der Feind und sie nicht mehr die Amyrlin. Sie akzeptiert schmollend. In zwei Reihen mit Siuan als Aes Sedai an der Spitze ist die Tarnung vollständig. Das Turmgelände gleicht einem Schlachtfeld. Tote, Verletzte Zerstörung. Sie würden mit ihrer Suche nach Egwene im Kellergeschoss starten.
Im Erdgeschoss organisiert Saerin in einem der Versammlungsräume den Kommandoposten des Widerstandes. Sie lässt sich von allen ankommenden Schwestern Informationen und die Positionen anderer Schwestern nennen. Elaida ist nicht zu finden. Sie weist Hauptmann Chubain an nicht zuviel zu riskieren und die Damane mit Pfeil und Bogen anzugreifen. Sie bemerkt wie Recht Egwene doch hatte. Nicht nur mit dem Angriff auf die Burg, sondern auch mit den Gräben zwischen den Ajahs. Hier kämpfte jede Ajah für sich. Sie beginnt die Ajahs zu organisieren. Jeder kämpfenden Gruppe lässt sie eine Gelbe oder Braune zum Heilen zukommen. Außerdem sorgt sie dafür, dass auch im Kommandoposten Heilung zur Verfügung steht. Wutentbrannt stürmen vier Rote in den Raum. Katerine versucht maßlos empört über diesen Angriff die Führung hier an sich zu reißen und wird von Saerin zu Recht gewiesen. Sie verweist darauf, dass alles was Egwene vorhergesagt hatte der Wahrheit entspricht. Dies hier ist ein Raubzug. Sie würden nicht in die Offensive gehen. Eine Gruppe Soldaten erzählt von einem zweiten erfolgreichen Verteidigungsposten im zweiundzwanzigsten Stockwerk. Saerin ist verwirrt. Das Novizinnenquartier? Sie verstummt und ihre Augen weiteten sich leicht. „Egwene“.
Sie war eine Quelle der Macht. Wie reines strahlendes Feuer toben die Macht und der gerechte Zorn in ihr. Jeden Versuch sie mit offensiven Angriffen zu töten fegt sie genauso hinweg die die Versuche sie abzuschirmen. Nur ein kompletter Zirkel könnte ihr bei dieser Macht überhaupt etwas anhaben. Aber die Seanchan benutzten keine Zirkel. Das verhinderten die A’dam. Dieser Angriff würde ihnen teuer zu stehen kommen. Nie wieder würden sie es wagen die Institution der Weißen Burg anzugreifen. Sie war die Amyrlin.
Bryne weicht nur knapp einem abstürzenden Raken aus, während seine Männer gegen Bodentruppen der Seanchan kämpfen. Entsetzt erkennen Bryne und Gawyn, dass der Kampf nur ein Ablenkungsmanöver ist. Auf dem Dach der Burg tragen To’raken verschnürte Bündel davon, die verdächtig nach gefesselten Frauen aussehen. Sie wollen in die Burg, als Bryne erkennt, dass Siuan verschwunden ist. Er sieht sie mit einer Novizin aus der Burg eilen, welche ihnen bestätigt, dass Egwene im zweiundzwanzigsten Stockwerk sein muss. Als sie in die Burg eilen wollen erfährt Bryne, dass drei seiner Männer so schwer verwundet sind, dass sie die nächste Stunde nicht überstehen würden. Bryne nimmt dies schmerzerfüllt zur Kenntnis aber die Amyrlin ist wichtiger. Siuan erkennt seinen Schmerz und beschließt diese drei Männer zu heilen. Obwohl sie ihre Fähigkeit zu Heilen herunter spielt leistet sie doch ganze Arbeit. Aber sie brauchte Zeit. In der Dunkelheit neben einem Baum bewegte sich ein Schatten und Bryne handelt ohne nachzudenken. Jahre der Übung, Schlachtreflexe und eine vom neuen Bund verstärkte Aufmerksamkeit treffen aufeinander und er sticht dem schwarz gewandeten Meuchelmörder in die Kehle. Siuan erkennt, dass Min Recht hatte. Wären sie nicht zusammen geblieben wäre sie jetzt tot. Aber Min sagte etwas anderes. Sie wären beide tot, wenn sie nicht zusammen blieben. Sie untersucht Bryne mit der einen Macht und erkennt eine winzige giftgefüllte Nadel in seinem Arm. Sie entfernt die Nadel und heilt ihn. Min hatte sie beide gerettet. Sie machen sich auf Egwene zu retten.
Völlig verausgabt lehnt Egwene an einer Wand im zweiundzwanzigsten Stockwerk. Sie hatte gewonnen aber um welchen Preis. In dieser Schlacht würde die Weiße Burg nicht vorn liegen. Nur noch einen winzigen Augenblick Ruhe und sie würde in voller Stärke die Herrschaft über die Aes Sedai antreten. Sie merkt wie im Traum, dass Gawyn sie hochhebt. Nein sie durfte nicht schlafen. Sie musste jetzt stark sein. Siuan öffnet mit Hilfe des weißen Szepters ein Tor und Gawyn trägt Egwene aus der Burg.
Saerin liest die vernichtenden Berichte der Schlacht. Zwanzig tote Aes Sedai. Von den sechzig Novizinnen, die sich um Egwene gescharrt hatten waren allerdings nur drei gestorben und nur eine der vierzig Aes Sedai. Zehn Damane gefangen, dreißig Raken vom Himmel geschossen. Dagegen sahen ihre eigenen Bemühungen fast stümperhaft aus. Hauptmann Chubain führt eine den Tränen nahe Aufgenommene zu ihr. Sie berichtet, dass sie heute Nachmittag Elaida diente, als plötzlich die Wand über ihr zusammen brach und sie nichts tun konnte. Saerin wünscht, dass das was sie glaubt, nicht wahr ist.
Elaida erwacht auf eine fliegende Bestie geschnallt und schaut hunderte Meter in die Tiefe. Sie greift nach der Macht und Schmerz umspült ihren ganzen Körper. Eine Frau, die sie irgendwie spüren kann, verbietet ihr zukünftig den Griff nach der Macht ohne Erlaubnis und sagt ihr, dass sie zukünftig Suffa heiße. Elaida beginnt brüllend um sich zu schlagen.

Rand streitet mit Lews Therin über die Unvollkommenheit Ihrer Liste. Sie kennen die Namen der Toten nicht, die bei der Vernichtung Graendals starben. Würden sie wieder jeden töten den sie lieben? Min holt ihn in die Gegenwart. Während er Bandar Eban verlässt erkennt er, dass es das erste Land sein wird, dass er in einem schlechteren Zustand zurück lässt, als bei seiner Eroberung. Arad Doman würde an seiner schieren Menge an Flüchtlingen ersticken und von Trollocs im Norden und den Seanchan im Süden zertrampelt werden. Seine Aiel hatten nicht genug Mitglieder des Kaufmannsrates finden können, um einen neuen König zu wählen. Überall wo er seine Aiel zurückzog verschwanden die Verantwortlichen, um dem Angriff der Seanchan zu entgehen. So würde es auch hier geschehen. Arad Doman war erledigt. Nicht mehr sein Problem. Auch von Ituralde im Norden kamen keine guten Neuigkeiten. Einige kleinere Scharmützel mit Trollocs, aber Ituralde warnt davor, dass sich hier eine Streitmacht sammelt, die ihn überrennen wird. Und wenn sie sich dort sammeln, dann auch anderswo. Er hatte beschlossen die Stadt auf dem Stadtplatz wie ein Mann nicht wie ein Dieb zu verlassen. Als sich Wegetore für ihn und seine Leute öffnen erscheint hinter ihm der Hafenmeister und teilt ihm mit, dass sämtliche Nahrung in allen Lagern schlecht geworden ist. Was solle er jetzt mit all diesen Flüchtlingen machen, die wegen der Nahrung gekommen waren? Rand dreht sich um und verdrängt die kommende Hungersnot aus seinen Gedanken. Erschreckend wie leicht ihm das fiel. Er durchschreitet das Wegetor nach Tear und der Jubel der Menge als starker Kontrast zur Todesstille in Bandar Eban lässt ihn erstarren. Wie betäubt ob dieser unverdienten Euphorie zwingt er sich weiter zu reiten. Rand schickt Bashere los herauszufinden wo das verdammte Lager der Grenzländler angesiedelt ist. Er musste endlich herausfinden, warum sie ausgerechnet jetzt die Grenzlande verlassen hatten. Vor dem Stein erwarten ihn neben König Darlin und Lord Dobraine auch alle Hochlords von Tear und das frisch ausgehobene Heer, welches in Arad Doman einmarschieren soll. Rand befiehlt Geduld. Es würde keinen Einmarsch in Arad Doman geben. Aber es würde nur noch kurze Zeit vergehen, bis er sie alle in den Shayol Ghul führen würde.

Egwene hadert mit ihrem Versagen und überlegt was nun zu tun ist. Hatten ihre Geheimnisse dazu geführt, dass sie ihre eigene Autorität untergraben hatte? Wie konnte man sie nur so kurz vor ihrem Erfolg aus der Burg holen? Sie musste so logisch sein wie eine Weiße, so nachdenklich wie eine Braune, so leidenschaftlich wie eine Blaue, so entschieden wie eine Grüne, so gnädig wie eine Gelbe und so diplomatisch wie eine Graue. Und auch so rachsüchtig wie eine Rote. Sie wusste was zu tun war. Direkt vor ihrem Zelt saß Gawyn. Er versucht sie mit seiner Liebe zu umarmen doch sie weist ihn wütend von sich. Er muss endlich begreifen, dass er mit der ihn liebenden Frau Egwene genauso klarkommen muss, wie mit der befehlenden Amyrlin. Seine Entscheidungen haben alle ihre Pläne gefährdet. Sie würde sich später mit ihm beschäftigen. Jetzt würde sie Entscheidungen treffen. Er befürchtet, dass ein Angriff auf Tar Valon Egwene innerlich zerstören wird, doch sie wird tun, was getan werden muss. Immer.
In einer kleinen Kammer in der Weißen Burg sitzen die fünf mächtigsten Frauen der Welt zusammen und beklagen sich über ihre zurück liegenden Fehler. Die Anführerinnen der grünen, gelben, grauen, braunen und weißen Ajah. Ihr Versuch aus dem Hintergrund zu herrschen und Elaida zu steuern ging genauso schief, wie das Einschleusen jüngerer Sitzende in den Saal der Rebellen. Die jetzt im Saal sitzenden Aes Sedai sind so unerfahren, dass sie sich mehr streiten als alles andere und die Spione im Saal der Rebellen haben sich eher auf deren Seite geschlagen als alles andere. Elaida hatte bekommen, was sie verdiente. Wer sollte die Weiße Burg zukünftig anführen. Niemand hatte genug Potential alle Ajahs hinter sich zu vereinen. Jedoch … wer würde nicht nur einen Großteil der Schwestern der Burg, sondern auch der Rebellen unter sich vereinen? Vor allem nach diesem Widerstand gegen Elaida und Ihren Erfolgen in der Schlacht gegen die Seanchan. Doch ein Versuch diese Frau zu kontrollieren würde im Vorhinein scheitern. Sie würden eine starke Amyrlin erheben, ob zum Guten oder Schlechten.
Siuan steht vor dem Großen Pavillon neben Bryne. Sie befürchtet, dass Egwene ihre Dämpfung verlangen könnte und Bryne verwirft diese Idee als lächerlich. Vorsichtig schäkern die beiden miteinander rum. Bryne stellt klar, das er endlich erkannt hat, dass Siuan eine Frau von Ehre ist, die sich ihrer Sache so sehr verschrieben hat, dass sie selbst Eide und Befehle ihrem hehren Ziel unterordnen kann. Er gesteht ihr, dass seine zweite Forderung an sie die Ehe mit ihm sei, allerdings erst, wenn sie das Gefühl hätte, dass die Welt allein zu Recht komme.
Egwene, Sheriam und jeweils zwei Sitzende jeder Ajah haben sich unter der Flamme versiegelt versammelt. Egwene greift nach der Macht und verbietet den Anwesenden die Nutzung derselbigen. Dann schwört sie die Drei Eide auf die Eidesrute. Innerlich bedauert sie, dass sie mit der Eidesrute keinen Versuch unternehmen konnte Verin von den Dunklen Eiden zu befreien. Danach konfrontiert sie die Anwesenden mit der Existenz der Schwarzen Ajah. Sie stellt fest, dass sie selbst keine Schattenfreundin sei und erwartet, dass alle Anwesenden den Drei Eiden entsagen und sie neu schwören. Sheriam greift nach der Macht und Egwene rammt einen Schild zwischen sie und die Quelle, was alle schockiert. Sie lockt Sheriam in eine Falle, indem Sie einer schnellen Folge von Fragen wie „Gehört ihr der schwarzen Ajah an“, auf welche Sheriam nur nein sagen kann, die lapidare Frage nach ihren roten Haaren folgen lässt. So im Schwung reagiert Sheriam auch auf diese Frage mit nein und innerlich dankt Egwene Verin für diesen Trick. Alle sind sprachlos, denn Sheriam hat gelogen. Plötzlich versucht die Blaue Moria zu fliehen und wird abgeschirmt und gebunden. Alle Anwesenden verstehen plötzlich, warum Egwene diese Ankündigung auf so spektakuläre Weise äußern musste. Alle Sitzenden entsagen den Eiden und schwören sie erneut. Es findet sich kein weiterer Schattenfreund unter ihnen. Die Planung der Reinigung durch Egwene beginnt. Noch heute Nacht würde der Angriff auf Tar Valon beginnen. Im Durcheinander würden die einzelnen Ajahs separat in den großen Pavillon gerufen werden, woraufhin jeder den Eiden entsagen und neu schwören müsste. Man würde bereit sein die siebzig schwarzen Schwestern gefangen zu nehmen. Eine Schlacht im Lager selber musste vermieden werden. Sobald die innere Reinigung abgeschlossen war würde der Spaltung der Burg ein Ende bereitet werden. Der Antrag wird einstimmig angenommen während Moria und Sheriam hemmungslos weinen.

Rand und als einzige Aes Sedai in seinem Gefolge Nynaeve reiten über die Ebene von Maredo zu einem Treffen mit einem Boten der Grenzländertruppen. Sie versucht verzweifelt gegen Rand zu argumentieren, dass er Lan Unterstützung zum Tarwin-Pass schicken müsste. Lan konnte unmöglich die Heere von Schattengezücht aufhalten, die von dort nach Andor und Cairhien einfallen würden. Doch Rand, welcher seit Tagen mit seinen Heerführern die Letzte Schlacht plant, will Lans Angriff als Ablenkungsmanöver nutzen und hauptsächlich direkt am Shayol Ghul angreifen. Lans Opfer akzeptiert er. Seine Aufgabe war den Dunklen König zu töten und dann selbst zu sterben. Er droht Nynaeve endlich das Thema ruhen zu lassen. Ihr gingen die Möglichkeiten, Rand zu einem besseren Menschen zu machen, aus. Es blieb nur noch der Plan Cadsuanes, in den diese sie nicht einweihen wollte. Aber wie sollte sie herausfinden, wo Perrin war. Als sie Rand nach Perrin fragt antwortet dieser überraschender Weise es gehe ihm gut. Er sei mit Mat und Perrin verbunden, mehr hätte er zu diesem Thema nicht zu sagen. Nynaeve macht sich Sorgen, denn das Heer der Grenzländer soll dreizehn Aes Sedai beherbergen. Eine gefährliche Zahl. Als sie sich einem kleinen Hügel nähern, erkennen sie, dass die Delegation nur aus einem einzigen Mann besteht. Es ist der Diebfänger Hurin, den Rand seit Falme nicht mehr gesehen hat. Rand fesselt ihn mit der Macht und testet sein Wissen ihrer vergangenen gemeinsamen Taten. Er erweist sich als echt und riecht in Rands Gegenwart etwas seltsam Schreckliches und Finsteres. Rand ist das egal und will wissen warum er allein geschickt wurde. Hurin teilt ihm nervös mit, dass es eine Aufgabe sei mit Rand Bedingungen für das eigentliche Treffen mit den Grenzländern zu vereinbaren. Die Herrscher der Grenzländer waren soweit gereist, um ihn zu treffen. Sie sind in Far Madding und erwarten, dass er sich in den Schutz des Wächters, einem riesigen Ter’angreal in Far Madding, welches ein künstliches Stedding erzeugt, begibt. Er schneidet Hurin das Wort ab und öffnet ein Wegetor. Rand wirft wütende Blicke auf die uralte Stadt im See, in der das riesige Heer der Grenzländer lagert. Er murmelt etwas davon sich nie wieder in eine Kiste sperren zu lassen. Er greift nach dem Choedan Kal mit der Absicht Feuerregen oder Blitze als Lehre auf das Heer niedergehen zu lassen, als Nynaeve ihn scharf anfährt. Dies sind keine von Graendals Sklaven. Dies sind Unschuldige. Wäre die männliche Hälfte dieses mächtigsten aller Ter’angreale nur ebenfalls bei der Reinigung Saidins geschmolzen. Zu ihrer Erleichterung erlischt die Statuette des Mannes, bevor er Hurin befiehlt seinen Mannen folgende Nachricht auszurichten. Er würde den Transport an ihre Posten in den Grenzlanden zur Verfügung stellen, sollten alle wieder zur Vernunft kommen. Wenn nicht, wäre es ihre Aufgabe ihren Enkeln von ihrer Schmach, nicht an der Letzten Schlacht teilgenommen zu haben, zu erzählen. Rand lässt einen völlig erschütterten Hurin zurück als er wendet und ein Tor direkt nach Tear öffnet. Überraschender Weise erzählt er dort Nynaeve, dass Perrin im Schatten einer gewaltigen umgestürzten Statue lagert. Woher er das wisse gehe sie nichts an, aber er schulde ihr etwas. Sie machte sich Sorgen, um Dinge, wo er es nicht mehr konnte. Sie solle Perrin ausrichten, dass er ihn bald brauchen würde. Sie begibt sich zu Cadsuane im Stein, welche seit Tagen zusammen mit Min deren Visionen auswertet. Bevor sie die Information weitergibt verlangt sie eine Erklärung von Cadsuane, da sie sich deren Absicht immer noch nicht sicher ist. Cadsuane reagiert verärgert, da Nynaeve immer noch zu glauben scheint, sie wolle den Jungen verletzen. Sie würde ihn wieder zum Lachen bringen. Koste es was es wolle. Cadsuane war die einzige Möglichkeit Rand dazu zu bringen Lan zu helfen. Sie teilt Cadsuane Perrins Aufenthaltsort mit. Daraufhin bricht diese sofort dorthin auf und teilt Nynaeve vorher mit, dass es nie um Perrin ging. Jemand in seinem Gefolge wäre von entscheidender Bedeutung.

In blutrotem Gewand streift Egwene durch das Lager. Es herrscht eine nervöse Anspannung. Heute würde der Tag des Angriffes auf die Burg sein. Heute war der Tag nach der Reinigung. Fünfzig schwarze Schwestern wurden gestern Abend auf den Befehl Egwenes hingerichtet. Verin war sehr gründlich gewesen. Das erneute Schwören der Eide hatte nur drei Schwestern hervorgebracht, die nicht auf ihren Listen zu finden waren. Trotzdem hatten es zwanzig Schwarze geschafft zu fliehen. Darum würde sie sich später kümmern müssen, ebenso wie um die unter Bewachung stehenden Behüter der schwarzen Schwestern. Sie trifft auf eine jetzt unterwürfige Lelaine und erfährt, dass Bryne bereit sei. Eine ebenso gefällige Romanda teilt ihr mit, dass man von der Abordnung, die zur Schwarzen Burg geschickt wurde nichts gehört hat. Auch um die Schwarze Burg würde sie sich später kümmern. Außerdem hat Sheriam erst gestern Nacht sämtliche Traumter’angreale verschwinden lassen. Sie erreichen den Rand des Lagers wo bereits eine große Gruppe Soldaten, Gawyn und jeweils eine Sitzende der Ajahs warten. Die Rote Ajah würde auf subtile Weise durch ihr Kleid präsentiert werden. In der Nähe der Burg treffen sie auf Siuan und Bryne und Egwene neckt beide, als sie erkennt, dass sie endlich den Bund eingegangen sind. Bryne zeigt ihr, dass die Burgwache mit lediglich eintausend Mann die Brücke verteidigen will und sie spekulieren über die Verluste der vergangenen Nacht. Bryne gibt Egwene eine Stunde bis er angreifen muss, damit es nicht zu dunkel wird. Als die letzten Minuten der Frist verstreichen erscheint auf der Brücke eine Prozession aus zehn Sitzenden. Fünf aus jeder Ajah, ausgenommen der Roten und der Blauen. Sie wünschen Egwene al’Vere zu sprechen. Als diese sich meldet teilt man ihr mit, dass der Saal der Weißen Burg beschlossen hat, sie zur Amyrlin zu erheben. Elaida ist von den Seanchan verschleppt worden. Die blaue Ajah würde wieder eingesetzt und Egwenes Heer nach Tar Valon herein gelassen werden. Egwene akzeptiert und reitet erleichtert in die Stadt. Direkt voraus erhob sich die Weiße Burg. Verletzt. Blutend. Aber sie hat Stand gehalten.

Egwene eilt zusammen mit Siuan und Gawyn in die Burg. Alles scheint vorbereitet. Eine braune Schwester beginnt sie für die Erhebung zu instruieren. Siuan protestiert, da sie bereits erhoben wurde, doch Egwene gebietet ihr Einhalt. Sie wurde von den Rebellen erhoben. Diese Schwestern verdienten es sich ebenfalls für sie zu entscheiden. Bryne hat die Männer der Burgwache durch seine Truppen ersetzt und Siuan soll die Aes Sedai der Rebellen anweisen sich nach Ajahs sortiert, die Sitzenden voran, vor dem Burgtor aufzustellen. Sie würde sie bald empfangen und ihre Entschuldigungen für die Rebellion entgegennehmen. Siuan ist entsetzt, wird aber von Egwene abgewiegelt. Sie ist nun die Amyrlin aller Aes Sedai. Sie betritt den Saal der Burg und weist Gawyn an davor zu warten. Nur mühsam unterdrückt er einen Protest. Ein großes Loch in der Außenwand lässt den Blick auf den Drachenberg zu. Der Einschlag hatte nur knapp den Amyrlinsitz verfehlt. Achtzehn Stühle in Dreiergruppen, nicht alle besetzt mit den Sitzenden der Burg, stehen vor dem Podest mit dem Sitz der Amyrlin. Mehrere der fehlenden Sitzenden standen auf Verins Liste. Auch von den Roten ist keine anwesend. Ein kühner Plan formt sich in ihrem Kopf. Sie weist an, man möge die Rote Silviana aus dem Kerker in den Saal holen. Auch hier wiegelt Sie die Proteste ab. Die Zeremonie beginnt und Egwene wird einstimmig zur neuen Amyrlin der Weißen Burg erhoben. Während alle Sitzenden Egwene um die Erlaubnis dienen zu dürfen bitten, führt man Silviana in Ketten herein. Die Sitzenden sind der Meinung, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt sei ein Urteil zu fällen, da platzt Egwene beinahe der Kragen. Sie hält dem gesamten Saal eine Standpauke, da dieser Schande auf die ganze Weiße Burg geladen hat. Sie seien schuld daran, dass Elaida schalten und walten konnte. Sie haben es versäumt eine verrückte, machtgierige Amyrlin abzusetzen. Nur eine Frau in diesem Saal hat sich widersetzt und den Preis dafür bezahlt. Egwene befürchtet, dass eine Erhebung zur Amyrlin ohne Zustimmung der Roten eine schwere Zeit nach sich ziehen würde. Sie erlaubt der immer noch vor ihr knienden Silviana sich zu erheben und lobt sie für ihr vergangenes Verhalten. Dann bittet sie sie, unter allgemeinem Entsetzen, ihre Behüterin der Chroniken zu werden. Erstaunt und ehrlich geehrt nimmt Silviana an. Am liebsten würde sie allen Sitzenden eine Buße auferlegen, aber auch sie selbst trägt eine Mitschuld. Sie teilt dies dem Saal mit und trägt allen auf ihre Schuld mit erhobenem Haupt zu tragen. Dann mach sie sich auf die Rebellen zu begrüßen. Vor den Toren der Burg tritt Egwene vor die Rebellen. Sie hält eine flammende Rede über Schande, Mut, Schwächen und die zukünftige Verschmelzung beider Fraktionen zu einer neuen, stärkeren Einheit als jemals zuvor. Frenetischer Jubel, selbst von vielen Aes Sedai, begleitet sie. Sie hoffte, dass sie auch in noch in den kommenden Monaten jubelten. Denn vor Ihnen lag viel Arbeit.

Das Treffen mit den Grenzländern war gescheitert. Enttäuschend aber nicht unerwartet. Ihm machte jedoch etwas anderes zu schaffen. Es spielte keine Rolle mehr, dass sein Herz, das Herz eines Toten war, dass seine Schultern dazu geschaffen worden waren, die Last der Prophezeiung zu tragen, dass seine Seele von den Bedürfnissen, Wünschen und Hoffnungen von Millionen Menschen zermalmt wurden. Welche Hand hatte er verloren. Die zum Zerstören oder die zum Retten. Tief in seinem Inneren lehnte sich eine Stimme gegen seine Taten auf, aber er musste einfach hart sein. Sehnsucht nach der Vergangenheit war ein Gefühl, das er sich nicht leisten konnte. Tief im Stein von Tear erreicht er dessen Herz und denkt, wie schon sooft, über die Prophezeiung Callandors nach. Er sollte es nutzen, aber es war wertlos. Um damit zu arbeiten musste man sich der Kontrolle einer Frau unterordnen und das würde nie wieder passieren. Warum sprachen die Vorhersagen nicht vom viel mächtigeren Choedan Kal? Wieder bestürmt Lews Therin ihn, das diese Waffe zu mächtig sei. Kein Mensch sollte in der Lage sein so eine Macht zu lenken. Wo hatte Cadsuane Callandor versteckt. Er musste endlich etwas dagegen tun, dass sie immer wieder an die Grenzen seines Exils stieß. Ungezügelter Zorn brach sich an seine Oberfläche. Die Seanchan, die Grenzländer, die Aes Sedai. Niemand tat was er sollte und verbündete sich gegen ihn. Er hatte die Macht und das nötige Werkzeug die Seanchan ein für alle Mal ins Meer zurück zu treiben. Sein Griff um das Ter’angreal festigt sich. Er brüllt die ihn begleitenden Töchter des Speers an sie sollen sich sammeln. Er würde in die Schlacht ziehen. Er begibt sich noch einmal in sein Gemach und taumelt zurück. Dort stand sein Vater Tam. War er echt? Tam war Trost, der Mann den er immer lieben würde, Blutvater oder nicht, aber Trost stand in Widerspruch zu dem, was Rand geworden war. Er erfährt von Tam, dass er und einige Männer aus den Zwei Flüssen Perrin unterstützt haben. Außerdem teilt Tam ihm mit, das Morgase noch am Leben ist. Sie gestehen sich endlich ein, dass sie nicht blutsverwandt sind und Tam scheut sich davor ihn weiter Sohn zu nennen. Rand wünscht sich, dass er ihn immer Sohn nennen würde, bringt diese Worte aber nicht über die Lippen. Der Wiedergeborene Drache konnte keinen Vater haben. Die leise Stimme in seinem Herzen schrie. Jedoch ist es fast wieder wie früher. Ein Gefühl des Verstehens. Sie unterhalten sich über Schicksal und die Möglichkeit eine Wahl zu haben. Rand verneint dies für sich und Tam will dies nicht hören. Jeder hat eine Wahl. Und auch wenn man sich nicht entscheiden kann wohin man geht, hat man immer noch die Entscheidung für das Warum. Tam ist überzeugt davon, dass Rand eine Chance hatte dies alles zu überleben. Warum hatte diese Frau ihn nur nicht schon früher geholt, um mit Rand zu sprechen. Welche Frau? Als Tam Cadsuane Sedai erwähnt erstarrt Rand zu Eis. Tam war nur ein weiterer manipulierender Faden Cadsuanes um seinen Hals. Er hatte zugelassen, dass Tam die tief in ihm verborgenen Gefühle an die Oberfläche geholt hatte. In ihm brodelte der Zorn und bricht sich seinen Weg. Er ergriff Saidin und das Nichts zerbrach. Im Kampf gegen seine Gefühle auf der einen und Saidin auf der anderen Seite ergreift er den Choedan Kal und formt Baalsfeuer. Sie alle sollten brennen. Er hatte die Kontrolle verloren. Im Lichtschein des Zugangsschlüssels sieht er Tams Gesicht angstverzerrt. Was tat er bloß? Nicht mehr als ich auch getan habe flüstert ihm Lews Therin zu. Voller Entsetzen und Unglauben öffnet er ein Wegetor nach Ebou Dar und flieht vor dem Entsetzen in Tams Augen.

Min sitzt in Cadsuanes Gemach und wartet auf das Ergebnis Tams Besuch bei Rand. Das Bedauern über ihr Bündnis mit Cadsuane war längst einer tiefen Resignation gewichen. Sie wusste viel über die Bücher, die sie studierte, verteilte ihr Wissen aber nur in winzigen Portionen. Immer mit der Andeutung, da wäre noch mehr. Rand brauchte dieses Wissen. Sie liest gerade ein Buch namens „Ein Kommentar über den Drachen. Hier interessiert sie besonders der Satz „Er wird eine Klinge aus Licht in der Hand halten, und die drei sollen eins sein“. Was sollte das bloß bedeuten. War ihr Studium genauso unnütz, wie der Schutz den sie Rand zu geben geglaubt hatte? Und was war mit ihrer Beziehung zu ihm? Er baute Mauern auf, um den wahren Rand einzusperren. Etwas war falsch. Solcher Zorn. Was passierte da? Sie schnaubt verächtlich woraufhin Cadsuane sie auffordert ihr mitzuteilen was sie denkt. Sie bezweifelt, dass die im Buch vorherrschende Meinung es handele sich bei den „Dreien“ um die großen Städte die Rand beherrscht, richtig sei. Vielmehr vermutet sie es handele sich um Callandor. Cadsuane bestätigt dies lapidar. Sie hat herausgefunden, dass Callandor nur benutzt werden kann, wenn ein Mann sich in einem Zirkel mit zwei Frauen befindet, somit also nicht die Kontrolle hätte. Plötzlich hat Min eine Vision von Nynaeve, die trauernd über einer Leiche kniet. Doch bevor sie sich darüber Gedanken machen kann stürmt ein vor Wut glühender Tam in die Tür. Er will wissen was Cadsuane seinem armen Jungen angetan hätte. Dieser junge Mann ist dem Wahnsinn so nahe. Er hätte schon in den Augen einer Leiche mehr Gefühle sehen können. Er berichtet von dem gescheiterten Versuch ihn zur Vernunft zu bringen und dass sein eigener Sohn ihn fast umgebracht hätte. Min erkennt mit einmal, dass Rand weit weg ist. Nur einen kurzen Augenblick später weiß sie warum. Er ist in Ebou Dar, um die Seanchan zu vernichten.

Rand streift durch Ebou Dar. Die Seanchan kümmern sich um jeden gut, es sei denn man konnte die Eine Macht lenken. Selbst die Tuatha’an lagerten in großen Gruppen seit Wochen vor der Stadt, denn sie genossen zum ersten Mal in ihrer Geschichte den Schutz der Herrscher. Und in seinem Reich war nicht einmal sein eigener Vater sicher. Selbst seine Freunde fürchteten ihn. Er hatte hart sein müssen. Aber die Härte hatte ihn genau dorthin gebracht. Aber er war nicht hierher gekommen, um über seine Taten nachzudenken. Er wollte seine Feinde vernichten. Er würde den Palast von Ebou Dar mit Baalsfeuer vernichten. Danach müsste er schnell sein. Zuerst die Schiffe im Hafen, dann Feuerregen über der Stadt, um Panik auszulösen. Danach die Garnisonen am Stadtrand und die Proviantlager im Norden. Amador, Tanchico. Schnelles Reisen damit ihn die Verlorenen nicht einholen konnten. Viele würden sterben. Aber die meisten würden Seanchaner sein. Er greift nach Saidin und stürzt vor Übelkeit, der Ohnmacht nahe, und übergibt sich. Besorgt drängen sich Menschen um ihn, als sich eine Patrouille der Seanchan nähert. Er musste zuschlagen, aber die Menschen um ihn herum sahen so besorgt aus. Er konnte nicht Er öffnet ein Wegetor und stürzt sich hindurch. Eine schwarz-weiße Scheibe trägt ihn voran. Warum konnte er nur nicht stark sein. Er war die notwendige Vernichtung. Das Tor öffnet sich auf die Wiese, wo er seine fürchterliche Niederlage gegen die Seanchan erlebte. Er überlegt lang und öffnet ein weiteres Tor und tritt in eisigen Schnee auf den Gipfel des Drachenberges. Dann setzt er sich in den Schnee und starrt die kleine Statue des Mannes an. Um nachzudenken.

Auf dem höchsten Punkt der Welt, eingehüllt in ein wärmendes Gewebe aus Feuer und Luft, hadert Rand al’Thor, der Wiedergeborene Drache, mit seinem Schicksal. Er ist wütend auf die Welt, auf das Muster und den Schöpfer. Warum musste die Menschheit ohne Anweisung gegen den Dunklen König kämpfen? Warum verlangten sie nach seinem Leben? Er hatte seinen unausweichlichen Tod akzeptiert, aber musste er bis zu seinem Ende Qualen leiden? Alles war nach dem Tod Moiraines schief gegangen. Rand hatte nur die Möglichkeit gesehen sich in Cuendillar zu verwandeln. Doch wieder war er gescheitert. Die winzige Stimme in ihm stach nadelfeine Löcher in sein Herz. Er würde verbluten. Doch als er Tam zu Boden warf war sie verschwunden. Konnte er es wagen ohne diese Stimme weiter zu machen? Er steht auf und brüllt vor Zorn die Welt an. Was wenn die alles ohne Bedeutung ist. Wenn die Stimme recht hat? Wenn es besser wäre alles hier und jetzt zu beenden? Das Rad zu stoppen? Er greift durch das Ter’angreal nach Saidin. Mehr und mehr. Erst zweimal hatte er das Gefühl von soviel Macht in sich. Als er Saidin reinigte und als er diesen Berg erschuf. Dann nahm er noch mehr in sich auf. Er erinnert sich an den Schmerz der Heilung der ihn damals in diesem Palast wieder zurück ins Bewusstsein brachte. Ilyena tot. Lews Therin hatte einen Fehler gemacht. Er hatte die Welt am Leben gelassen und zugelassen, dass das Muster ihn wieder zurück brachte. Warum mussten die Menschen immer wieder geboren werden, dieselben Fehler machen, immer und immer wieder leiden. Er würde dies beenden. Allen ersparen immer wiedergeboren zu werden. Warum? Und plötzlich antwortet Lews Therin: Um eine zweite Chance zu bekommen. Rand erstarrt. Tam hört er sagen, dass es auf das Warum ankommt. Er erkennt, dass wenn er wieder leben kann, auch seine große Liebe das könnte. Er kämpft, weil er beim letzten Mal gescheitert ist. Dieses Mal will er es richtig machen… Er richtet die gewaltige Macht gegen sich selbst und leitete sie durch das Ter’angreal. Der Choedan Kal explodiert. Die Macht erlosch. Und Rand öffnet die Augen und weiß, dass er Lews Therin nie wieder hören würde, denn sie waren nie zwei verschiedene Männer gewesen. Die Wolken am Himmel hatten sich endlich, wenn auch nur über ihm, gelöst. Endlich konnte er die Sonne sehen. Er lächelte und endlich, nach so langer Zeit, konnte er wieder lachen.

Epilog:
Egwene sitzt im Arbeitszimmer der Amyrlin, aus dem alle Habe Elaidas, zur Kontrolle sorgfältig verwahrt, entfernt wurde. Silviana erwies sich als sehr kompetent und die Roten akzeptierten dieses Zeichen des Friedens zumindest teilweise. Romanda und Lelaine hatten ihre Unterstützung beide gleichzeitig aufgegeben, als sie von Silvianas Ernennung hörten. Sie waren über ihre Idee die Damane zu Aes Sedai auszubilden nicht erfreut. Nur wenige der schwarzen Schwestern hatten festgenommen werden können. Etwas sechzig, darunter Alviarin, waren entkommen. Auch jemand der nicht auf Verins Liste stand war entkommen. Evanellein. Ein deutlicher Hinweis auf ihre wahre Natur. Vierzig, davon zwei Dutzend Aes Sedai, waren von den Seanchan entführt worden. Auch in der Burg hatte sie jede Schwester erneut die Eide schwören lassen. Nur drei schwarze Schwestern waren dabei enttarnt worden. Egwene überrascht wieder die enorme Genauigkeit Verins. Von jeder Schwester wusste sie, dass sie gefangen, entführt, geflohen oder neu vereidigt war. Damit blieben drei Namen in der Burg über, Malasia, Teramina, Jamilia, die Mesaana hätten sein können. Aber alle waren schwach in der Macht. Eher unwahrscheinlich, dass sie die Verlorene waren. War Mesaana in der Burg? Wenn ja konnte sie den Eidestab überlisten. Es klopft und Silviana bittet sie mitzukommen. Sie erreichen den Sitzungssaal in dessen Loch in der Mauer Egwene angeordnet hat ein rosa Fenster zu setzen. Und dort über dem Drachenberg sieht sie den Grund, warum sie hier ist. Endlich ist die Sonne durchgebrochen. Sie scheint strahlend hell über dem Drachenberg. Doch die Öffnung ist zu regelmäßig. Sie trägt Silviana auf diesen Tag im Kalender zu vermerken. Etwas ist geschehen. Vielleicht würden sie erfahren was. Egwene betrachtet das Licht und es fühlt sich gut an.

(Quelle: www.radderzeit.de)

32 – Der aufziehende Sturm

Der Sturm kommt! Im diffusen Zwielicht einer geschlossenen Wolkendecke wächst nichts, nicht einmal Unkraut. Und das obwohl der Frühling kommen sollte. In den Grenzlanden treffen sich der Bauer Renald und der Schmied Thulin ein letztes Mal. Beide haben bemerkt, dass der Sturm unnatürlich ist. Sie bereiten sich und ihre Familien auf das Kommende vor und packen. Sie werden sich dem wachsenden Heer im Norden anschließen. Der Sturm kommt!
Der wiedergeborene Drache hat den Angriff durch Semirhage überlebt und konnte sie gefangen nehmen. Der Preis dafür ist der Verlust seiner linken Hand und eine starke Einschränkung seiner Sehkraft. Er lässt die überlebenden Sul’dam und Damane aus dem Gefolge der Verlorenen frei mit dem Auftrag der Tochter der Neun Monde ein erneutes Friedensangebot zu unterbreiten.
Tylee Khirgan, Generalleutnant der Seanchan, welche mit Perrin einen überragenden Sieg gegen die Shaido in Malden errungen hat, patrouilliert in der Nähe von Ebou Dar. Auch hier wird klar, dass die Natur verrückt spielt. Immer wieder verdirbt Nahrung und die Menschen sehen Tote, die kommen und gehen. Plötzlich werden Sie und ihr Heer von einer gewaltigen Horde Trollocs angegriffen.
Graendal wird zu Moridin in dessen schwarze Festung gerufen. Da er der Nae’blis ist, gehorcht sie ihm genau wie Demandred und Mesaana. Alle neigen den Kopf vor ihm. Noch immer besteht der Auftrag Mat und Perrin zu töten. Al’Thor darf kein Haar gekrümmt werden. Demandred und Mesaana müssen Teile ihrer Pläne vor Graendal offen legen. Sie geht als Aes Sedai in zentraler Position in der Weißen Burg um. Er hat einen Thron inne und ist mit seinen Heeren bereit für die letzte Schlacht. Beide hoffen darauf, dass Moridin ihnen bei der Befreiung von Semirhage hilft. Stattdessen verbietet er jeglichen Plan in diese Richtung. Er will, dass Sie leidet, weil sie den Drachen verletzt hat. Gleichzeitig zeigt sich, dass er offenkundig Schmerzen in der linken Hand hat. Er entlässt beide und teilt Graendal mit, dass es eine Belohnung für sie war, dieser Unterhaltung beizuwohnen. Er bietet ihr eine sehr hohe Position unter ihm an. Ihr Auftrag ist es, al’Thor in Arad Doman leiden zu lassen.
In Darluna zwischen Tarabon und Arad Doman wird das Heer von Rodel Ituralde von 150.000 Seanchan und 100 Suldam-Damane-Paaren angegriffen. Sie sind zahlenmäßig mehrfach überlegen. Doch Ituralde wendet eine List an. Die Schlacht beginnt!
Der völlig verblendete Prophet des Drachen Masema flieht mit weniger als einhundert Gefährten aus Malden. Sein Versuch den aus seiner Sicht vom Schatten beseelten Perrin zu ermorden ist fehlgeschlagen. Schon überzeugt zu entkommen und neu anzufangen wird er von Faile und ihren Anhängern überrascht. Sie tötet Masema persönlich. Sie erkennt, dass Masema wahrhaft im Licht wandelt, dass aber sein Geist völlig verdreht ist. Sie hat dies getan, weil sie weiß, dass Perrin dies nie hätte tun können. Ihre Anweisung ist eindeutig. Nie darf Perrin dies erfahren. Masema stirbt, ohne seine Fehler zu erkennen.

In Tar Valon überwacht die Rote Ajah die Entfernung der durch Egwene gewandelten Cuendillar-Ketten im Südhafen. Die Stadt ist dreckig und Straßenräuber lauern in den Gassen. Egwenes Heer mit 50000 Mann ist plötzlich vor Tar Valon angekommen. Nichtsdestotrotz ist Egwene selber eine Gefangene der Weißen Burg.
Rand befindet sich nach der Gefangennahme Semirhages mit Basheres Heer in Arad Doman. Er philosophiert mit Min über die Beeinflussung der Welt durch den Dunklen König. Angefacht von Semirhages Hinweisen auf die Stimmen in seinem Kopf fürchtet er mehr und mehr den Kampf gegen Lews Therin zu verlieren. Aber im Moment hat er andere Ziele im Kopf: Frieden in Arad Doman, und wenn es möglich ist auch Graendal zu vernichten, die er hier vermutet, und einen Waffenstillstand mit den Seanchan zu erreichen. Rand trägt ein kürzlich gefundenes Schwert, Jahrhunderte alt, die Scheide mit einem roten und goldenen Drachen besetzt. Das Schwert fühlte sich richtig an. Cadsuane, Nynaeve und Alivia betreten den Raum. Sie „befragen“ Semirhage ohne Erfolg, doch Rand bleibt dabei: keine Folter. Rand misstraut nun auch Egwene zutiefst. Er hält sie für eine Aes Sedai bis ins Mark. Er schreit zum ersten Mal in Gegenwart von anderen Lews Therin in seinem Kopf laut an. Er braucht eigentlich dessen Hilfe, um herauszufinden, wie er das Gefängis des Dunklen Königs erneut versiegeln soll. Rand ist an einem Punkt angekommen, an dem er nur noch mit allem „fertig werden“ und am Shayol Ghul sterben will.

Egwene ist zur Novizin degradiert worden und wird mehrfach am Tag geschlagen und wieder geheilt. Sie vergießt kaum eine Träne und weigert sich, sich anders als die Amyrlin zu verhalten, denn sie ist die Amyrlin. Auch Alviarin wird regelmäßig geschlagen. Egwene wird durch Spaltwurztee den ganzen Tag am Wirken der Macht gehindert und doch macht sie eher die in der Burg vorherrschende Angst und der Argwohn unter den Ajahs traurig. Mittlerweile erwirkt sie erste Erfolge. Sie hat den Respekt der Herrin der Novizinnen gewonnen und hat unter den Novizinnen und Aufgenommenen viele Anhängerinnen gewonnen. Auch konnte sie die Taten, die Elaida versucht zu verheimlichen in der Burg verbreiten. Sie bedauert dies jedoch zutiefst. Eine geschlossene Burg wäre ihr um vieles lieber. Es gehen Veränderungen in der Burg vor. Der dunkle König berührt auch hier das Gewebe. Wände, Räume und Bilder wandeln sich und verändern ihren Platz. Das verstärkt die Angst hier noch mehr. Egwene wird aufgefordert Elaida bei Tisch zu bedienen und bereitet sich intensiv darauf vor, die Frau nicht mit ihren Fehlern zu konfrontieren, da Egwene sonst im Kerker enden wird und ihr Kampf dort verloren sein würde. Bei Tisch sitzen Elaida und die Graue Meidani, ihres Zeichen eigentlich Spionin aus Salidar. Egwene ist maßlos empört über den fehlenden blauen Streifen an der Stola Elaidas. Es fällt ihr schwer nicht die Ruhe zu verlieren. Elaida macht Scherze über das Aberkennen der Stola von Meidani, nimmt die Seanchan trotz Egwenes prophetischer Träume nicht ernst und schlägt einen vierten Eid auf die Amyrlin selbst vor. Egwene ist dermaßen zornig über Elaidas Anmaßung, dass sie in ihrer Wut die Suppenschüssel fallen lässt, bevor sie Elaida zur Rede stellen muss. Dabei nutzt sie die Gelegenheit Meidani aufzufordern nach ihr zu schicken und bestärkt sie im Bestreben nach Heilung der Burg. Meidani ist beeindruckt. Sie muss erneut zur Bestrafung und dort trifft sie die Erkenntnis, dass die Schläge absurd sind. Die Qualen um den Bruch der Burg und die Nutzlosigkeit Elaidas sind um so vieles schlimmer für sie und endlich versteht sie die Aiel.

Aviendha trifft, nachdem sie aus Andor zu Zwecken der Ausbildung abgeholt wurde, in Arad Doman erneut auf die Weisen Frauen. Sie scheint sich erhebliche Schande, aufgeladen zu haben, denn sie wird nicht ausgebildet und muss in aller Öffentlichkeit Strafarbeiten verrichten. Sie selbst ist sich keiner Schuld dieses Ausmaßes bewusst. Als sie einer weisen Frau gegenüber äußert zu glauben in Andor weich geworden zu sein, schnaubt diese nur verächtlich. Hier liegt also nicht das Problem. Ihre Gedanken drehen sich auch darum Rand al’Thor zu heiraten. Aber bevor Sie nicht die Ehre einer weisen Frau errungen hat wird sie ihm nicht den Brautstrauß binden. Auch hat sie noch keinen Plan wie sie mit Min umgehen soll, die den Drachen auch liebt, die Aviendha aber im Grunde genommen gar nicht kennt. Zu allem Überfluss scheint sich ihre Schande noch weiter gesteigert zu haben. Statt wie bisher sinnvolle Strafarbeiten ausführen zu müssen, gehen die Weisen Frauen zu sinnfreier Arbeit über. Aviendha verzweifelt fast als sie den Auftrag bekommt tausende von Samen nach Farben zu trennen. Aber nur fast. Sie geht entschlossener denn je an die Aufgabe ihre Ehre wieder zu erlangen.

Gawyn Trakand beobachtet, wie Truppen seines ehemaligen Lehrers Gareth Brynes ein Dorf inspizieren. Er trifft die Entscheidung nicht anzugreifen, da er nicht riskieren will den Gegner auf den Aufenthaltsort von ihm und seinen dreihundert Jüngern aufmerksam zu machen. Er fragt sich wie es nur soweit kommen konnte. Seine Guerillaangriffe auf Brynes Heer sind nutzlos. Warum steht er nicht auf der Seite von Egwene und Elayne, wo doch Elaida scheinbar nur will, dass er und seine Männer aus dem Weg sind? Und vor allem: Wie schafft es Bryne sein Heer ohne Nachschublinien aufrecht zu halten und so schnell voran zu kommen? Sie kehren nach Dorlan zurück in der Hoffnung, dass die dortigen Aes Sedai einen Vorschlag haben, wie es weiter gehen soll.

Auf dem Weg durch sein Lager muss Rand an Mat denken, in einer Explosion aus Farben sieht er ihn mit Männern würfeln. Dies geschieht nun immer wenn er an ihn oder Perrin denkt. In seinem Gefolge ist auch die grüne Aes Sedai Elza, welche ihm den Treueeid geschworen hat. Er vertraut ihr ohne zu wissen, dass sie der schwarzen Ajah angehört. In einem Brief teilt ihm Darlin, der von Rand ernannte König von Tear, mit, dass das Heer für den Einmarsch nach Arad Doman bereit ist. Rand trifft Harine vom Meervolk. Sie ist für den Handel mit Rand schwer bestraft worden. Er ist allerdings sauer, weil die Schiffe des Meervolkes von Tear nach Arad Doman so lang brauchen. Er will mit ihnen Nahrung transportieren. Sie erklärt ihm es liege an den Seanchan. Er bringt Harine dazu ihm eine Frage ehrlich zu beantworten. Die Antwort macht ihn unglücklich. Trotz der Säuberung Saidins tötet das Meervolk noch immer jeden männlichen Machtlenker. Er leidet unter der Last seiner Pflichten und denkt an Moiraine: „Wir tun alle, was wir tun müssen“. Er versucht sehr ihr gerecht zu werden.
Die Aiel um Rhuarc und Bael treffen ein. Unterdessen sind Cadsuane und verschiedene Machtlenker damit beschäftigt, der abgeschirmten Semirhage Informationen zu entlocken. Ohne Folter oder das A’dam sehen sie keine Erfolgschancen. Cadsuane bemerkt in ihr eine Ähnlichkeit zu sich selbst. Alter, Einfallsreichtum und den eisernen Willen, keinen Schritt zurückzuweichen. Sie fragt sich, wie sie sich selbst brechen würde, wenn sie es müsste.

Rodel Ituraldes Heer ist bei er Schlacht gegen die Seanchan halbiert worden. Doch seine List ging auf. Das drei Mal stärkere Heer der Seanchan wurde vernichtend geschlagen. Er erweist dem schwer verletzten Kommandeur der Seanchan Turan die letzte Ehre, in dem er ihn persönlich tötet. Ituralde hat längst verstanden, dass er eigentlich einen aussichtslosen Kampf ficht.
Trotz all ihrer Arbeit und der Schläge besucht Egwene jeden Abend Leane im Kerker. Sie ist ihr dafür unendlich dankbar und ist selbst ein wenig überrascht, dass sie in Egwene tatsächlich die Amyrlin sieht. Verunsichert fragt Leane, ob Egwene herausgefunden hat, was mit ihr geschehen soll, als eine Blase des Bösen platzt. Die Gefängniszelle samt Boden, Decke und Gitterstreben schmilzt und reißt Leane mit in die Tiefe. Nur durch Egwenes beherztes Eingreifen retten die beiden schockierten Gefängniswärterinnen Leane. Egwenes Frage an die Wärterinnen, was deren Amyrlin gegen die Wirkungen des Dunklen Königs tut, trifft zumindest auf fruchtbaren Boden, denn Sie wird dafür nicht bestraft. Auf dem Weg zurück ins Quartier der Novizinnen müssen die Aes Sedai entsetzt feststellen, dass das halbe Quartier der Braunen Ajah die Position mit den Quartieren der Novizinnen getauscht hat.

Nynaeve wird noch immer nicht als vollwertige Aes Sedai akzeptiert. Das nagt an ihr. Sie lässt sich daher von einer schwachen Aes Sedai Daigian die Gewebe für die Prüfung zur Aes Sedai zeigen. Sie diskutiert mit ihr über den Verlust ihres Behüters und die Tatsache, dass sie es für falsch hält, dass die Hierarchie der Aes Sedai durch Stärke in der Macht bestimmt wird, als sie Cadsuane durch die Gegend eilen sieht. Sie folgt ihr und findet heraus, dass die Aielhäuptlinge eingetroffen sind. Als alle im Zelt eingetroffen sind, befragt Rand die Häuptlinge sehr unwirsch über ihre Erfolge in Arad Doman aus. Nur schwer kann er sein Temperament zügeln. Alles geht ihm zu langsam. Er fordert die Aiel auf, zusammen mit Basheres Saldaeanern Arad Doman zu befrieden und den Kaufmannsrat gefangen zu nehmen. Er vermutet, dass der König ein Gefangener Graendals ist und will mit Hilfe des Rates einen neuen König wählen lassen. Er verbietet gegen Rodel Ituralde vorzugehen, um den er sich persönlich kümmern will.

Seit neun Tagen hat sich die geschlossene Wolkendecke nicht bewegt. Der Himmel wirkt bedrohlich. In Salidar hat sich Siuan scheinbar dem Gefolge Lelaines angeschlossen. Diese hat sich dadurch, dass sie in Egwenes Abwesenheit zu deren eifrigster Verfechterin geworden ist, endlich einen Vorteil gegenüber Romanda erarbeitet, die sich zu lange auf ihrem Erfolg, die Verlorene Halima im Lager entdeckt zu haben, ausgeruht hat. Das Problem, welches Siuan nun sieht ist, dass Lelaine sich bereit macht Egwene als Amyrlin zu ersetzen. Siuan weiß aber, dass die Welt Egwene braucht. Sie nutzt ihr ganzes diplomatisches Geschick um Lelaine auch weiterhin gegen Romanda auszuspielen. Plötzlich eilt sie los. Sie muss für Gareth Bryne noch Wäsche richten bevor sie Egwene in Tel’aran’rhiod treffen will. Den Vorschlag Lelaines sie aus seiner Knechtschaft zu befreien lehnt sie aus taktischen Gründen ab. Auf dem Weg zu ihrem Zelt sinniert sie über die verpassten Chancen ihres Lebens. Der einzige Zweck ist immer die Rettung der Welt gewesen. Für Liebe, Freundschaft und Reisen hatte sie nie Zeit. Sie beneidet ihre tote Freundin Moiraine, um deren Gelegenheiten die Welt zu sehen. In ihrem gemeinsamen Zelt angekommen sticheln sie und Bryne sich gegenseitig. Sie fragt, was er nun vorhat. Er kontert mit der Frage, warum sie den ihm geschworenen Eid verletzt hat. Und plötzlich gesteht sie ihm die Geschichte ihres Lebens, wie sie mit Moiraine geschworen hat, die Welt zu retten und dass dieser Eid vorgeht. Daraufhin will er sie aus seinem Dienst entlassen. Sie sagt ihm klipp und klar, dass sie noch nicht mit ihm fertig ist und dass er sich das nicht wagen soll. Er akzeptiert und sagt ihr sie solle sich beeilen und Egwene grüßen. Siuan ist schockiert, dass Bryne Bescheid weiß und beeindruckt zugleich.
In der Traumwelt tauschen sie und Egwene Neuigkeiten aus. Egwene reagiert gelassen auf die verschwundene Verlorene, die Saidin lenkt und auch auf die von Rand angebotenen Asha’man, die sich mit Aes Sedai binden sollen. Der Rat soll sich weiter um alles kümmern. Ihr Auftrag in der Weißen Burg ist zu wichtig. Auf die Frage, wie sie Lelaine aufhalten soll meint Egwene – gar nicht. Sollte sie wiederkommen müsste Lelaine zur Seite treten, da sie ja Egwenes Verfechterin ist. Sollte Egwene sterben, bräuchten sie eine neue starke Amyrlin. Die beiden verlassen einander und in ihrem Bett gesteht sich Siuan die Liebe zu Gareth Bryne ein. Dies erscheint ihr seltsamer als alles andere in ihrem Leben zuvor.

In Malden herrscht Aufbruchstimmung. Perrin hält „Audienz“ während er jeden Wagen, der den Tross von über einhunderttausend Menschen begleiten soll, persönlich kontrolliert. Er ist sich seiner eigenen Stimmung nicht sicher. Er ist über den Sieg in Malden nicht froh. Er hat seine Frau, die er über alles liebt wieder. Aber was nun? Gerard Arganda, der Erste Hauptmann von Ghealdan, wünscht, dass seine Königin endlich aufbrechen darf. Perrin verbietet es. Alle werden zusammen losreisen. Wegetore stehen derzeit noch nicht zur Verfügung, da die Asha’man zu Tode erschöpft sind. Der Mayener Lordhauptmann Bertain Gallenne hingegen fordert Perrin auf, das neue Heer der Shaido anzugreifen, welches nun in der Nähe von Malden lagert. Perrin verneint auch dies und weist Gallenne in seine Schranken. Sein Sekretär Sebban Balwer wünscht von ihm, dass er aufhört im Dreck die Wagen zu inspizieren und sich seiner Stellung entsprechend zu benehmen. Außerdem hinterfragt er die Möglichkeit doch noch Zugriff auf einen Teil der Weisen Frauen der Shaido zu bekommen. Perrin verneint auch dies und schickt ihn weg. Auch Perrin sieht verwirrt farbige Explosionen von Rand und Mat, wenn er an sie denkt. Etwas zieht ihn zu Rand. Tam al’Thor berichtet über das gute Vorankommen der Abfuhrpläne und dass Perrin es schwer haben wird sein Gefolge von den Zwei Flüssen dorthin zurück zu schicken. Sie wollen ihm folgen bis zum Shayol Ghul. Perrin will das alles gar nicht glauben und vor allem versteht er nicht, wie er jetzt mit Faile umgehen soll. Es ist ihm egal, was sie in der Gefangenschaft tun musste. Ihn beunruhigt, wie sehr er denn Kampf gegen die Aiel genossen hat und was denn nun sein nächstes Ziel sein soll. Er ruft zum Marsch auf. Weg von Malden. Einfach los bis die Asha’man bereit sind Wegetore zu öffnen. Rand braucht ihn. Das ist sein neues Ziel.

Ituraldes Sieg liegt nun zwei Wochen zurück. Er und seine knapp vierzigtausend Mann haben sich in ein verlassenes Stedding zurückgezogen. Ihnen auf den Fersen ein neues Heer der Seanchan, noch stärker als das letzte. Auf Hilfe von den Tarabonern kann er sich nicht verlassen. Er überelgt ob er fliehen und den Vorteil des Steddings verlassen soll oder gegen die gnadenlose Übermacht stolz den Tod finden will. Sein Heer hält ihn für unbesiegbar und traut ihm sogar diesen Sieg zu. Er jedoch möchte eigentlich nur dem Willen seines Königs gehorchen und die Seanchan ins Meer zurück treiben. Er trifft die Entscheidung das Stedding zur Verteidigung gegen die Heerscharen der Seanchan vorzubereiten als Rand eintrifft. Er zieht Rodel sofort in seinen Bann. Er fordert ihn auf den sicheren Tod aufzugeben, da sein König höchstwahrscheinlich tot oder in der Gewalt Graendals ist. Er verlangt von ihm Saldaea in den Grenzlanden zu verteidigen und bietet ihm dafür einhundert Asha’man an. Außerdem lockt er ihn mit den Thronen von Arad Doman und Amadicia. Seine Bedingung ist allerdings Frieden mit den Seanchan. Rodel Ituralde versteht es zwar selbst nicht ganz, aber er willigt ein. Er soll einige seiner Offiziere bei Rand lassen, damit die Bevölkerung vertrauen in ihn fassen kann.

Rand ist mit den Offizieren Ituraldes in seinem Anwesen in Arad Doman eingetroffen. Dort ist Aviendha zur Strafe damit beschäftigt schwere Steine nutzlos durchs Lager zu tragen. Während Aviendha intensiv damit beschäftigt ist herauszufinden, warum sie die Strafen verdient hat, bricht plötzlich aus der Wache Adrin ein Feuer aus. Ohne zu schreien wird er zu einer weiß glühenden Masse die Hitze ausstrahlt und das Gebäude in dem Rand wohnt in Brand steckt. Instinktiv versucht Aviendha das Feuer mit der Macht direkt und mit Sand und Dreck zu löschen. Vergebens. Erst dann wird ihr bewusst, dass hier Wasser im Übermaß vorhanden ist. Sie leitet einen ganzen Fluss direkt in die glühende Masse und kann das Feuer zusammen mit einem Asha’man löschen. Schweiß- und dreckbeschmiert trifft sie auf die Aes Sedai Merise, die ihr anbietet sie zur Aes Sedai auszubilden. Melaine schnaubt nur des Angebotes wegen und lobt Aviendha intensiv für ihren Umgang mit der Macht. Sie verneint deren Vermutung sie habe durch die schlechte Ausbildung Rands in den Sitten der Aiel Schande auf sich geladen und weist sie darauf hin, dass nachdem sie ausgeschlafen hätte, sie über eine Strafe sprechen müssten, da sie ja mit dem Schleppen ihrer Steine nicht fertig geworden ist. Aviendha will Rand, aber erst wenn sie ihre Ehre zurück hat. Sie wird alles dafür tun.

Es ist nun über einen Monat her, seit Siuan Egwene die verstörenden Nachrichten in Tel’aran’rhiod überbracht hat und heute endlich hat Meidani nach ihr geschickt, um Unterricht bei ihr zu nehmen. Seltsamerweise hat auch die Braune Bennae Nalsaf nach ihr geschickt. Während ihres Aufenthaltes bei der Braunen erkennt Egwene, dass ihre Saat aufgegangen ist. Wie geplant hat die Braune angefangen nach dem dreizehnten Depositorium zu forschen und hat sich dabei Ärger mit ihrer eigenen Ajah eingehandelt. Nach diesem Besuch muss sie zur Weißen Nagora und dort ein Problem „logischer“ Natur zu bewältigen. Anschließend erhält sie die Aufforderung die gelbe Sitzende Suana zu besuchen. Hier wird ihr sogar das Angebot den Gelben beizutreten gemacht. Egwene verneint dankend, da die Amyrlin keiner Ajah angehört. Bei keinem der drei Gespräche erhält Sie eine Strafe, obwohl sie die Aes Sedai beim Vornamen nennt.
In Meidanis Gemächern fordert sie Gehorsam, da diese sich ihr als Amyrlin unterworfen hat und dennoch kann Meidani ihr nicht erzählen, warum sie nicht geflohen ist. Egwene beschließt ihr zu vertrauen und zeigt ihr das Schnelle Reisen. Die Graue führt sie in die Kellergewölbe der Burg, wo beide auf vier Sitzende von verschiedenen Ajahs treffen. Die vier Sitzenden sind empört über Meidanis Verrat und nehmen Egwene gar nicht ernst. Als diese allerdings herausfindet, dass man Meidani und andere einen vierten Eid mit der Eidesrute aufgezwungen hat, hält sie allen einen Vortrag über Moral und Gerechtigkeit. Sie findet heraus, dass die Anwesenden die Schwarze Ajah jagen und dass mindestens eine der Aes Sedai, die Siuan abgesetzt und Elaida erhoben haben, dem Schatten angehört. Dies macht die tatsächliche Rechtmäßigkeit Elaidas Position ausgesprochen fragwürdig. Egwene bedauert, dass die Rute nicht hier ist um die Drei Eide abzulegen und erwartet die schnellstmögliche Entbindung aller von diesem vierten Eid. Statt dafür bestraft zu werden, werden die vier Sitzenden über ihren Auftrag nachdenken. Das ist soviel wie Egwene erwarten konnte. Beim Verlassen des Raumes erkennt Meidani erstaunt, dass Egwene tatsächlich die Amyrlin ist. Sie kehren in den Raum Meidanis zurück.

Wochen nachdem Gawyn mit den Jünglingen zurück nach Dorlan geritten war kämpft er nun gegen zwei Behüter gleichzeitig. Es ist ein Übungskampf und er gewinnt ihn heute schon zum dritten Mal. Einer der Behüter, Sleete, bietet ihm an sich seiner grünen Aes Sedai als Behüter anzuschließen. Er ist der Meinung Gawyn sei soweit und hätte das verdient. Und auch wenn Gawyn im Moment nicht genau weis wo sein Ziel sein sollte lehnt er ab, in der Überzeugung dort nicht glücklich sein zu werden. Er hadert nach wie vor mit seinem Schicksal und seiner Entscheidung für Elaida. Im Versammlungshaus stößt er auf die Rote Katerine. Sie teilt ihm mit, dass die Amyrlin der Aufständischen, Egwene al’Vere, gefangen genommen wurde und jeden Tag gefoltert wird. Und endlich fällt ihm seine Entscheidung leicht. Die Jünglinge gehören nicht zu ihm. Sie gehören zur Weißen Burg. Seine Verantwortung liegt nun woanders. Er macht sich auf Dorlan zu verlassen und wird von Sleete überrascht. Dieser könnte ihn verraten und Gawyn weiß, dass er ihn töten würde, wenn es zu einem Kampf kommen würde. Aber Sleete versteht seine Beweggründe und wünscht ihm viel Erfolg. Gawyn weiß genau wo er hin muss, um Hilfe für Egwene zu finden.

Cadsuane und Sorilea betrachten beide Semirhage. Die grüne Aes Sedai ist wahrhaft überrascht in Sorilea, die kaum die Macht lenken kann, eine Ebenbürtige zu finden. Weder Schlafentzug noch die Androhung von Schmerzen bewirken irgendeine Reaktion bei der Schattenbeseelten. Als jedoch Sorilea feststellt, wie enttäuscht sie von der Verlorenen ist, weil sie so menschlich ist zuckt Semirhage zusammen. Eine so offenkundige Reaktion hat Cadsuane in dem ganzen Zeitraum der Befragung noch nicht erwirkt. Sorilea bittet darum den männlichen A’dam und das mächtige Sa’angreal sehen zu dürfen. Nur ungern willigt Cadsuane ein, aber immerhin hat Sorilea ihr das Schnelle Reisen beigebracht. Sorilea erkennt, wie böse das A’dam ist und fordert Cadsuane auf, mit ihr zusammen etwas wegen dem Wiedergeborenen Drachen unternehmen zu müssen, denn seit deren letzten Begegnung ist er schlimmer geworden. Die beiden beginnen einen Plan zu schmieden.

Rand wacht in einem ihm bekannten dunklen Korridor auf. Ihm wird schnell bewusst, dass er schläft aber ist kaum beunruhigt. Er betritt einen Raum in dem er früher einmal Ba’alzamon getroffen hat. Dort stehen zwei Stühle vor einem Kamin. Auf einem der beiden sitzt ein junger Mann, den Rand nicht kennt. Aber so wie ihm einst bewusst wurde, dass Ba’alzamon nicht der Dunkle König, sondern Ishamael war, erkennt er auch jetzt, dass dieser Mann der wiedergeborene Elan Morin Tedronai ist. Ishamael nennt sich nun Moridin und macht Rand sehr deutlich, dass der Dunkle König jeden seiner Diener aus dem Grab zurückholen kann, sofern dieser nicht durch Baalsfeuer getötet wurde. Moridin hinterfragt warum Rand ihn hier besuchen kommt und Rand ist entsetzt, weil er dachte Moridin hätte ihn hergeholt. Es wird deutlich, dass eine Verbindung zwischen den beiden besteht, die keiner von beiden versteht. Moridin war auch derjenige, der Rand beim Kampf gegen Sammael in Shadar Logoth geholfen hat und dessen Baalsfeuer mit seinem eigenen zusammengestoßen war. Moridin versteht auch nicht, warum Rand so sehr gegen den Dunklen König kämpft. Wenn nicht in diesem Zeitalter, dann wird er eben in einem anderen gewinnen. Und wenn es soweit ist wird er das Rad zerbrechen. Rand hingegen will den Dunklen König ein für alle mal töten oder versiegeln. Beim Versuch nach der Macht zu greifen erwacht er.
Als Rand erwacht ist Min bei ihm. Er teilt ihr mit, dass Baalsfeuer die Lösung für die Verlorenen sein muss. Sie verkündet dafür, dass sie vermutet, dass er die Siegel des Dunklen Königs erst vernichten muss bevor er erneut den Stollen schließen kann. Er glaubt, dass sie Recht hat. Min hat es sich zur Aufgabe gemacht in den alten Schriften zu lesen, bis sie für Rand herausgefunden hat, wie er eine endgültige Versiegelung des Stollens vollbringen kann. Er vertraut ihr in dieser Sache vollkommen. Er fühlt sich durch den Behüterbund noch immer an wie ein Stein, aber wie ein Stein mit Rissen. Ein Anfang.
Draußen ist Aviendha erneut mit einer nutzlosen Strafe beschäftigt. Sie musste ihren Behüterbrund zu Rand unterdrücken, als Sie bemerkte, dass Rand mit Min schläft. Amys trifft auf Aviendha als eine Gruppe Aiel zusammen mit einigen Asha’man im Lager eintrifft. Sie haben die Nachricht der Seanchan, dass diese bereit sind Rand erneut zu treffen. Diese Aiel sind über alle Maßen erzürnt, weil ihnen bei den Seanchan mit A’dam gebundene Aiel vorgeführt wurden. Sie wollen die Seanchan vernichten. Doch Aviendha weist darauf hin, dass die Fehde mit dem Dunklen König jede andere Fehde zurücktreten lassen muss. Um die Seanchan könne man sich hinterher kümmern. Amys kann ihr nur zustimmen, aber ist der Meinung, dass Aviendha von nun an genug verhätschelt wurde. Das Maß ihrer Strafen würde steigen. Aviendha ist fassungslos und kann einfach nicht verstehen was sie falsch gemacht hat.

Egwene nimmt als „Nussknacker“ an einer Diskussion dreier Weißer in deren Zimmer teil. Fast ist sie schon überzeugt tatsächlich nur als Dienerin zur Verfügung zu stehen als die Sitzende Ferane sie wie zufällig auffordert zu erzählen, wie sie sich an Stelle von Elaida in Sachen Wiedergeborener Drache verhalten hätte. Egwene beeindruckt mit ihrem außerordentlich logischen Konzept die Weißen so sehr, dass ihr diese, wie auch schon die Braunen zuvor, die Mitgliedschaft in ihrer Ajah anbietet. Egwene geht einen Schritt weiter. Sie fordert die Weißen auf, die Einheit in der Burg zu fördern und sich mit den Sitzenden anderer Ajahs zu treffen. Ihre oberste Priorität ist es, den tiefen Spalt in der Burg zu heilen. Da Ferane sie wie eine Gleichgestellte behandelt neigt Egwene sogar leicht den Kopf. Dies beeindruckt die Weißen fast noch mehr, da bekannt ist, dass diese Novizin sich nicht beugt. Noch mehr ist allerdings überraschend, dass Ferane dies ebenfalls mit einem Nicken quittiert. Das Angebot in die Ajah aufgenommen verneint sie natürlich aus den gleichen Gründen wie zuvor. Auf dem Flur trifft sie auf Katerine, bekanntermaßen schwarz und mittlerweile eine enge Vertraute Elaidas. Sie teilt ihr nach einer heftigen Dosis Spaltwurztee mit, dass sie fortan keinen Unterricht mehr erhalten wird und ihre Tage zukünftig nur noch aus fünfzehn Stunden Arbeit und Schlägen bestehen werden. Sie wird sofort in die Küche zum Arbeiten gebracht. Egwenes innere Überzeugung schwankt. Beim Putzen der Öfen versucht die Oberin der Küche Laras ihr zur Flucht zu verhelfen. Sie verneint die Flucht und bedankt sich. Sie kann nicht weichen. Was sie tut ist richtig und wenn sie dabei stirbt wird dies ein Zeichen setzen. Nach drei Stunden Arbeit im Ofen wird sie aufgefordert sich zu waschen, da sie heute Abend Elaida beim Essen bedienen wird. Ihr Plan, den gesamten Abend zu schweigen, wird zunichte gemacht, als sie sieht mit wem Elaida diniert. Es sind die Sitzenden der weißen, gelben, braunen, grauen und grünen Ajah. Wenn Egwene hier unterwürfig ist, wird dies alle ihre Pläne ruinieren. Somit konfrontiert sie Elaida auf Augenhöhe mit allen ihren Fehlern und schimpft sie ob Ihrer Ignoranz und Unfähigkeit einen Feigling. Elaida verliert vollends die Kontrolle. Sie züchtigt Egwene mit der einen Macht. Als die Sitzenden eingreifen wollen droht sie auch diesen. Egwene zieht sich Schnitte an den Armen zu und trotz intensiver Prügel mit der einen Macht steht sie auf und schaut Elaida direkt ins Gesicht. Sie würde auf der Stelle zurücktreten, wenn die weiße Burg dann geeint wäre. Sie würde mit Freuden die Hinrichtung akzeptieren, wenn sie eine kompetente Amyrlin zurücklassen würde. Die Weiße Burg ist wichtiger als sie selbst. Elaida beschreit sie als Schattenfreundin und lässt Soldaten diese Nachricht in der ganzen Stadt verbreiten. Egwene bricht bewusstlos zusammen und Trauer überfällt sie. Ihre Schlacht aus dem Inneren der Burg heraus hatte endgültig ein Ende gefunden.

Heute sind die Aes Sedai, die Rand die Treue geschworen haben, daran Semirhage zu befragen. Elza ist eine derjenigen, die Semirhage abschirmen. Cadsuane sitzt vor dem Gebäude und lauscht unerkannt mit Hilfe eines umgedrehten Gewebes. Die Befragung ist genauso erfolglos wie bisher. Plötzlich fällt einer der Dienerinnen mit einem lauten Knall ein Tablett herunter, weil Semirage „diesen Fraß“ nicht mehr essen will. Alle greifen vor Schreck zur Macht. Die befragende Schwester versucht Semirhage daher mit besserem Essen zu bestechen und da macht es bei Cadsuane plötzlich klick. Alle haben Ehrfurcht vor der Verlorenen – immerhin eine Legende. Sie greift Semirhage in die Haare und tritt ihr ohne Einsatz der Macht die Beine weg. Die Schattenbeseelte stürzt und Cadsuane fordert sie auf das heruntergefallene Essen vom Boden zu Essen. Semirhage flucht stattdessen und Cadsuane legt sie übers Knie. Sie verprügelt sie mit der blanken Hand vor den Augen von Schwestern und Dienern. Cadsuane hat verstanden. Nicht Schmerz oder Versprechen. Scham wäre der Weg, sie selbst zu brechen. Und Semirhage bricht. Nach Drohungen und Wutgeheul beginnt sie vor Scham zu weinen. Als Cadsuane das Bindegewebe löst springt Semirhage und isst vom Boden. Jetzt muss Cadsuane sich „nur noch“ um al’Thor kümmern.
Perrin und den Asha’man wird bewusst, dass ihre Reise länger dauern wird als geplant, da die Asha’man noch zu schwach sind, große Wegetore zu erschaffen. Trotzdem zieht etwas Perrin zu Rand. Aber Perrin hat noch ein ganz anderes, persönlicheres Problem. Seine verbesserten Sinne hat er endgültig akzeptiert. Was ihm Sorgen bereitet ist die Wut, die er im Kampf verspürt, der Kontrollverlust. Endlich trifft er die Entscheidung, die Lösung für sein Problem in seinen Wolfsträumen zu suchen, um den vagen Waffenstillstand zwischen ihm und dem Wolf in seinem Inneren zu besiegeln.

Siuan ist mit einem Korb Wäsche unterwegs. Sie hat endlich verstanden, dass sie zwar Brynes, aber nicht ihre eigene Wäsche waschen muss. Mitten im Lager herrscht heller Aufruhr. Der Rat tagt und lauter Novizinnen und Aufgenommene stehen nutzlos um den Pavillon herum und vor allem ihr im Weg. Der Grund dafür steht schnell fest. Die Fraktion um Elaida beherrscht nun ebenfalls das Schnelle Reisen. Siuan beginnt zu fluchen und lässt dies durch einen Boten unverzüglich Bryne, immerhin der Heerführer von Egwenes Armee, mitteilen, da sicherlich niemand daran gedacht hat, ihn über den Verlust ihres größten strategischen Vorteils zu informieren. Danach denkt endlich jemand daran die Ratssitzung der Flamme zu versiegeln und Siuan verlässt den Ort des Geschehens. Plötzlich taucht Sharina, eine siebzigjährige Novizin neben ihr auf. Sie nimmt ihr die Wäsche ab und wird sich darum kümmern. Viel wichtiger ist jedoch, dass sie Siuan mitteilt, wer diese wichtige Information durch das ganze Lager hat sickern lassen. Lelaine hat bewusst eine Versiegelung der Information untersagt und die Tatsache lauthals vor Novizinnen diskutiert. Sie will absichtlich die gefühlte Bedrohung im Lager erhöhen, um später die energische Hand zu sein, die die Kontrolle ergreift. Siuan erkennt auch warum Shamerin ihr dies erzählt. Jetzt verteidigt Lelaine noch die Idee Egwenes auch ältere Novizinnen aufzunehmen. Doch allen ist klar: Sollte Egwene nicht zurückkehren, wird diese Idee langsam in der Schublade verschwinden. Die älteren Novizinnen sehen ihr Schicksal eng mit dem Egwenes verknüpft und sind ihr treu ergeben.

Tuon ist sicher in Ebou Dar angekommen und hat die Rolle als höchstes Adelsmitglied übernommen. Umringt von ihrem Gefolge und ihren Wachen hält sie Hof. Selucia erklärt sie zu ihrer Wahrheitssprecherin. Als erstes wird Beslan, Sohn der verstorbenen Tylin und somit König von Altara, herbefohlen. Sie gibt ihm die Gelegenheit ihr die Treue zu schwören und zum Hohen Blut erhoben zu werden und seine Funktion als Herrscher zu behalten. Alternativ soll er hingerichtet werden. Die Wahl fällt Beslan nicht leicht aber er schwört und erkennt Tuon als einzige ihm überstehende Instanz an. Als nächstes tritt ihr General Galgan vor und konfrontiert sie mit zwei Problemen. Rand al’Thor, der im Norden und Osten einen aggressiven Verteidigungskrieg führt, und den Aes Sedai in Tar Valon. Er sieht die Machtlenkerinnen als größeres Problem und schlägt einen heftigen nächtlichen Anschlag mit einhundert Raken, fünfzig Damanen und einem Spezialkommando vor. Außerdem hält er es für unerlässlich das Schnelle Reisen zu erlernen. Er befürchtet zwar, dass dies den Drachen maßlos verärgern wird nimmt das aber als notwendiges Übel in Kauf. Tuon hat sich schon fast dafür entschieden als Generalleutnant Tylee Khirgan um eine Audienz bittet. Sie berichtet von dem Überfall der Trollocs in nicht einmal zehn Meilen Entfernung von Ebou Dar. Sie hat diverse Trollocköpfe als Beweis dabei. Tuon ist ob dieser bestätigten Gerüchte zunächst betroffen, fängt sich aber schnell. Tylee, die nur dem niedrigen Adel angehört und das auch erst seit Kurzem, nimmt sich dann auch noch heraus einen Ratschlag zu äußern, der Tuons Meinung offen widerspricht. Sie glaubt, dass der Wiedergeborene Drache und seine Anhänger bessere Verbündete als Feinde wären. Tuons erster Gedanke ist sie zu maßregeln, aber Selucia teilt ihr öffentlich mit, dass eine Entscheidung nicht immer durch zwei gleichstarke Seiten präsentiert wird. Daraufhin stimmt Tuon einem Treffen mit Rand zu und verbietet General Galgan Konfrontationen mit dem Wiedergeborenen Drachen. Natürlich müssten die Aes Sedai in Tar Valon trotzdem an die Leine gelegt werden, genauso wie der Drache sich vor dem Kristallthron verbeugen müsste. Sie vermisst Mat schrecklich und hofft, dass es ihm gut geht.

Nach dem Sieg über die Seanchan bewegt sich Mat mit siebentausend Mitgliedern der Roten Hand und den geretteten Aes Sedai langsam auf Caemlyn zu. Es sind noch zweihundert Meilen. Dort will er sich mit Estean und Daerid treffen um an Informationen und Vorräte zu kommen. Anschließend plant er die Rettung Moiraines aus dem Turm von Ghenjei. Die wenigen Vorräte und das nur sehr spärlich wachsende Gras sind sein größtes Problem. Deswegen wollen sie auch im Dorf Hinderstap, welches nur kurz voraus ist Halt machen und Vorräte einkaufen. Sein zweites Problem sind die arroganten Aes Sedai. Obwohl sie ihm ihr Leben schulden, zeigen sie nicht ein wenig Dankbarkeit. Sie erwarten sogar, dass er sie mit Gold, Pferden und Männern ausstattet, dass sie alleine vorreiten können, um schneller zu sein. Er verbietet dies. Er will gebeten werden und nicht gefordert. Talmanes erkennt als einziger, dass Mat seine Frau vermisst und daher so angespannt ist. Mat lacht ihn aus und freut sich auf eine Nacht in Hinderstap.

Perrin erwacht in der Luft schwebend in einem Wolfstraum. Springer ist dort und will mit ihm Laufen. Perrin fordert ihn stattdessen auf ihm den Wolfstraum zu erklären. Er muss endlich in der Lage sein dies zu kontrollieren. Springer will nicht, daher streckt Perrin seinen Geist weit aus, um von anderen Wölfen Hilfe zu erhalten. Springer meint das sei zu gefährlich. Perrin verwende zu viel Kraft hier. Als Perrin nicht stoppt stößt Springer ihn aus dem Traum.
Faile wacht neben ihm. Eine Woche ist seit dem Aufbruch aus Malden vergangen und die Asha’man sind noch immer erschöpft. Sie wartet darauf, dass er endlich schläft. Stattdessen schwört er ihr, dass er nicht mit Berelain geschlafen hat. Das ist ihr natürlich längst klar und sie versichert ihm, dass sie ihm glaubt. Als nächstes verzeiht er ihr alles, was sie womöglich in Gefangenschaft tun musste, um nicht zu leiden. Sie teilt ihm mit, dass nichts passiert ist und er diesen Unsinn lassen soll. Als Perrin schläft, steht sie auf. Bain und Chiad, die jetzt Ga’shain von Gaul sind, haben Besitztümer der gefallenen Bruderlosen besorgt. Faile und ihre Mitgefangenen bei den Shaido halten eine kleine Bestattungszeremonie für die Gefallenen ab. Jeder von Ihnen hatte in der Gemeinschaft der Shaido einen gefunden, der sie beschützt hatte gegen die Regelbrüche der Shaido. Aber sie mussten deren Tod bei der Befreiung in Kauf nehmen. Allen ist klar, dass es nicht anders hätte passieren können, aber dass ihr Tod notwendig war, macht sie traurig.
Perrin erwacht und trifft Entscheidungen. Er würde zur letzten Schlacht marschieren und den Wolf in sich kontrollieren. Er würde die Loyalität der Menschen, die ihm folgten lernen zu akzeptieren. Und er würde zulassen, dass Faile mit ihm in die letzte Schlacht ritt, auch wenn das bedeutete, dass sie erneut in Gefahr sein würde. Er würde lernen damit zu leben.

Semirhage sitzt in ihrer dunklen Zelle und redet sich ein nicht gebrochen zu sein und was sie ihren Peinigern alles antun wird, als Shaidar Haran auftaucht. Sie habe einen großen Fehler gemacht aber würde hiermit ihre letzte Chance erhalten. Plötzlich ist die Abschirmung verschwunden. Sie verlässt die Zelle und findet die Aes Sedai, die ihre Abschirmung aufrecht hielten, regungslos am Boden vor. Nur eine Aes Sedai lebt und schwört ihr zu dienen. Sie unterliegt einem Zwang und bittet darum diesen zu entfernen. Semirhage ist überrascht, weil die Entfernung eines Zwanges gefährliche psychische Schäden verursachen kann. Die schwarze Aes Sedai reicht ihr außerdem den männlichen A’dam, den Semirhage Dominanzkragen nennt. Plötzlich kann sie trotz Furcht wieder lächeln.
Rand, Ituralde und Bashere inspizieren in Saldaea die Grenze zur Fäule. Rand wiederholt, dass es aus verschiedenen Gründen besser ist, den Domani in Saldaea und Bashere in Arad Doman einzusetzen. Am Ende der Woche würde Ituralde seine einhundert Asha’man erhalten. Rand kehrt zurück zu seinen aktuellen Stützpunkt. Auf dem Weg in sein Zimmer führt er ein Gespräch mit Lews Therin in seinem Kopf. Beim Verschluss des Dunklen Königs muss ihn etwas berühren. Beim letzten Mal war es Saidin, welches verunreinigte. Er erfährt keine Alternative. In seinem Zimmer angekommen diskutiert Min mit ihm über sein aktuelles Verhaltensmuster. Rand stört sich an der Dienerin im Raum, aber ignoriert sie. Min wünscht sich, dass Rand wieder lachen kann und sich nicht von den Problemen der Welt auffressen lässt. Er erkennt, dass Min mit Cadsuane gesprochen haben muss und misstraut ihr sogar kurz. Er verwirft diesen Gedanken aber schnell wieder. Fast hat Min ihn überzeugt, als sie entsetzt die Augen aufreißt. Etwas Kaltes schließt sich um Rands Hals. Es ist der Dominanzkragen. Die Dienerin wird plötzlich zu Semirhage, als diese das Verkleidungsgewebe fallen lässt. Elza betritt den Raum und Rand hat kurz Hoffnung, doch stattdessen legt sie das zweite Armband des Kragens um. Nur knapp kann Semirhage einem Messer von Min ausweichen, die versucht sie zu töten. Sie bindet Min – Rand kann nichts dagegen tun, er kann sich nicht einmal bewegen, denn der Dominanzkragen, entgegen einem A’dam, verlangt absoluten Gehorsam. Die beiden foltern ihn brutal, doch Rand merkt, dass ihm Schmerz nichts mehr antun kann. Ihn kann nichts mehr verletzen. Doch Semirhage ist die Meisterin der Schmerzen. Sie zwingt Rand Min mit Saidin zu foltern und Rand gibt fast auf. Er muss unentwegt an den Mord an Ilyena denken. Als Semirhage ihn zwingt Min mit den eigenen Händen zu erwürgen zerbricht etwas in Rand. Und in dem Augenblick wird er sich einer neuen Macht bewusst. Sie ist stärker und mächtiger als alles was er bisher erlebt hat. Lews Therin versucht verzweifelt ihn davon abzuhalten doch Rand nutzt die Macht und zerstört den Dominanzkragen. Semirhage erkennt fassungslos, dass Rand die Wahre Macht des Dunklen Königs nutzt – Sie und Elza sterben in von Rand gewebtem Baalsfeuer. Lews Therin meint, dass selbst die Tötung Mins besser gewesen wäre als das. Rand lässt die Macht fahren. Wollte er vorher noch Min zustimmen und weicher werden ist ihm nun bewusst, dass Stahl zu sein nicht reicht. Er würde hart wie Cuendillar werden müssen. Er versagt sich von nun an jedes Gefühl.

Zwei der Aes Sedai, die Semirhage abgeschirmt hatten, leben noch. Nur die Tatsache, dass die zwei Behüter hatten, hat ihnen das Leben gerettet. Daigian ist tot. Cadsuane flucht innerlich, dass sie ausgerechnet heute Abend im Zelt der Weisen Frauen war. Rand verhält sich völlig ungebührlich und sie fährt ihn an. Er teilt ihr mit, dass die Gefahr gebannt ist und zeigt keine Regung. Stattdessen bringt er in Cadsuanes Gegenwart Narishma bei, Baalsfeuer zu weben. Sie blafft ihn an, dass dies verboten sei, doch er ignoriert es. Außerdem konfrontiert er sie mit dem Dominanzkragen und mit der leeren Kiste aus Ihrem Zimmer. Cadsuane ist entsetzt, denn sie hatte die Kiste mit den besten ihr bekannten Geweben geschützt. Sie wartet immer noch auf eine Erklärung und fragt sogar sauer, ob er jetzt eine Entschuldigung erwarte. Aber weit gefehlt. Er verbannt sie aus seiner Gegenwart und verbietet ihr bei Todesstrafe jemals wieder ihr Gesicht in seiner Nähe zu zeigen. Zuerst will sie dies als lachhaft abtun, aber ihr wird bewusst, dass wenn sie jetzt nicht geht, er sie töten würde. Draußen auf dem Flur ist ihr die Veränderung in Rand nur zu bewusst. Was sollte sie bloß tun, um ihm zu helfen?

Zwei Tage nach seiner Abreise aus Dorlan erreicht Gawyn das Heer der aufständischen Aes Sedai. Er folgt endlich seinem Herzen und will Egwene befreien. Er macht sich auf in das Fort, um Gareth Bryne zu treffen. Auf dem Weg dorthin sieht er unter den Wäscherinnen eine Aes Sedai, die sich jedoch zu verstecken scheint. Der Bitte Gareth Bryne zu rufen wird nicht nachgekommen. Stattdessen lacht man ihn aus und verweist ihn zum nächst höheren Vorgesetzten. Gawyn hat weder Zeit noch Lust sich durch die Ränge zu bitten und greift die vier Wachen an. Er ist bemüht niemanden zu töten und verteilt auch nur geringe Wunden. Bryne taucht kurz nach dem Kampf auf. In Brynes Zelt teilt Gawyn ihm seine neue Überzeugung mit und muss überrascht feststellen, dass Egwene tatsächlich die Amyrlin ist und dass es nicht leicht sein wird sie zu retten, da sie dies ausdrücklich verboten hat. Als Bryne auch noch erfährt, das es Gawyn war, der seine Truppen immer wieder angriff, kommt es fast noch zu einer Festnahme. Bryne verspricht ihm zu versuchen eine Audienz beim Rat für ihn zu bekommen.
Auf die Frage, wer denn die Aes Sedai sei, die er bei seiner Anreise gesehen hat reagiert Bryne verwirrt. Sie suchen diese Frau auf. Auf dem Weg dorthin versucht Bryne ihn zu überzeugen, dass Gawyn seine Wut auf Rand einstellen muss, da zu dem Zeitpunkt, als Morgase abgesetzt wurde, diese falsch gehandelt hat und das Reich beinahe vernichtet hätte. Es könnte sogar sein, dass Rand dem Land einen Gefallen getan hat, sollte er Morgase getötet haben. Gawyn kann das nicht glauben und hält an seinem Hass fest. Unter den Waschfrauen finden Sie die Shemerin, die behauptet keine Aes Sedai mehr zu sein. Sie bringen sie zum Rat. Dort soll auch Gawyns Audienz stattfinden.

Sheriam sitzt im Dunkeln in ihrem Zelt und dankt still Romanda für die Entdeckung Halimas, die sie immer wieder mit Saidin bestraft hat. Entgegen vieler anderer Meinungen bedauert sie es sehr ausgerechnet in der Zeit zu leben in der die Verlorenen und der Wiedergeborene Drache auftauchen. Vielleicht hätte sie doch eine Braune Schwester werden sollen. Plötzlich steht eine Frau mit überragenden Fähigkeiten in der Macht in der Tür. Ihr Gesicht ist durch die Macht verborgen. Sheriam schwört zu gehorchen und bekommt den Auftrag dafür zu sorgen, dass Egwene al’Vere abgesetzt wird. Außerdem soll sie binnen drei Tagen alle Traum-Ter’angreale stehlen und der Person ausliefern, ansonsten würde sie für jedes fehlende einen Finger oder einen Zeh verlieren.
Die weiße Sitzende Seaine besucht Egwene im Kerker. Diese ist zwar geheilt worden, man hat ihr aber keine neuen Sachen zur Verfügung gestellt. Sie ist weiterhin von zwei Roten abgeschirmt. Seaine erwartet, dass Elaida wegen des Vorfalles vor den Burgsaal diktiert wird. Allerdings wird es maximal mit einer vierwöchigen Buße enden. Es könnte allerdings sogar passieren, dass Elaida nachweisen kann, dass sie Egwene zuerst als Schattenfreundin wäre. Der Prozess bleibt abzuwarten. Die Weiße berichtet weiter, dass mittlerweile das gesamte Quartier der Gelben den Platz gewechselt hat. Es sterben Diener, Essen verdirbt. Es wird schlimmer. Egwene beschwört Seaine ihre Arbeit fortzuführen und nicht nachzulassen. Egwene geht in die Zelle. Sie würden sie nicht brechen.

(Quelle: www.radderzeit.de)

31 – Der Untergang der Shaido

In Lord Algarins Herrenhaus, dessen Besitzer zur Schwarzen Burg aufgebrochen ist, löchert Loial Rand mit Fragen zu allem, was geschehen ist, um seine Notizen zu vervollständigen. Er beschwert sich, dass Rand ihm nicht genug erzählt und Min rät ihm, sich an Cadsuane oder Verin zu wenden. Als Loial erwähnt, dass er sich um Mat und Perrin sorgt, sieht Rand beide vor sich und sagt ihm, dass es beiden gut geht. Plötzlich sieht er für einen Moment ein weiteres Gesicht vor sich: Das des Mannes, der ihm in Shadar Logoth das Leben rettete. Lews Therin ist überzeugt, dass der Mann sich seiner bewusst war und ihr gemeinsam gewobenes Baalsfeuer möglicherweise die Ursache dieser Verbindung ist, und für Rand fühlte es sich fast an wie eine Berührung. Rand hält den Mann für einen Schattenfreund und befürchtet, von ihm aufgespürt zu werden. Die anderen bemerken, dass er sich unwohl fühlt und Nynaeve untersucht ihn, findet aber nichts außer der unheilbaren Wunde an seiner Seite. Logain kommt hinzu und bringt Neuigkeiten aus Andor. Er bezeichnet sich als Lord und Cadsuane bestätigt, dass ihm der Titel zusteht. Wie befohlen, hat Logain gut die Hälfte der Männer aus der Schwarzen Burg, inklusive aller, die Aes Sedai banden, nach Arad Doman und Illian geschickt. In Ermangelung einer dortigen Führungsperson soll Lord Dobraine zeitweilig die Führung in Arad Doman übernehmen, während Rhuarc sich um die dortigen Schlägerbanden kümmert. Logain verdeutlicht, dass er Taim misstraut, aber Rand misstraut auch ihm und fast kommt es zum Streit, bevor Cadsuane dazwischengeht und auch Verin einen Kommentar abgibt. Rand bittet Cadsuane um ihren Rat. Sie hält einen Waffenstillstand mit den Seanchanern für unpopulär. Rand hält dem eine Prophezeiung der Aelfinn entgegen, nach der Norden und Osten sowie der Süden und Westen eins sein müssen und auch diese zwei. Da Rand laut den Prophezeiungen die Neun Monde an sich binden muss, will er schnellstmöglichst die Tochter der Neun Monde treffen. Loials Mutter, der Älteste Haman und Erith sind gerade eingetroffen und wollen Loial dringend sprechen. Nynaeve warnt Rand, dass ein schrecklicher Sturm naht.

Nur sehr zögernd begibt sich Loial zu seiner Mutter und den beiden anderen, aber zugleich ist er hingerissen, Erith wieder zu begegnen. Zeigt sich seine Mutter keineswegs begeistert von seinen Abenteuern, so gilt für Erith eher das Gegenteil. Sie bekräftigt, Loial zum Ehemann nehmen zu wollen, und beide werden vom Ältesten Haman vermählt. Offenbar berät der Große Stumpf darüber, das „Buch der Übersetzung“ zu öffnen. Während Loials Mutter Covril eindeutig dafür ist und sich auch vor dem Stumpf ausdrücklich dafür aussprechen will, ist der Älteste Haman vom Gegenteil überzeugt. Loial ist sich sicher, dass das Buch jetzt nicht geöffnet werden darf, und auch er würde gerne vor dem Stumpf sprechen. Voller Leidenschaft legt er vor den anderen seine Gründe dar, doch bevor er zu einem Ende kommt, entdeckt er durch ein Fenster tausende von Trollocs, die sich dem Landsitz nähern. Unter lautstarken Kampfrufen und mit Äxten bewaffnet stürmen er und der Älteste Haman los, um dem Angriff zu begegnen.
Rand, Logain, Cadsuane und Alivia spüren die Annäherung ihrer Feinde bereits, als die Warnrufe sie erreichen. Doch als Rand wie die anderen nach der Einen Macht greift, gelingt es Lews Therin, aufgrund der einsetzenden Übelkeit, statt seiner Saidin zu ergreifen. Auf der Stelle webt er zerstörerische Feuerblumen und wirbelnde Todestore zwischen den Trollocs. Weil Lews Therin verzweifelt bemüht ist, seine Hände zu heben, streckt Rand schließlich die Hände aus und sofort schießen tödliche Feuerpfeile heraus. Auch Logain und einige weitere Asha’man übernehmen zum Teil diese mächtigen Gewebe. Zwar kann Rand nicht die Gewebe selbst beeinflussen, aber zumindest die Richtung, in die sie gewoben werden, indem er seine Hände hin und her schwenkt. Als ein Außengebäude voller Soldaten aus Saldaea Feuer fängt, will Rand, dass Lews Therin es löscht, aber dieser ignoriert das einfach. Notgedrungen befiehlt Rand Logain, das Feuer zu löschen, was dieser auch fraglos tut. Dann ist der Angriff vorbei, praktisch alle Gegner wurden getötet. Doch Lews Therin denkt nicht daran, Saidin loszulassen, sondern nimmt immer mehr auf, bis Rand auszubrennen droht. Verzweifelt versucht er, den Mann zu überzeugen, die Eine Macht loszulassen, während er nach außen hin völlig ruhig bleibt. Als Logain die anderen informiert, wie viel Saidin Rand hält, wendet sich Cadsuane energisch an Min, um zu erfahren, was er fühlt. Diesmal ist es Rand, der eine Regel für Cadsuane aufstellt: Min nie wieder zu drohen und sie in Frieden zu lassen. Endlich willigt Lews Therin ein, dass sie bei Tarmon Gai’don sterben können, und lässt Saidin los.

Während Rand das Schlachtfeld inspiziert, verbrennen die meisten der anwesenden Aes Sedai und Asha’man die Kadaver der Trollocs und Myrddraal. Rand erhält eine Nachricht von Verin Sedai, in der sie schreibt, ihren Eid anderswo erfüllen zu wollen, und Rand rät, zum einen auf Cadsuane zu hören und zum anderen sehr misstrauisch gegenüber allen übrigen Schwestern zu sein. Als Rands Gruppe die Scheune mit den getöteten Saldeanern erreicht, ist diese plötzlich voller Fliegen. Obwohl er Logain aufträgt, die Fliegen fortzuschaffen, ist es Alivia, die diese Aufgabe übernimmt. Sie schaut sich ab, was sie kann, aber Rand hat noch niemanden gefunden, der gewillt ist, sie in der Anwendung Saidars zu unterrichten. Loial berichtet Rand, dass er aufbrechen muss, verspricht ihm aber, bei Tarmon Gai’don an seiner Seite zu stehen. Weil Rand jemanden braucht, der die restlichen Wegetore für ihn aufspürt, erklärt sich überraschend der Älteste Haman dazu bereit, der es Loial überlässt, vor dem Großen Stumpf in seinem Sinne zu sprechen. Davram Bashere ist zurückgekehrt, das Ausmaß des abgewehrten Angriffs hat ihn tief beeindruckt. Er bringt die Nachricht, die Tochter der Neun Monde sei in drei Tagen zu einem Treffen mit Rand bereit.
Unterdessen muss Nynaeve bedauernd feststellen, dass es Lan mit Macht wieder in die Grenzländer und die Fäule zieht. Sie verspricht, ihn in die Grenzlande zu bringen, und nimmt ihm dann den Schwur ab, zuerst nach Fal Moran zu reiten und jeden, der mit ihm reiten will, auch mitzunehmen. Statt, wie Lan glaubte, nach Schienar, bringt sie ihn jedoch nach Weltende in Saldaea, so weit entfernt von Fal Moran, wie es möglich ist, um noch innerhalb der Grenzlande zu liegen. Sofort im Anschluss besucht Nynaeve den Malkieri Weilin Aldragoran im saldaeanischen Kayacon. Sie gibt sich als Lans Ehefrau zu erkennen, fordert ihn auf, seine Verbindungen zu verwenden, um zu verbreiten, dass Lan auf dem Weg zum Tarwinpass ist, und verlangt außerdem von ihm, ihrem Mann zu folgen. Als aufrechter Malkieri kann Weilin das nicht verweigern und er schwört ihr, dass Lan nicht allein reiten wird. Nynaeve bricht sofort wieder auf, um die Nachricht in weiteren Städten zu verbreiten. Bereits am Abend will sie wieder in Tear sein.

Kaum betritt Rand mit Nynaeve, Cadsuane, Alivia, einigen Töchtern des Speers und natürlich Min eher verstohlen die Stadt Tear, zeigen sich bereits verräterische Anzeichen für seinen Ta’vaeren-Einfluss und er muss befürchten, dass seine Anwesenheit auffällt. Min sieht, dass einige der Einwohner verhungern werden. Einige der Dampfwagen Meister Poels haben von Cairhien aus die Stadt erreicht und dabei ungeheure Mengen an Waren ungewöhnlich schnell transportiert. Rand gibt zwei Jungen Gold für ihre Informationen über diese Dampfwagen, aber Mins Traurigkeit lässt für sie nichts Gutes ahnen. Um zunächst den Stein zu beobachten, nimmt Rand ein Zimmer im Drachen. Alivia ist sichtbar erschüttert, als in dem Gasthaus plötzlich eine Stimme mit seanchanischem Akzent erklingt, näheres über den Sprecher ist aber nicht zu erfahren. Im Zimmer angekommen, überkommt Rand Platzangst, weil es so eng ist, und auch Lews Therin in seinem Kopf geht es nicht besser. Als Rand nach Saidin greift, sieht er erneut den Mann aus Shadar Logoth vor sich. Er ist sich sicher, dass der Mann sich seiner bewusst ist; der Mann wirkt wütend und außerdem so, als sei ihm ebenso übel wie Rand. Durch ein Tor betreten Rand und seine Begleiterinnen den Stein, wo er mit Hilfe seines Bundes zu Alanna bald Hochlord Darlin und weitere Adelige findet. Weiramon und Anaiyella ließen ihre Truppen die Rebellen angreifen, was nicht nur zahlreiche Opfer forderte, sondern auch Darlins Verhandlungen einen Rückschlag bescherte. Wütend fordert Rand ihre Rückkehr nach Cairhien. Auch die anderen Hochlords und Hochladys haben sich von Illian aus auf den Weg nach Tear gemacht. Rand befürchtet einen Angriff der Seanchaner in Illian und befiehlt zornig deren Umkehr. Zumindest wurde endlich eine Einigung mit den Rebellen erzielt, auch wenn die Bedingungen Rand nicht zusagen. Als er deswegen ein drittes Mal wütend wird, versetzt Cadsuane ihm einen kräftigen Hieb mit Hilfe Saidars. Rand sieht ein, dass seine Bedingungen für eine Einigung erfüllt wurden, und er befiehlt Darlin, König von Tear zu werden, so dass die Rebellen diesem und nicht ihm selbst Treue schwören können. So schnell wie möglich soll König Darlin dann mit jedem verfügbaren Mann durch Tore nach Arad Doman aufbrechen. Auf Bitte von Weiramon dürfen er und Anaiyella Darlin begleiten, statt nach Cairhien zu gehen.

Für Harine din Togara ist es ein bitterer Weg zur Versammlung der Ersten Zwölf des Atha’an Miere, vor allem, da Zaida die neue Herrin der Schiffe ist und sie selbst hart für ihren Vertrag mit dem Wiedergeborenen Drachen bestraft wurde. Alle tragen Trauer wegen der Verluste bei der Flucht aus Ebou Dar und dass Talaan von Aes Sedai entführt wurde, sorgt ebenfalls für schlechte Stimmung. Als Gesandten des Coramoor hat Rand Logain zu diesem Treffen geschickt. Dieser fordert in seinem Namen genug Schiffe, um mindestens eine Million Menschen in Bandar Eban mit dem Nötigsten zu versorgen. Bevor die Atha’an Miere diese ungeheure Forderung ganz verdaut haben, trifft durch eine Herrin der Segel namens Cemeille eine schreckliche Nachricht ein: Die friedlichen Amayar, welche auf Tremalking und vielen weiteren Inseln des Meervolks lebten, haben allesamt Selbstmord begangen! Offenbar forderte eine Prophezeiung von ihnen, diese Welt zu verlassen, sobald die „Große Hand“ auf Tremalking schmolz. Als Zaida befiehlt, Schiffe zu allen Inseln zu schicken, um nach Überlebenden zu suchen, widerspricht ihr Logain, denn alle Schiffe sind für Bandar Eban bestimmt.

Romanda liest in ihrem Zelt und macht sich Gedanken über die Frischhaltegewebe, die zunehmend versagen, sowie darüber, dass jetzt mehr Novizinnen als früher für die Gelbe Ajah in Frage kommen – außer natürlich denen, die eigentlich zu alt sind. Nisao kommt hinzu und teilt ihr unter einem Lauschschutz mit, dass Egwene sie mit der Aufklärung der Morde an Anaiya und Kairen beauftragt hat, Lelaine jedoch will, dass sie ihre Untersuchungen einstellt. Angesichts von Egwenes beherrschtem Verhalten trotz deren schwieriger Lage, empfindet Romanda inzwischen durchaus Respekt für die junge Frau und offenbar ergeht es Nisao nicht anders. Die Gelbe berichtet, dass die Ermordeten und eine gewisse Cabriana Mecandes wegen ihrer engen Freundschaft von einigen Blauen „Die Drei“ genannt wurden. Irgendetwas an diesem Namen stört Romanda, aber sie kommt nicht darauf, was es ist. Sie trägt Nisao auf, statt der Amyrlin jetzt ihr Bericht zu erstatten. Da sie jetzt die Erste Weberin der Gelben ist, hat die Angehörige von Egwenes Rat keine andere Wahl, als sich damit abzufinden. Überraschend hat Lelaine eine Sitzung einberufen und Romanda macht sich sogleich auf den Weg. Kurz führt sie mit Tiana ein Gespräch über die erstaunliche Sharina, die zu Romandas Schrecken und im Gegensatz zu ihr selbst ein großes Talent für das neue Heilen zeigt. Zweifel über ihre Position bezüglich der älteren Novizinnen machen sich bei ihr breit, bevor sie diese Gedanken wieder verdrängt. Sobald die Sitzung beginnt, lässt Lelaine Merise Sedai holen, die von drei Behütern begleitet wird. Einer davon, Jahar Narishma, ist erschreckenderweise ein Asha’man. Merise fordert letzteren auf, ein Angebot des Wiedergeborenen Drachen vorzutragen, doch bevor er dazu kommt, versucht jemand, mit Hilfe Saidins zu lauschen. Hastig verlässt Delana die Sitzung, ohne sich durch Romandas Worte beruhigen zu lassen. Nacelle Sedai testet ein Gewebe an Jahar, welches erlaubt, Saidin aufzuspüren und sogar die Richtung zu zeigen, in die gewebt wird. Dann schickt Romanda sie wieder hinaus und fordert Jahar auf, das Angebot zu unterbreiten. Rand bietet an, dass Aes Sedai, die treu zu Egwene stehen, den Bund mit 47 Soldaten und Geweihten aus der Schwarzen Burg eingehen dürfen, ohne dass diese ablehnen können. Während hitzige Diskussionen einsetzen, bestätigt Merise, dass Saidin wieder sauber ist. Die Sitzenden nehmen Rands Vorschlag mit großer Mehrheit an. Auf Nachfrage gibt Jahar an, dass 51 Schwestern, die Elaida folgten, von Asha’man gebunden wurden und vier Asha’man von Schwestern, daher die ungewöhnliche Zahl 47, um für Ausgleich zu sorgen. Er fügt energisch hinzu, dass der fünfte, bereits gebundene Asha’man von einer der Verlorenen getötet wurde, welche Saidin lenken konnte. Endlich wird Romanda daraufhin die Verbindung zwischen den Ermordeten, Cabriana Sedai, Delana und Halima klar und sie folgert, dass letztere beiden Schattenfreunde sein müssen. Erst als klar wird, dass die Frauen geflohen sind, überzeugt sie auch alle anderen.

Als Novizin der Weißen Burg wird Egwene ständig zur Oberin der Novizinnen, Silviana Brehon, geschickt, um für ihr ungebührliches Verhalten bestraft zu werden. Sie bemüht sich, den Schmerz zu umarmen, wie die Aiel es tun, aber es ist nicht leicht. Dennoch hält sie hartnäckig an ihrer Stellung als Amyrlin fest, zuerst im Unterricht der Aufgenommenen, später auch beim „Einzelunterricht“ mit einzelnen Schwestern. Auch Alviarin besucht regelmäßig Silviana. Sie deutet mehrmals an, Egwene zur Flucht verhelfen zu wollen, aber die junge Amyrlin lehnt das eindeutig ab. Mit Hilfe von Spaltwurzeltee, den Egwene regelmäßig trinken muss, wird erreicht, dass sie nur einen Bruchteil ihrer üblichen Menge an Saidar lenken kann. So oft es geht, besucht sie Leane, die häufig Besuch von anderen Schwestern bekommt und vergleichsweise komfortabel untergebracht ist. Sorgfältig wählt Egwene die Dinge aus, die Leane weitergeben soll; die Grüne muss keine Bestrafung von anderen Schwestern fürchten und kann daher viel freier sprechen, als sie selbst. Auch haben ihre Worte mehr Gewicht, da sie ja von einer Aes Sedai kommen. Doch auch Egwenes Worte haben einiges Gewicht, denn von Siuan weiß sie zum Beispiel, dass es schon sechs Meutereien in der Burg gab. Diese und andere geheime Informationen machen viele der Schwestern zumindest nachdenklich und gelegentlich erfährt sie auch etwas Neues, wie dass Rand entführt wurde, dass ein Angriff auf die Schwarze Burg in einem Desaster endete oder dass Aes Sedai Rand die Treue geschworen haben. Nicola erweist sich als wertvolle Verbündete, denn sie bringt auch andere Novizinnen dazu, ihr mit Respekt zu begegnen. Viele Novizinnen suchen bald sogar Rat und Trost bei Egwene, letzteres vor allem, weil der Einfluss des Dunklen Königs sich auch in der Burg zeigt. Auch den Aufgenommenen lässt sie gelegentlich diesen Trost zukommen. Laras nimmt sie unterdessen vor Streichen in Schutz, wenn sie Arbeiten in der Küche verrichten muss. Sämtliche Ajah sind untereinander verfeindet und nie betritt eine Schwester die Räume anderer Ajah als ihrer eigenen, deren Eingänge ständig bewacht werden. Als Mattin Stepaneos das Gespräch mit ihr sucht, gibt sie ihm mit nur wenigen Sätzen einiges zum Nachdenken, denn er verfügt nur über wenige, größtenteils falsche Informationen über aktuelle Geschehnisse. Egwene begegnet auch Beonin, der es gelingt, sie zu überzeugen, dass sie keinen Verrat beging und wahrscheinlich keine Schwarze Ajah ist. Sie stellt klar, dass deren Eid noch immer gilt, und befiehlt ihr, die zehn Rebellinnen zu warnen, dass sie enttarnt wurden. Schockiert hört sie, dass es bereits Angriffe auf Schwestern gab. Zusätzlich erhält Beonin Befehle, was sie und die zehn in der Burg verbreiten sollen, um Elaidas Position zu schwächen. Am neunten Tag in der Burg zeigen sich allmählich die ersten Erfolge ihrer Bemühungen: Doesine bestraft sie nicht dafür, sich als Amyrlin zu bezeichnen, Silviana plaudert mit ihr und zeigt Anzeichen von Resignation und sämtliche Novizinnen erheben sich, sobald sie den Speisesaal betritt. Das Essen wird ihr gebracht und ein Kissen liegt für sie bereit, das sie allerdings beiseite legt. Es ist sogar Honig in ihrem Tee!

Tarna Feirs Dienst als Behüterin der Chronik unter Elaida ist nicht leicht. Die ständigen Wutausbrüche der Amyrlin sorgen dafür, dass ein offenes Gespräch kaum zustande kommt, und nur wenige ihrer eigenen Vorschläge finden auch nur Gehör, geschweige denn ihre Umsetzung. Auch ist Tarna auf der wenig ergiebigen Suche nach Roten Schwestern, welche bereit sind, Behüter aus der Schwarzen Burg an sich zu binden. Weder von Meidani, welche Elaida ständig besucht, noch von den übrigen Rebellen in der Burg war bisher etwas Neues zu erfahren. Tarna betritt die Quartiere der anderen Ajah nur selten, doch der neuste Befehl Elaidas wird ihr keine andere Wahl lassen: Die Sitzenden jeder Ajah, welche sich nicht an den Arbeiten an den Häfen beteiligen oder weiterhin die Gespräche mit den Rebellen aufsuchen, sollen täglich Bußen durch Silviarin bekommen. Sie selbst soll diesen Befehl in allen Ajah-Quartieren aushängen, Elaida lässt keine Einwände gelten. Erstmals nach deren Festnahme erkundigt sich Elaida nach Egwene und Tarna gibt sich zuversichtlich, dass diese bald jeden Trotz aufgibt. Elaida beschließt, dass Egwene ihr und Meidani noch am selben Abend beim Essen aufwarten soll.
Mat ist mit seinem Gefolge auf dem Weg nach Murandy, seit er den Wanderzirkus verließ. Inzwischen unterrichten die Aes Sedai auch die ehemalige Sul’dam Seta, allerdings erst, nachdem diese, genau wie zuvor Bethamin, von sich aus Saidar lenkte. Als bei einem Halt eine hochgiftige Schlange entdeckt wird, lässt Mat sie ziehen und direkt im Anschluss erlaubt Tuon ihm, sie zu küssen. Nachdem sein erster Ansatz etwas zu keusch ausfällt, küsst er sie gründlich. Es ist offenbar Tuons erster richtiger Kuss. Vanin kehrt zurück und hat Talmanes im Schlepptau, der Neuigkeiten über Egwene bringt. Auch erfährt Mat von ihm, dass nur ein Teil der jetzt deutlich größeren Bande Talmanes gefolgt ist und der Rest in Murandy blieb, und von dessen einträglichem Handel mit König Roedran. Die folgenschwerste Nachricht ist jedoch, dass der einzige bekannte Pass durch die Damonas verschüttet wurde, denn nun muss ein anderer Weg aus Altara heraus gefunden werden.

Tuon ist überrascht, dass Mat mit dem Wiedergeborenen Drachen aufwuchs, und sie und Selucia folgen ihm und Talmanes dichtauf, um mehr Interessantes zu hören. Sie erfahren jedoch nur wenig, am wichtigsten noch eine neue Armbrusttechnik, die der Bande der Roten Hand deutlich schnellere Schüsse erlaubt, als es selbst Mat je gehört hat. Thom berichtet den beiden, dass Mat – genau wie Rand al’Thor und früher Artur Falkenflügel – ein Ta’veren ist, doch Tuon hält es für Aberglauben. Sobald sie das Lager der Bande erreichen, ist sie überrascht über die offensichtliche Zuneigung der Soldaten Mat gegenüber und auch über die recht gute Disziplin der Truppe. Es gibt sogar einen Kartenmacher im Lager, die Positionen der seanchanischen Lager sind recht gut bekannt und auf einer der Karten vermerkt. Tuon möchte diese Karte mindestens so gerne vernichten, wie sie sich eine der neuen Armbrust-Winden beschaffen möchte. Während Mat die begehrte Karte betrachtet und Fragen dazu stellt, will Tuon von seinen Offizieren erfahren, was er vorhat. Sie glaubt nicht, dass es Mat gelingen kann, die Bande aus Altara herauszubringen, aber die Offiziere sind verblüffend zuversichtlich. Tuon verspürt ein Frösteln, als sie erkennen muss, dass sie noch immer praktisch nichts über Mat weiß, der jetzt völlig in der Schlachtplanung aufgeht.
Perrin versetzt durch den Aquädukt das Trinkwasser Maldens mit Spaltwurzel und schickt einen Spähtrupp auf demselben Weg voraus in die Stadt, um Faile in der Festung zu treffen. Am liebsten würde er selbst mitgehen, um eher bei Faile zu sein, aber er weiß, dass er für den Angriff gebraucht wird und kehrt ins Lager zurück. Dort berichtet Tylee, dass siebentausend Weißmäntel unter Galad nicht weit entfernt sind, auch wenn sie nach Norden ziehen und damit für Perrins Pläne von geringem Interesse sind. Wichtiger ist jedoch, dass zwei große Gruppen Aiel sich Malden nähern. Plötzlich scheint die ganze Welt Wellen zu schlagen, doch zumindest Perrin lässt sich davon nicht beeindrucken.
In Malden wehrt Faile beharrlich einen weiteren Annäherungsversuch Rolans ab, obwohl es ihm gelingt, sie zum Lachen zu bringen. Sobald er fort ist, verlangt Galina energisch von ihr den Eidstab. Faile verlangt im Gegenzug von ihr, zu bestätigen, dass diese sie mitnimmt, wenn sie geht. Nach einem kurzen Schlagabtausch tut es die Aes Sedai. Galina verlangt von ihr, sich am nächsten Morgen am Südende der Stadt mit ihr zur Übergabe zu treffen, und droht, sie andernfalls zu verraten.

Obwohl er eine Falle befürchtet, begibt sich Rand zum Treffen mit der Tochter der Neun Monde. Begleitet wird er von Nynaeve, Cadsuane, Logain und zwei weiteren Asha’man – und von Min, auch wenn er damit eine Person mehr mitbringt, als vereinbart. Die Tochter der Neun Monde wird dafür von sechs Sul’dam und ihren Damane flankiert. Nynaeve stellt durch ein Ter’angreal fest, dass jemand von ihnen die Eine Macht lenkt, auch wenn sie nicht sagen kann, wer. Als Cadsuane etwas dagegen unternimmt, stellt sich die angebliche seanchanische Thronfolgerin als die Verlorene Semirhage heraus. Sobald Rand sie erkennt, greift er nach Saidin, die Übelkeit trifft ihn und Lews Therin ringt mit ihm um die Kontrolle über die Eine Macht. Als die Verlorene einen Feuerball auf ihn schleudert, weicht er nicht aus, weil Min hinter ihm steht, und wird getroffen. Wenig später kommt er wieder zu sich. Seine linke Hand ist verschwunden, nur ein verkohlter Stumpf ist geblieben und auch seine Sehkraft ist beeinträchtigt. Dennoch gelingt es ihm schließlich, Saidin zu ergreifen, aber der Kampf ist bereits zuende. Semirhage ist abgeschirmt und gefesselt, ebenso die überlebenden fünf Damane. Außer Rand sind auch die beiden Asha’man verletzt, aber beide können leicht geheilt werden. Es trifft Verstärkung ein und sichert das Gelände. Nynaeve heilt Rand, aber die Hand bleibt verloren. Semirhage, die sich bei den Seanchan als die Wahrheitssprecherin Anath Dorje ausgab, enthüllt, dass Rand die Stimme Lews Therins in seinem Kopf hat, und auch freimütig ihre Identität. Die Sul’dam und Damane sind schockiert, und das umso mehr, als sie erfahren, dass Rand der Wiedergeborene Drache ist. Er schickt sie zurück nach Ebou Dar, um ein echtes Treffen mit der Hochlady zu arrangieren. In dem Herrenhaus, bei dem das Treffen stattfand, ist niemand mehr am Leben und es werden fünf A’dam für Frauen und sechs für Männer gefunden, da Semirhage offenbar glaubte, ihn und seine Begleiter in jedem Fall gefangennehmen zu können.
Im Schutze der Dunkelheit führt Mat einen der sechs ersten koordinierten Angriffe an, die die Seanchaner provozieren sollen. Er hofft, dass sie schließlich das Heer aus der Molvainekluft abziehen, wenn er hart genug zuschlägt, und so den Weg aus Altara heraus freimachen. Als er Tuon, Selucia und Teslyn von seinen Plänen berichtet, während er auf Nachricht von Vanin wartet, sind alle drei überrascht und starren ihn lange schweigend an. Durch die Schnelligkeit seiner Armbrustschützen genügen zwei Salven, um den anschließenden Kampf zu seinen Gunsten zu entscheiden, obwohl seine Männer zwei zu eins unterlegen sind. Unerkannt und ohne eigene Verluste zieht Mat seine Truppen zurück, um noch in dieser Nacht zum nächsten Schlag auszuholen.
Übersicht
 
11. Kapitel:
Dairaine Saighan, eine weitere von Sevannas Gai’schain, bekommt Wind von Failes Fluchtplänen, wird aber überwältigt, bevor sie etwas verraten kann. Bain und Chiad schaffen Dairaine aus dem Blickfeld, aber jetzt müssen Faile, Maighdin und Alliandre alleine heil durch Malden kommen; auch wenn es noch sehr früh am Morgen ist, ein riskantes Unterfangen. Arrela und Lacile schließen sich den dreien an. Kurz nachdem Faile den Stab für Galina aus seinem Versteck geholt hat, treffen sie im Süden Maldens auf die Aes Sedai, welche sie in den Keller eines brüchig wirkenden Hauses führt. Kaum hat Faile ihr jedoch den Stab übergeben, lässt Galina sie dort zurück und das Haus bricht über ihnen zusammen. Nur leicht verletzt, aber unter Trümmern nahezu begraben, scheint es keinen Ausweg zu geben. Die fünf Frauen versuchen, sich durch die Trümmer zu arbeiten, aber diese sind so verkeilt, dass sie jederzeit nachgeben und sie endgültig begraben könnten, also müssen sie den Versuch bald aufgeben. Das rote Band, welches ursprünglich Galina als Markierung für sie hinterließ, könnte möglicherweise Aufmerksamkeit erregen und zur Rettung führen, wenn es Maighdin gelingt, mit Hilfe Saidars damit Zeichen zu geben. Es gelingt ihr zwar nur selten, aber Aufgeben kommt nicht in Frage.
Galina muss unterdessen feststellen, dass Perrins Angriff bereits beginnt, und flieht.

Mit Hilfe Saidins hat Neald vor Malden eine weitläufige Nebelwand geschaffen, die den Aufmarsch von Perrins Truppen deckt. Entgegen Perrins Befehl bleibt Masema mit seiner Leibgarde in der Nähe statt bei seinen rund zwanzigtausend Drachenverschworenen im Osten. Perrin schickt alle, die keine Soldaten sind, unter Führung Basel Gills nach Norden, um sie vor der Schlacht in Sicherheit zu bringen. Er hört, dass die Weisen Frauen von den Aes Sedai das Heilen gelernt haben, und als Masema Rand erwähnt, sieht er, dass dessen linke Hand fehlt. Gueye Arabah, ein seanchanischer Leutnant, bringt die Botschaft, dass die zwei weiteren Aiel-Truppen bereits etwa gegen Mittag eintreffen werden, aber Perrin ändert seine Pläne nicht, da er davon ausgeht, dass die Schacht bis dahin vorbei ist.
Als Maighdin nach langen Mühen ein weiteres Mal das rote Band zum Pendeln bringt, werden Faile und ihre Begleiterinnen endlich gefunden. Überglücklich stellen sie fest, dass ihre Entdecker Failes Gefolgsleute sind und nicht die Shaido. Theril, der Junge der auch Therava den Stab entwendet hatte, hat gesehen, dass Galina das Haus zum Einsturz brachte. Mit Failes Leuten kam auch Rolan, der ohne weiteres Zögern versucht, sie heil aus dieser Klemme zu holen.
Durch ein Tor von Grady bringt Tam al’Thor Verstärkung von den Zwei Flüssen heran. Tam berichtet, dass Taim und seine Leute an den Zwei Flüssen vierzig Jungen und Männer für die Schwarze Burg angeworben haben. Taim hat behauptet, Rand hätte ihn geschickt und sei der Wiedergeborene Drache. Perrin bestätigt das und ernennt Tam dann zu seinem Ersten Hauptmann vor Arganda und Gallenne. Als ein kleiner Trupp Shaido das Lager verlassen will, lässt Perrin seine Truppen aus dem Nebel heraus aufmarschieren. Wie erhofft, verlassen daraufhin alle Algai’d’siswai der Shaido das Lager, um sich den Angreifern zu stellen. Feuerbälle und Blitze fliegen heran, werden aber unschädlich gemacht. Edarra schätzt, dass etwa 15 bis 20 Weise Frauen dem Tee entgangen sind. Während ein Teil der Shaido versucht, ein Zangenmanöver durchzuführen, stürmt der Rest heran. Perrin spürt bereits die Aufregung, die ihn stets im Kampf packt. Tam lässt die Bogenschützen feuern und kurz darauf schlagen die Seanchaner von den Seiten her mit ihren Damane zu. Auch die Weisen Frauen und Aes Sedai greifen jetzt ein. Die Shaido weichen zurück und Perrins Truppen und die Seanchaner rücken jetzt unerbittlich vor. Seite an Seite mit Aram stürzt sich Perrin, von Kampfeswut gepackt, mitten in die Schlacht.

Mit einer riskanten Aktion gelingt es Rolan, Faile und die anderen aus den Trümmern zu holen, bevor das Gebäude völlig in sich zusammenfällt. Nur drei Mera’din sind zugegen, aber mindestens Hundert von Failes Leuten. Maighdin bricht zusammen, nachdem sie etwas Wasser trinkt; Faile schreibt es deren Erschöpfung zu. Rolan will Faile vorerst verstecken und sie dann in den Wald bringen. Niemand weiß, gegen wen gerade gekämpft wird.
Mitten im Lager der Shaido wird Perrin überraschend von Aram angegriffen, der offenbar von Masema aufgehetzt wurde. Mühsam wehrt er dessen geschickte Angriffe ab. Perrin stürzt beinahe, aber Aram wird von zwei Shaido-Pfeilen getötet, bevor er zuschlagen kann. Endlich hat Perrin das Stadttor erreicht und sieht inmitten von Gai’schain Faile im Griff eines hünenhaften Algai’d’siswai. Die beiden Männer stürzen mit erhobenen Waffen aufeinander zu. Als Faile seinen Namen ruft, zögert der Shaido und Perrin tötet ihn auf der Stelle. Dann fallen er und seine Frau sich in die Arme. Da weitere Shaido anrücken, befiehlt Faile ihren Gefolgsleuten, sämtliche Gai’schain nach Norden zu schicken, wo es am sichersten sein sollte. Als Perrin vom Versprechen der Aes Sedai berichtet, ist Faile sich endgültig sicher, dass Galina eine Schwarze Ajah sein muss. Theril holt die Leute hinzu, die sich in die Festung begeben hatten. Gaul macht sich in Begleitung Elyas‘ auf die Suche nach Chiad. Seonid besteht darauf, dass Galina vor Gericht gestellt werden muss, Perrin stimmt schließlich zu, sie den Aes Sedai zu überlassen, sobald sie gefunden ist. Bannergeneralin Tylee kommt hinzu und erstattet Bericht. Die meisten von Masemas Leuten haben den Tod gefunden und mindestens zweihundert Weise Frauen wurden zu Damane gemacht. Es gab bei Perrin und den Seanchanern kaum hundert Mann Verlust. Masema selbst allerdings ist mit einigen seiner Anhänger entkommen. Tylee hat auch Sevanna gefangen, die jetzt praktisch nackt vor ihr auf dem Pferd liegt. Faile beansprucht deren erbeutete Juwelen, um mindestens hunderttausend befreiten Gai’schain ernähren und wieder einkleiden zu können. Perrin verdeutlicht, dass Ghealdan unter seinem Schutz steht, und im Anschluss reichen er und Tylee sich freundschaftlich zum Abschied die Hände.
Galina wird von Therava erwischt und muss ihr den Stab zurückgeben. Die Weise Frau ist dem Angriff mit einigen Shaido entkommen und will jetzt zurück in das Dreifache Land, um den Clan wieder aufzubauen. Innerlich gebrochen muss Galina feststellen, dass sie Therava niemals entkommen wird.

Nachdem in Caemlyn eine weitere Kusine ermordet wurde, verlangt Elayne von Sumeko und Alise, dafür zu sorgen, dass die Kusinen stets mindestens zu dritt oder zu viert bleiben. Duhara Basaheen von der Roten Ajah kommt hinzu. Elaida hat sie als Beraterin zu Elayne geschickt, welche sie allerdings nach wenig freundlichem Empfang aus dem Palast weist. Hark hat Hauptmann Mellar drei Nächte hintereinander zu einem Haus in der Vollmondstraße verfolgt. Es gehört einer Lady Shiaine und offenbar halten sich dort auch zwei bekannte Schwarze Ajah auf. Sofort gibt Elayne den Befehl, Mellar zu verhaften, und lässt Birgitte und die Aes Sedai mit ihren Behütern holen. Gemeinsam mit letzteren und einer Abteilung Gardistinnen macht Elayne sich in der Morgendämmerung unter Harks Führung auf den Weg zu dem Haus. Da aller Wahrscheinlichkeit nach entweder Careane oder Sareitha ebenfalls eine Schwarze Ajah ist, sorgt Elayne dafür, dass die eine mit ihr und die andere mit Vandene verknüpft ist, als die vier Aes Sedai alleine das Haus betreten. Es gelingt ihnen, die zwei Schwarzen Ajah und Shiaine zu fangen, doch plötzlich tauchen vier weitere Schwarze Ajah auf und überwältigen Elayne und ihre Mitstreiterinnen. Marillin benennt Careane als Schattenfreundin, woraufhin Vandene diese ersticht. Dann töten die Schattenfreundinnen sie und Sareitha, denn sie brauchen nur Elayne.

Als Elayne sich plötzlich benommen fühlt, zögert Birgitte zunächst, einzugreifen. Dann jedoch stürmen die übrigen Behüter blindlings zum Haus, was bedeuten muss, dass ihre Aes Sedai getötet wurden. Da Elayne jedoch noch lebt, hetzt Birgitte zum Palast zurück, um Verstärkung zu holen. Obwohl an der Nordmauer gerade der bisher heftigste Angriff auf die Stadt stattfindet und Dyelin Widerspruch erhebt, will sie alle verfügbaren Truppen zur Befreiung Elaynes einsetzen, die sich bereits auf dem Weg aus Caemlyn heraus befindet. Doch damit sind die Neuigkeiten noch nicht komplett, denn die sechs unentschiedenen Häuser haben sich in Richtung Caemlyn in Bewegung gesetzt. Es gelingt Birgitte, die verbliebenen Windsucherinnen dazu zu bringen, ein Tor für die Truppen zur Rettung Elaynes zu weben. Kurz vor dem Auszug der Truppen berichtet ein verwundeter Soldat, dass Söldner aus dem Stadtinneren eines der Tore angreifen. Die Behüterin trägt Dyelin auf, jeden, der ein Schwert halten kann, zum Halten des Tores und der Mauer einzusetzen, und bricht dann durch das Tor der Windsucherinnen mit etwa zwölftausend Soldaten auf. Schnell wird klar, dass Arymilla mit allen verfügbaren Truppen vor der Stadt ist, denn ihre Lager sind praktisch verlassen. Zuerst jedoch wird der vor Reitern umgebene Wagen angegriffen, in dem sich Elayne befindet. Weil die Schwarzen Ajah erbarmungslos sogar Baalsfeuer einsetzen und hohe Verluste drohen, die Elaynes Anspruch auf Andor zunichte machen können – und damit auch ihren Vertrag mit dem Meervolk – greifen die Windsucherinnen schließlich ein. Eine der Schwarzen Ajah wird getötet, die übrigen und ihre Begleiter gefangengenommen.

Wegen Mins Vorhersage fühlt sich Elayne trotz ihrer unbequemen Lage völlig sicher. Sie spürt, wie ihre Behüterin plötzlich die Position wechselt und wenig später die Macht gelenkt wird. Nachdem der Wagen, in dem sie gefangen ist, heftig erbebt, löst sich auch ihre Abschirmung und wenig später wird sie von Birgitte befreit. Obwohl Arymilla deutlich mehr Soldaten zur Verfügung hat als Elayne, befiehlt sie, den Angreifern am Far-Madding-Tor in den Rücken zu fallen. Nachdem es ihr gelungen ist, die Windsucherinnen zum Weben eines weiteren Toren zu überreden, kann der Angriff beginnen. Weil das Stadttor noch gehalten wird, sitzen Arymillas Truppen in der Falle und ergeben sich schließlich nach hartem Kampf. Arymilla, Naean und Elenia sind wie für eine Krönungzeremonie gekleidet, als sie vor Elayne geführt werden. Alle drei sehen dem Ruin entgegen, da zu den immensen Kriegskosten jetzt noch hohe Lösegeldforderungen auf ihre Häuser zu kommen. Nach einem Schlaganfall ihres Großvaters ist jetzt Sylvase die Hohe Herrin von Haus Caeren und sie erklärt sich für Trakand, sobald sie gebracht wird. Kaum hat Elayne Haus Caeren willkommen geheißen, deren neue Hohe Herrin offenbar einen sehr harten Kern hat, da erklären sich auch Lord Lir und Lady Karind für Haus Trakand.

Im Osten Altaras betritt der Totenwächter Furyk Karede ein seanchanisches Lager. Wegen der Gerüchte, die unter den Seanchanern kursieren, sind er und seine Begleiter ständigen Beleidigungen ausgesetzt, aber die Notwendigkeit, die Hochlady Tuon zu finden, ist zu stark, als dass er angemessen darauf reagieren könnte. Der Kommandant des Lagers, Bannergeneral Gamel Loune, beachtet jedoch die Gebote der Höflichkeit und teilt sogar seinen letzten Kaf mit Karede, während sie ein Gespräch unter vier Augen führen. Loune berichtet von zahlreichen Zusammenstößen mit einem noch völlig unbekannten Gegner. Es wurden keine Gefangenen gemacht und noch nicht einmal die Toten wurden zurückgelassen. Loune schätzt, dass sie es mit zwanzig- bis dreißigtausend Feinden zu tun haben, und deren Kommandant hat bisher jeden Gegenstoß vernichtend zerschlagen. Karede folgert, dass der geheimnisvolle Thom Merrilin, dessen Spur er folgt, möglicherweise einer der hiesigen Heerführer sein könnte. Für ihn ist klar ersichtlich, was dieser Merrilin bezweckt, und er macht sich mit seinem Trupp entschlossen auf in Richtung Malvidedurchgang.

Jarid Sarand hat einen Teil von Elaynes neuen Gefolgsleuten mit sich genommen und niemand weiß, was er jetzt vorhat. Zugleich haben die sechs unentschlossenen Häuser ihre Lager vor Caemlyn aufgeschlagen und fordern jetzt freies Geleit für ein Treffen, was einer Beleidigung gleichkommt. Elayne hat jetzt neun Häuser hinter sich, aber sie braucht noch mindestens ein weiteres, um die Krone Andors zu erlangen. Erneut fragt sie Dyelin, ob sie nicht Königin werden will, denn sie bekäme problemlos eine Mehrheit, aber die Lady bekräftigt, dass sie Elayne für besser geeignet hält. Eine Weile beschäftigt sich die Tochtererbin mit Angelegenheiten wie Spionen, Brandstiftungen und allgemeinem Papierkram. Weil die gefangenen Schattenfreunde nicht reden wollen, will sie sich von Sylvase deren „Sekretär“ für die Befragung ausleihen. Außerdem steht ihre tägliche Untersuchung durch ihre neue Hebamme an, dank Melfane Dawlish hat sich immerhin ihr Speiseplan sehr zum Besseren verändert. Umgeben von den Lords und Ladys, die sie für sich gewinnen konnte, empfängt Elayne schließlich im Thronsaal die Anführer der unentschiedenen Häuser. Nach einigen – teilweise auch bissigen – Wortwechseln erklären sich schließlich fünf der Häuser für Trakand. Einzig Ellorien spricht sich nicht für Elayne aus und nimmt auch nicht an den weiteren Gesprächen teil, sondern verlässt den Palast. Sie stellt vor ihrer Abreise lediglich kühl fest, dass jetzt entschieden ist, wer die Krone bekommt, und dass ihr Haus bei Tarmon Gaidon für Andor reiten wird.

Karede erreicht das Lager der Bande der Roten Hand und muss feststellen, dass er mit Thom Merrilin den Falschen verfolgt hat. Dennoch ist die Hochlady dort und sein ergebener Diener Ajimbura eilt zurück zu seinen Männern, um diese zu informieren. Mit einem Bluff will Karede erreichen, dass die Hochlady mit ihm gehen kann. Der Bluff kann den Mann, in dem er Tylins Spielzeug erkennt, nicht täuschen, aber er lässt Tuon dennoch frei, weil Karede sie in Sicherheit bringen kann. Daraufhin erklärt die Hochlady unfassbarerweise diesen Matrim Cauthon zu ihrem Ehemann!
Die Würfel in Mats Kopf verstummen. Er fragt Tuon, warum sie ihn geheiratet hat. Nachdem er ihr von der Antwort der Aelfinn berichtet hat – und Tuon ihm kein Wort glaubt – erzählt sie ihm von der Prophezeiung einer Damane namens Lidya, die ihre Heirat voraussagte. Tuon hat ihn ursprünglich an dem Siegelring erkannt, den er nur zufällig kaufte. Während die beiden sich verabschieden, kommt Vanin geritten und berichtet von einem Heer, welches die Totenwächter verfolgt. Außerdem wurde auf Tuon ein extrem hohes Kopfgeld ausgesetzt. Zum Schutz seiner neuen Frau bleibt Mat nichts anderes übrig, als sich mit der Bande diesem Heer entgegenzustellen.
Als Tuon das Lager verlässt, fragt sie Karede nach seiner Meinung über Mat und verkündet dann, dass sie den Schleier abgenommen hat.

Mit Hilfe einiger Totenwächter lockt Mat das feindliche Heer in eine Falle und unter Verwendung sämtlicher zur Verfügung stehender Mittel, einschließlich Feuerwerk und Saidar, schlägt er es vernichtend. Der seanchanische Verräter, der das Heer anführte, wird tot aufgefunden und sein Kopf als Beweis von den Totenwächtern mitgenommen. Zu seiner Überraschung und seinem Missfallen muss Mat feststellen, dass er durch seine Heirat zum Prinz der Raben des seanchanischen Blutes aufgestiegen ist.

Epilog:
Suroth hofft, dass ihr Gefolgsmann Elbar bald die Nachricht vom Tod Tuons bringt. Sie will dann ihren ärgsten Widersacher, General Galgan, töten lassen, denn nachdem die Nachricht vom Tod der Kaiserfamilie aus Seanchan eintraf, wäre der Weg zum Kristallthron dann frei. Galgan macht ihr gerade bei einer Lagebesprechung ihre Position streitig, als zu Suroths Schrecken Tuon unter dem Schutz von Totenwächtern hereintritt. Noch schlimmer: Sie bringen Elbars Kopf mit, der weithin als ihr Getreuer bekannt ist. Tuon macht sie folgerichtig zur Da’covale, die bis zu ihrem Verkauf der Totenwache dienen muss.
Pevara ist nicht sehr wohl zumute, als sie mit fünf weiteren Roten Ajah zur Schwarzen Burg aufbricht. Dort angekommen, werden sie schließlich zum M’Hael gebracht. Umgeben von hundert Asha’man berichtet Pevara Mazrim Taim von den neuen Behüterregelungen ihrer Ajah und bittet ihn darum, mit Männern, welche die Eine Macht lenken können, den Behüterbund eingehen zu dürfen. Taim ist zu ihrer völligen Überraschung sofort damit einverstanden. „Lasst den Herrn des Chaos herrschen“, verkündet er und das anschließende Lachen der Asha’man lässt Pevara frösteln.

(Quelle: www.radderzeit.de)

30 – Die Klinge der Träume

Galadedrid Damodred fordert den kommandierenden Lordhauptmann Eamon Valda für das, was er Morgase antat, zum „Urteil im Schein des Lichts“ heraus und tötet ihn im Zweikampf. Nach den Gesetzen der Kinder des Lichts bekommt er nicht nur dessen Reiherschwert zugesprochen, sondern auch seinen Rang. Viele der Kinder folgen ihm, als er versucht, den Einflussbereich der Seanchaner zu verlassen. Gemeinsam mit seinen unzuverlässigen Verbündeten führt Rodel Ituralde überall in Tarabon harte und präzise geplante Militärschläge gegen die Seanchan durch. Als Suroth durch Generalhauptmann Galgan davon erfährt, befiehlt sie einen mit großer Stärke geführten Gegenangriff, genau wie Ituralde es sich erhofft. Semirhage teilt ihr noch in derselben Nacht mit, dass die gesamte Kaiserfamilie ermordet wurde, und schlägt ihr vor, sich selbst zur Kaiserin zu proklamieren. Suroth willigt ein, muss jetzt aber unbedingt dafür sorgen, dass die wirkliche Kaiserin Tuon nicht lebend zurückkehrt. Tsutama Rath, die neue Oberste der Roten Ajah, ändert die Behüterregelung ihrer Ajah, so dass Rote Schwestern von nun an unbegrenzt viele Behüter haben dürfen – sofern diese Saidin lenken können. Sie befiehlt Pevara und Javindhra, dafür innerhalb der Roten Ajah nach Freiwilligen zu suchen. Wenig später erfahren Pevara und Yukiri zu ihrem Schrecken von Seaine, dass Elaida diese nicht auf die Schwarze Ajah sondern auf Alviarin angesetzt hatte. Letztere stellt unterdessen Yukiri und Doesine wegen Talenes auffälligem Verhalten unter Beobachtung durch die Schwarze Ajah. Galina wird bei einem Ausritt von Gaul und Fager Neald gefangengenommen und zu Perrin gebracht. Sie lügt, um Perrin von einem Angriff abzubringen und ihre Chancen zu verbessern, an Theravas Eidstab heranzukommen, aber er bleibt unbeeindruckt. Therava bestraft sie hart, als sie verspätet in das Lager der Shaido zurückkehrt. Schockiert muss die gefangene Egwene feststellen, dass in der Weißen Burg tiefes Misstrauen unter den Schwestern herrscht. Sie wird auf Befehl Elaidas zur Novizin degradiert, hält aber an ihrem Anspruch auf den Amyrlin-Sitz fest und überzeugt zumindest einige Aes Sedai, dass es sich bei der anderen Gefangenen um Leane Sharif und nicht um eine Wilde handelt. Dank ihrer Fähigkeiten als Träumerin nimmt sie umgehend Kontakt zu Siuan auf.

Siuan Sanche hat von Egwene präzise Anweisungen erhalten, was zu tun ist. Nicht nur untersagt sie jeden Rettungsversuch, sondern beruft eine Sitzung des Saals ein, die in Tel’aran’rhiods Saal der Burg stattfinden soll. Lelaine versichert sich der Unterstützung durch Egwenes Gefolgsleute, sollte diese sterben oder gedämpft werden.

Davon überzeugt, dass ihr Gehorsamseid gegenüber Egwene unwirksam wurde, weil diese nach ihrer Gefangennahme nicht mehr die Amyrlin sei, verlässt Beonin die Rebellen und kehrt mit ihrem Behüter in die Weiße Burg zurück. Durch Saidar getarnt, dringt sie bis zu Elaida vor, von der sie ursprünglich als Spionin nach Salidar geschickt wurde. Elaida hat gerade den aus Illian entführten Mattin Stephaneos empfangen und danach mit Tarna über den Einfluss des Dunklen Königs diskutiert, der sich auch in Tar Valon zeigt. Von Beonin erfahren sie und Tarna jetzt, wie man Schnell Reist, und auch andere Geheimnisse der Rebellen, wie dass Egwene die Welt der Träume betreten kann und es zehn Rebellinnen in der Weißen Burg gibt. Sie lässt die Graue schwören, die neuen Gewebe nur den von ihr als vertrauenswürdig eingestuften Schwestern zu offenbaren.

Aus der Perspektive von Aran’gar wird ein erneutes Treffen der Verlorenen geschildert. Sie schlägt Graendal eine zeitweilige Allianz vor und diese geht vorerst darauf ein. Wenig später sind mit Semirhage, Demandred, Mesaana, Graendal, Moghedien, Cyndane, Moridin und Aran’gar selbst alle lebenden Verlorenen eingetroffen, auch wenn es überraschenderweise scheint, dass Sammael weiterhin aktiv ist. Welche genauen Befehle allerdings von ihm an viele Myrddraal und Tausende Trollocs erteilt wurden, scheint keiner der Anwesenden zu wissen. Der Nae’blis Moridin untersagt den anderen, Rand zu töten, aber er erteilt den Befehl, dass Mat und Perrin sterben müssen, bevor „die Zeit kommt“.

Perrin trifft sich mit den Seanchanern unter Bannergeneralin Thylee Khirgan, weil er Unterstützung gegen die Shaido braucht. überrascht erfährt er von ihr, dass er offenbar in den Prophezeiungen des Drachen erwähnt wird. Er verspricht, jeden Anspruch auf Manetheren aufzugeben, falls die Seanchaner ihm helfen, Faile zu befreien. Außerdem dürfen sie alle Weisen Frauen der Shaido, die die Eine Macht lenken können, zu Damane machen, sofern sie bei Perrins Verbündeten nicht dasselbe versuchen. Perrin plant, die Weisen Frauen der Shaido durch Spaltwurzel außer Gefecht zu setzen. Nachdem er Thylee auch Suroths Vollmacht gezeigt hat, geht sie auf sein Angebot ein.

In Malden wird Faile Zeugin eines verbalen Schlagabtauschs zwischen Therava und Sevanna. Offenbar erhielt ein Septimenhäuptling namens Bendhuin die Erlaubnis, nach Rhuidean zu gehen, um neuer Clanführer zu werden, doch bevor noch mehr zu erfahren ist, muss Faile das Zelt verlassen. Sie hat inzwischen viele Gefolgsleute unter den Gai’schain und einem davon ist es gelungen, den Eidstab in seinen Besitz zu bringen, den Galina von ihr verlangt hat. Rolan und seinen Mera’din sind Failes Fluchtbestrebungen im Gegensatz zu den Shaido nicht entgangen, aber er verspricht ihr, darüber zu schweigen, und ihr sogar bei der Flucht zu helfen.

Valan Lucas Wanderzirkus lagert weiterhin bei der wohlhabenden Stadt Jurador. Mat, der abermals unter den Würfeln in seinem Kopf leidet, erwirbt dort einen Bogenstab aus schwarzem Ebenholz, das Grundmaterial eines echten Zwei-Flüsse-Bogens, sowie eine Rasierklinge, also ein sehr edles Pferd aus domanischer Zucht.

Kurz nach Mats Rückkehr zum Zirkus gibt es Ärger mit einigen seanchanischen Soldaten, aber bald entspannt sich die Lage wieder. Als Mat feststellen muss, dass die Aes Sedai trotz der gerade eingetroffenen seanchanischen Truppen Saidar anwenden, stellt er sie wütend zur Rede. Als Joline bei ihm handgreiflich wird, legt er sie kurzerhand übers Knie und versohlt ihr kräftig den Hintern, während sein Medaillon ihn vor Saidar schützt. Verursacht wurde der Ausbruch der Einen Macht jedoch von der Sul’dam Bethamin, welche unbewusst Saidar gelenkt hatte. Als in dem Wagen erneut Streit ausbricht, macht sich Mat lieber wieder aus dem Staub und ist heilfroh, dass Jolines Behüter nicht wissen, dass er das mit ihrer Aes Sedai angestellt hat.

Früh am nächsten Morgen verlässt die Menagerie Jurador, um Ärger aus dem Weg zu gehen, aber die Reise verläuft wie gewohnt nur langsam. Mat besucht Aludra und erfährt ihre Pläne, Waffen mit Hilfe des Feuerwerks zu erschaffen, die sie als „Drachen“ bezeichnet und gegen die Seanchaner einsetzen will. Er erzählt ihr, dass der Wiedergeborene Drache Interesse an den Waffen hat und sie willigt ein, ihn zu begleiten, falls er ihr hilft die „Drachen“ herzustellen. Leilwin Schiffslos, die vormals Egeanin genannt wurde, und Bayle Domon heiraten. Vor Mats Augen erscheinen immer wieder Bilder von Rand, die er nicht immer gleich verdrängen kann, und er sucht beständig engeren Kontakt zu Tuon. Als er ihr die Rasierklinge schenkt, werden die Würfel in seinem Kopf plötzlich leiser. Mat macht mit Tuon und Selucia einen Ausritt, als Tuon plötzlich waghalsig davonprescht. Mat bleibt ihr auf den Fersen, aber die Zofe ist bald abgehängt. Mitten in einem Wald halten die beiden an und als sie ihn nach der Umgebung befragt, überkommen Mat düstere Erinnerungen. Auf dem Rückweg zum Wanderzirkus begegnen die drei einigen Tuatha’an, die auf dem Weg nach Ebou Dar sind, weil sie sich von den Seanchanern Sicherheit versprechen.

Mat macht gegenüber Leilwin deutlich, dass er Tuon heiraten will, und sie erklärt sich schließlich bereit, ihm mehr über die Tochter der Neun Monde zu berichten.Was er erfährt, ist kaum geeignet, ihm zu gefallen, denn unter anderem hat er durch sein Geschenk anscheinend eingestanden, im Rang unter Tuon zu stehen. Die Aes Sedai unterrichten inzwischen Bethamin in der Anwendung Saidars, während die Sul’dam Seta sich die Augen zuhält, um die Gewebe nicht sehen zu müssen. Auch bedrängen sie Mat, ihnen sein Ter’angreal zu überlassen. Er zeigt es schließlich Setalle Anan, die zugibt, früher selbst eine Aes Sedai gewesen zu sein, und bereit ist, ihn nach Kräften zu unterstützen. Als die Aes Sedai erfahren, dass Tuon unter den Seanchan eine hohe Stellung einnimmt, versuchen sie beständig, mit ihr zu verhandeln, aber alle Versuche werden einfach ignoriert. Schließlich bedrängen die Schwestern Tuon zu sehr und diese legt mit Selucias Hilfe Teslyn, Joline und Edesina einen A’dam an, bevor sie Joline einige grundlegende Funktionen dieses Ter’angreals eingehend erläutert. Mat befreit alle drei wieder vom Kragen und sie versprechen, Tuon nicht mehr zu behelligen.

Nach einer durchaus angenehmen Unterhaltung mit Tuon gelangt Mats Reisegesellschaft zu einem Dorf, dessen Bewohner weder dem Zirkus noch einem fahrenden Händler die geringste Aufmerksamkeit schenken. Entsetzt verfolgen Mat und die übrigen, wie das Dorf im Boden verschwindet und dabei den Händler, seine Pferde und seinen Wagen verschlingt. Dennoch gelingt es Valan Luca, seine Leute zur Weiterfahrt zu überreden, was Thom eine Goldmünze Wetteinsatz von Mat einbringt. Am Abend danach ist die Stimmung in Mats Zelt eher gedrückt, als er sich beiläufig nach Moiraines Brief an Thom erkundigt. Der Gaukler gibt ihm den Brief zum Lesen, weil Moiraine es in dem Brief von ihm so verlangt. Mat ist schockiert, als er liest, dass die Aes Sedai behauptet, noch am Leben zu sein. Als er folgert, dass sie bei den Eelfinn sein könnte, wirft Olver ein, man könne durch den Turm von Ghenjei dorthin gelangen, und als Noal den Turm beschreibt, fällt Mat wieder ein, ihn gesehen zu haben. Er berichtet Thom, Noal und Olver einiges, was er bisher bei den Aelfinn und Eelfinn erlebt hat. Noal meldet sich freiwillig, mit in den Turm zu kommen, und Thom ist längst entschlossen, zu gehen. Widerwillig verspricht Mat, ebenfalls mitzugehen, und die Würfel in seinem Kopf verstummen.

Bei ihrem Halt im nächsten Dorf namens Maderin verlangt Tuon von Mat, dass er sie in eine Spelunke bringt. Thom führt die beiden – und natürlich Selucia – in den Weißen Ring, eine Schenke, die anrüchig genug ist, um für Tuon als Spelunke durchzugehen. Beim Würfelspiel zeigt Mat eine Kostprobe seines Glücks, als er mit jedem Wurf außer dem letzten gewinnt und so gerade noch rechtzeitig verhindert, dass es Ärger gibt. Thom hat erfahren, dass Tuon von den Seanchanern als Betrügerin gesucht wird und getötet werden soll. Schnell verlassen die vier den Weißen Ring und werden wenig später von über einem Dutzend Schwertträgern angegriffen. Es gelingt ihnen, alle Angreifer zu töten, wobei Tuon Mat das Leben rettet, als er beim letzten Gegner zögert, weil es sich um eine Frau handelt. Er berichtet ihr daraufhin von seinem Schwur, niemals wieder eine Frau zu töten.

Im amadicianischen Almizar besuchen Perrin und die Bannergeneralin Khirgan zunächst Hauptmann Faloun, um weitere Truppen gegen die Shaido zu erhalten. Außerdem bekommen sie dort eine hervorragende Karte vom Nordwesten Altaras. Einer der dortigen Angestellten stirbt – eindeutig durch den Einfluss des Dunklen Königs – indem zahlreiche Käfer aus seinem Mund strömen, aber Perrin bleibt davon unbeeindruckt. Danach suchen sie den Hof auf, in dem die Seanchaner ihre Spaltwurzel-Vorräte lagern. Es gelingt Perrin, ihren Anspruch auf Unterstützung glaubwürdig zu machen, und sie erhalten sämtliche vorhandenen Vorräte. Wenig später entgeht Perrin nur knapp einem Attentat durch zwei Bogenschützen, die lieber Selbstmord begehen, als sich gefangen nehmen zu lassen.

In Caemlyn schlagen Elaynes Truppen einen weiteren Angriff der Belagerer zurück. Aus heiterem Himmel tobt direkt im Anschluss ein verheerendes Unwetter über der Innenstadt, aber Aviendha gelingt es mit Hilfe Saidars, es in harmlosen Regen zu verwandeln, während Elayne aufgrund ihrer Schwangerschaft außerstande ist, die Eine Macht zu ergreifen. Bei Elaynes Rückkehr in den Palast stellt sie erfreut fest, dass Leutnant Charlz Guybon an die zehntausend Mann Verstärkung aus Aringill in die Stadt gebracht hat. Sie befördert ihn zum Hauptmann und Birgitte ernennt ihn zu ihrem Stellvertreter.

Vom Regen nass bis auf die Haut trifft Elayne im Palast auf Reanne, die von zwei ehemaligen Damane begleitet wird. Die beiden scheinen bereit, vom A’dam befreit zu werden. Außerdem hat eine der Sul’dam, Marli Noichin, zugegeben, die Gewebe Saidars sehen zu können. Leider ist sie jetzt davon überzeugt, selbst einen A’dam tragen zu müssen. Frau Harfor teilt Elayne mit, dass drei der Söldnerhauptmänner auf sie warten, um über höheres Entgelt zu verhandeln. Gleich darauf begegnen sie Chanelle und Renaile vom Meervolk, die sich energisch nach Merilille und Talaan erkundigen, auf deren Aufenthaltsort es jedoch keinerlei Hinweis gibt. Aufgebracht nehmen die Windsucherinnen erneut zu den Aes Sedai Kontakt auf, die sich im Silbernen Schwan aufhalten.

Zu ihrer Wut verläuft sich Elayne auf dem Weg zu ihren eigenen Gemächern. Endlich dort angekommen, wird Elayne schnell von Essande von ihrer nassen Kleidung befreit und für das Treffen mit den Söldnern angekleidet. Auch Aviendha lässt sich überreden, ein Kleid der „Feuchtländer“ zu tragen. Aviendha ist überzeugt, dass das Dolch-Ter’angreal, welches sie ständig trägt, vor dem Blick des Dunklen Königs und seiner Kreaturen schützt. Elayne lässt die junge Aielfrau weitere Ter’angreale untersuchen und bald steht fest, dass sie in der Lage ist, deren Funktionen zu erkennen. Doch die Weisen Frauen Nadere und Dorindha kommen hinzu und Aviendha muss mit ihnen Caemlyn verlassen. Während die ehemalige Tochter des Speers sich umzieht, stimmt Elayne zu, sich eine Hebamme zuzulegen. Bevor Aviendha geht, überlässt sie Elayne den Dolch und bekommt selbst einen Angreal und den verdrehten Traumring – wenn auch nur als Leihgabe. Beide sind sehr betrübt, getrennt zu werden

Vor Beginn ihres Treffens mit den Anführern von drei der Söldnertruppen, schickt Elayne Hauptmann Mellar aus dem Audienzsaal, weil sie ihm inzwischen sehr misstraut. Er ist darüber alles andere als begeistert, hat jedoch keine Wahl als zu gehorchen. Die Söldner berichten von Gerüchten über die Spaltung der Weißen Burg und sogar, dass die Schwarze Ajah jetzt die Burg halten soll, doch schnell wendet sich das Gespräch dem Gold zu. Elayne weigert sich jedoch, den Sold zu erhöhen und schickt die Männer erbost fort. Direkt im Anschluss hat sie wie üblich eine kurze Unterhaltung mit Birgitte, Frau Harfor und Halwin Norry unter einem Lauschschutz und wie schon oft stellt sie fest, dass jemand versucht, zu lauschen. Frau Harfor hat von einem übergelaufenen Spion Naeans erfahren, dass Arymilla damit prahlt, unter den ersten sein zu wollen, die Caemlyn schließlich betreten. Norry kann die Neuigkeiten der Haushofmeisterin überbieten, denn er hat jemanden gefunden, der in der Lage sein sollte, Mellar erfolgreich zu verfolgen, statt wie die letzten fünf Männer getötet zu werden. Samwil Hark ist seit Jahrzehnten ein Dieb und auch ein unverbesserlicher Lügner, aber um nicht am Strick zu enden, erklärt er sich bereit es zu versuchen. Kurz darauf erfährt Elayne von Dyelins Rückkehr und hofft, jetzt endlich einmal wirklich gute Nachrichten zu hören.

Auf dem Weg zu ihrem Treffen mit Dyelin trifft Elayne viele ihrer Gefolgsleute und übt sich notgedrungen in höflicher Konversation; der Palast ist längst völlig überbelegt. Zugleich macht sich zunehmend Besorgnis breit, denn der Palast scheint gelegentlich seine Gestalt zu verändern, auch wenn kaum jemand darüber sprechen mag. Dies war auch der Grund, dass Elayne sich auf dem Weg zu ihren Gemächern verlaufen hat. Für strategische Planungen wird inzwischen das „Kartenzimmer“ verwendet, ein großer Ballsaal, der auf dem Boden ein detailliertes Bild der Stadt zeigt. Elayne informiert dort Birgitte, dass die Aiel abziehen. Da dies vermutlich bedeutet, dass Rand eine Schlacht plant, will sie auch feststellen, ob Davram Bashere und die Legion des Drachen abziehen und ob Asha’man die Schwarze Burg verlassen. Wichtiger für die Situation in Caemlyn sind jedoch das riesige Grenzländerheer im Nordosten und die Truppen der sechs noch unerklärten andoranischen Häuser im Süden. Genau zu letzteren hat Elayne Dyelin geschickt. Zunächst jedoch hat auch Dyelin sich im Palast zweimal verlaufen. Um die Angst der Bewohner vor diesen Veränderungen zumindest etwas zu lindern, will Elayne verkünden, was passiert ist, und dies auch den übrigen Aes Sedai auftragen. Bevor Dyelin weiteres berichten kann, tauchen die vier jugendlichen Anführer der Häuser auf, die Elayne bisher hinter sich bringen konnte. Dyelin berichtet, dass die sechs unerklärten Häuser sich bisher weder für Elayne noch für Arymilla aussprechen und abwarten. Abends betritt Vandene Elaynes Gemach, gefolgt von Kirstian und Zarya. Sie hat schlechte Neuigkeiten, denn Reanne Corly wurde mit Hilfe Saidars getötet, genau wie offenbar alle Kusinen, die bisher nur als verschwunden galten. Zu ihrer Sicherheit sollen die Kusinen ab sofort mindestens zu zweit unterwegs sein. Auch in Arymillas Lager stehen die Dinge nicht besonders gut, Vorräte verderben und einige der ihr folgenden Häuser kritisieren ihre Taktik. Arymilla ist daher erfreut zu hören, dass eine Bestechung erfolgreich war, und plant, den entscheidenden Angriff in genau einer Woche durchzuführen und dabei Elayne sowie Dyelin endgültig auszuschalten.

(Quelle: www.radderzeit.de)

28 – Die weiße Burg

Elenia Sarand, eine andoranische Adlige ist gereizt, da sie in Arymillas Lager festsitzt. Sie hält die Belagerung Caemlyns für einen großen Fehler, und allgemein nichts von Arymilla. Zufällig begegnet sie bei einem abendlichen Ritt durch das Lager Naean Arawn, die ebenfalls gezwungen ist, im Lager zu bleiben. Sie bietet zu Elenias Überraschung einen Treueschwur ihres Hauses an Sarand an, wenn Elenia und ihr Mann Jarid sie aus der misslichen Lage herausholen können. Elenia nutzt die Situation für sich aus, da sie selbst vorhat, den Löwenthron zu beanspruchen.
In Caemlyn schleicht Daved Hanlon, alias Doilan Mellar, durch die Straßen. Er ist auf dem Weg zu Lady Shiaine, um neue Instruktionen zu erhalten. Auf dem Weg tötet er einen mutmaßlichen Verfolger. In Lady Shiaines Haus angekommen, tauscht er zunächst aufgrund einer geheimen Abmachung Informationen mit Falion Bhoda aus, die zur Strafe als Dienerin arbeiten muss. Sie berichtet von Besuchern aus den Häusern Marne und Sarand.
Hanlon wird zu Shiaine gerufen, die gerade einen ihrer Gäste getötet hat. Sie erhält ihre Befehle direkt von Moridin und beauftragt Hanlon, einige Sul’dam und Damane aus dem Palast entkommen zu lassen. Außerdem möchte sie, dass die Getreidespeicher Caemlyns brennen.

Am Ufer des Erinin, gegenüber von Tar Valon, steht Egwene mit Gareth Bryne. Sie beobachten Schiffe voller Soldaten, die in den Hafen der Stadt einlaufen. Egwene verzichtet darauf, die Eine Macht gegen die Schiffe einzusetzen, einerseits weil sie sich an die Drei Eide halten will, andererseits um zu verhindern, dass die Situation außer Kontrolle gerät.
Sie kehrt zurück mit ihrer Eskorte, die aus Sheriam, Anaiya, Myrelle, Nisao, Morvrin, Carlinya und Beonin sowie deren Behütern besteht. Diesen hat sich unterdessen Delana hinzugesellt. Sie wünscht die Amyrlin unter vier Augen zu sprechen. Nachdem sie zunächst belanglose Dinge über Gareth Bryne fragt, kommt sie auf die jüngsten Gespräche im Burgsaal zu sprechen. Einige Sitzende haben vorgeschlagen Verhandlungen mit Elaida aufzunehmen. Egwene ruft ihren Rat hinzu. Alle sind genauso empört wie sie selbst, beharrt Elaida doch auf der Forderung, die Blaue Ajah aufzulösen und einige Schwestern zu dämpfen. Nur Beonin spricht sich dafür aus. Egwene gewährt ihr einen Versuch, gibt Beonin aber ihre eigene Forderung mit auf den Weg: Elaida muss abdanken und ins Exil gehen.

Delana macht sich auf den Weg zurück ins Lager, während Egwene sich mit ihrem Rat unterhält. Sie sind sich sicher, dass Delana die Absicht hatte, Zwietracht zu säen. Dennoch kommen sie überein, Verhandlungen zu beginnen, wenn auch nur um zu zeigen, dass etwas passiert und um Zeit zu schinden.
Zurück im Lager reitet Egwene eine Zeit lang unerkannt umher. Es zeigen sich immer mehr verfaulende Nahrungsmittel, auch die Haltbarkeitsgewebe der Aes Sedai versagen hier. Dann besucht sie ein Zelt, in dem Aes Sedai, Aufgenommene und Novizinnen unter der Aufsicht von Tiana Gegenstände aus Cuendillar herstellen, mit deren Verkauf Egwene das Heer finanziert. Die Meinungen der Aes Sedai dazu schwanken zwischen Begeisterung und offener Ablehnung. Auch Nicola ist in Begleitung Areinas am arbeiten. Sie sträubt sich, als sie zum Unterricht geschickt wird, hört jedoch auf Sharina Melloy.
Das Talent Cuendillar herstellen zu können will Egwene noch in einem geheimen Plan einsetzen, zu dem sie die begabtesten Hersteller benötigt. Im Moment sind dies Leane und Egwene selbst.

Nun da Egwene ihre Stola wieder angelegt hat, wird sie von allem im Lager erkannt. In ihrem Studierzelt angekommen, trifft sie auf Halima und Siuan, wobei letztere gar nicht über die Anwesenheit der anderen Frau erfreut ist. Kaum schickt Egwene Halima weg, um mit Siuan die Berichte der Augen-und-Ohren durchzusprechen, setzen ihre Kopfschmerzen ein.
Die frühere Amyrlin hat in Tel’aran’rhiod eine Liste der Sitzenden des Saals in der Weißen Burg gefunden und verfolgt das Rätsel der zu jungen Sitzenden weiter. Die Berichte der Augen-und-Ohren besagen, dass die Sicherheit in Tar Valon abnimmt, seit die Burgwache verstärkt an den Toren eingesetzt wird. Aus den von den Seanchanern besetzten Gebieten heißt es, dass die Bevölkerung die neuen Herrscher mittlerweile zu akzeptieren beginnt, während aus anderen Gegenden wie Arad Doman fast keine verlässlichen Informationen kommen.
Zu Egwenes Glück haben die Informationen über den Handel mit dem Meervolk noch nicht ihren Weg aus Caemlyn heraus gefunden, dafür werden aber Gerüchte über Aes Sedai in Cairhien lauter, die auf die Befehle des Wiedergeborenen Drachen hören. Ebenso wird vom Wiederauftauchen der totgeglaubten Cadsuane berichtet.
Das Gespräch endet, als der Saal zusammengerufen wird, um zu hören was eine Expedition über die gewaltige Eruption der Einen Macht herausgefunden hat.

Während Egwene auf Sheriam wartet, damit diese sie vor dem Saal der Burg ankündigen kann, spekulieren Anaiya, Myrelle und Morvrin, was im Saal besprochen wird. Vor dem Zelt, in dem sich die Sitzenden treffen, kommt auch Akarrin – die Anführerin der Expedition – hinzu und schließlich auch Sheriam. Die Sitzung hat noch nicht begonnen, so dass Egwene warten muss, bis sich eine ausreichende Anzahl von Sitzenden eingefunden hat. Romanda und Lelaine streiten sich wie üblich, doch zunächst ist man auf Akarrins Bericht gespannt. Sie berichtet von einem rundem Loch, wo einst Shadar Logoth stand. Sie und ihre Begleiterinnen haben versucht, die Rückstände der Gewebe zu untersuchen und kamen zu dem Schluss, dass es möglicherweise von einem Mann gestaltet wurde und neben Saidar auch Saidin in großen Mengen im Spiel war. Der Saal geht von einer Waffe der Verlorenen aus. Moria erkennt, dass die Zirkel, welche die Aes Sedai bilden können, einer solchen Waffe niemals standhalten können und lässt Escaralde erklären, dass die Zirkel nur durch Einbeziehung von Männern verstärkt werden können. Als Moria daraufhin eine Übereinkunft mit der Schwarzen Burg vorschlägt, bricht unter den Sitzenden das Chaos aus. Erst Egwenes energisches Eingreifen kann die aufgebrachten Aes Sedai zur Ruhe bringt. Sheriam ist völlig aufgelöst. Weniger chaotisch gehen die Gespräche weiter. Wenn man die Asha’man nicht alle dämpfen kann, so müsse man sie kontrollieren können, da man sonst keine Chance gegen die Verlorenen habe, heißt es. Als es schließlich zur Abstimmung kommt, spricht sich die Mehrheit für Verhandlungen mit der Schwarzen Burg aus, sogar Romanda und Lelaine sind dabei einer Meinung, dennoch bildet sich kein großer Konsens, da einige Schwestern dieses Vorgehen prinzipiell ablehnen.

Die Versammlung der Sitzenden dauert bis tief in die Nacht, ohne dass man sich auf weitere Schritte einigen konnte. Angenehm überrascht, stellt Egwene fest, dass ihre Kopfschmerzen verschwunden sind, auch ohne Halimas Massage. Diese ist auch nicht im Zelt der Amyrlin, als sie dorthin zurückkehrt, sondern nur Egwenes Leibdienerin Chesa, die sie davon überzeugt, vor dem Schlafen noch etwas zu essen.
Egwene sucht Elaynes Träume auf und ruft diese nach Tel’aran’rhiod, um sich mit ihr zu treffen. Vereinbarter Punkt ist ihr altes Zimmer in der ‚Kleinen Burg‘ in Salidar. Doch statt Elayne taucht dort nach einiger Zeit Aviendha auf. Elayne konnte die Stränge nicht richtig lenken, bedingt durch ihre Schwangerschaft. Zunächst fragt Egwene nach Rand und Nynaeve, doch Aviendha weiß nicht, wo sich die beiden aufhalten. Als nächstes erzählt sie von den Gesprächen im Saal und weist darauf hin, dass bald weitere Aes Sedai in Caemlyn auftauchen und auf den Handel mit dem Meervolk aufmerksam werden könnten, jetzt wo es vielleicht bald zu Gesprächen mit der Schwarzen Burg kommt, die viele Aes Sedai bisher als Grund sahen, die Hauptstadt von Andor zu meiden. Wenig später endet das Treffen und Egwene wendet sich dem normalen Schlaf zu.
Dabei beobachtet sie ihre Träume in der Hoffnung, aus einem Wahrtraum neue Informationen gewinnen zu können. Sie sieht unter anderem Mat beim Kegeln, wobei die Kegel jedoch Menschen sind. In einem weiteren Traum stürzt sie in einem Abgrund und kann sich gerade noch an einem Felsvorsprung festhalten, aber sie wird von einer Seanchanerin mit einem Schwert auf dem Rücken gerettet. Dann sieht sie einen Vogel, der eine weiße Flamme, die auf einem Turm brennt, angreift, ehe sie erwacht und Halimas Ankunft bemerkt.
Sie schläft weiter bis zum Morgen, als sie von Nisao aufgesucht wird, die um ein Gespräch unter vier Augen bittet. Sie hat die Leiche von Anaiya und deren Behüter im Lager gefunden. Während einige glauben, sie sei durch verdorbene Pilze gestorben, glaubt Nisao, dass sie jemand mit Saidin ermordet hat. Egwene entschließt sich, diese Vermutung vorerst geheim zu halten und beauftragt Nisao mit weiteren Nachforschungen.

Durch ein Wegetor kehrt Alviarin nach Tar Valon zurück. Sie war in Mesaanas Auftrag auf Tremalking und besuchte auch eigenverantwortlich den Ort des Fanals, nachdem dieses erloschen war. Ihr Ankunftsort sind die Keller der Burgbibliothek, wo sie ihre Spuren mit Hilfe der Einen Macht verwischt. Da sie Elaida für ausreichend eingeschüchtert hielt, konnte sie es sich leisten, einen Monat lang wegzubleiben. Auf dem Weg in die oberen Stockwerke der Bibliothek sieht sie Ratten, die nunmehr Zugang zur Weißen Burg haben. Die Hüterin der Chroniken macht sich auf den Weg zu Elaidas Räumen und ist vollkommen überrascht, als sie dort eine angriffslustige Elaida und eine ganze Reihe von Sitzenden vorfindet.
Alviarin wird in eine Ecke des Raumes geschickt, während die Sitzenden Elaida den Vorschlag unterbreiten, Verhandlungen mit den Rebellen vor Tar Valons Toren aufzunehmen. Elaida billigt den Vorschlag und Andaya wird zur Unterhändlerin bestimmt.
Nachdem die Sitzenden gegangen sind, versucht Alviarin Elaida wieder unter Kontrolle zu bringen, doch diese schmettert alles ab, was Alviarin als Druckmittel aufbietet. Schließlich schlägt die Amyrlin ihre Hüterin der Chroniken sogar und enthebt sie ihres Amtes.
Erfüllt von Angst, dass Elaida sie als Angehörige der Schwarzen Ajah entlarvt hat, flieht sie in ihre Gemächer und benutzt ein Ter’angreal, um Mesaana zu rufen. Diese erscheint auch wenig später, maskiert durch ein Tarngewebe, interessiert sich jedoch wenig für Alviarins Probleme.
Plötzlich versagt Saidar in dem Raum und Shaidar Haran erscheint. Er fesselt Mesaana mit Ketten aus schwarzem Feuer und will sie bestrafen. Alviarin lässt er die Möglichkeit zu fliehen, doch vorher berührt er sie an der Stirn und zeichnet sie. Die ehemalige Hüterin der Chroniken glaubt, dass Shaidar Haran der Dunkle König persönlich ist und ist froh, als sie mit dem Befehl aus dem Raum geschickt wird, die Jägerinnen, die der Schwarzen Ajah auf der Spur sind, zu vernichten.

Tarna Feir ist überraschend in Pevaras Gemächern zu Gast. Sie wurde zur neuen Hüterin der Chroniken ernannt, möchte aber etwas wichtiges mit der unkonventionellen Sitzenden ihrer alten Ajah besprechen. Pevara ist seitdem die Wahrheit über Galina ans Licht gekommen ist skeptisch gegenüber Leuten, denen Elaida ihr Vertrauen schenkt, doch sie hört aufmerksam zu, wie Tarna über ihre Reise von Salidar zur Burg berichtet. Sie ist auf dem Weg einem Rekrutierungstrupp der Asha’man begegnet und hatte Zeit, über diese Bedrohung ungeahnten Ausmaßes nachzudenken. Dabei kam sie zu dem Schluss, dass es Aufgabe der Roten Ajah sein muss, die Asha’man zu ihren Behütern zu machen, um sie unter Kontrolle zu bringen, einen Vorschlag, den sie gegenüber Elaida nicht äußern konnte, da diese nicht über die Asha’man sprechen möchte. Pevara zeigt ihr daraufhin eine Nachricht von Toveine, die von Augen-und-Ohren aus Cairhien weitergeleitet wurde.

Auf Cadsuanes Vorschlag hin, hat sich Rand mit der Gruppe, die ihm bei der Reinigung Saidins beigestanden hat, ins Herrenhaus von Lord Algarin im östlichen Tear zurückgezogen. Verin, die die Meerleute nach Tear gebracht hat, ist zurückgekehrt und erstattet der Grünen Bericht über die Lage in der Stadt. Cadsuane ist sich nicht sicher, ob sie Verin und den meisten anderen in dieser Gruppe vertrauen kann. Sie ist dankbar dafür, dass Min hereinkommt, um sie zu Rand zu holen, da sie auf diese Weise der anderen Aes Sedai aus dem Weg gehen kann. Auf dem Weg zu Rand begegnet sie Beldeine und Merise, die den Behütern beim Trainieren zusehen. Langsam scheinen sie die Idee, Asha’man als Behüter zu haben, zu akzeptieren, auch wenn Eben Hopwil, der Daigians Behüter war, bereits tot ist. Merise wie auch die anderen Aes Sedai mit Asha’man-Behütern üben das Verknüpfen mit diesen, wissen aber nicht ob Saidin wirklich sauber ist, da sie keine Erfahrung mit der männlichen Hälfte der Wahren Quelle haben.
Rands Gemächer werden von Alivia und Elza bewacht, letztere will Cadsuane zuerst nicht vorbeilassen, wird jedoch von Alivia zurückgehalten. Rand ist auf den Beinen. Seit der Reinigung wirkt er noch kälter und härter, aber auch müde. Das Gespräch dreht sich um die Kriegsführung der Seanchaner, als Erian und Sarene hereingeplatzt kommen und aufgeregt berichten, dass sich ihre Behüter aus Cairhien nähern.

Rand hat sich zunächst mit Min zurückgezogen, muss sich dann jedoch nach und nach mit den Neuankömmlingen auseinandersetzen. Die Behüter wurden begleitet von einigen Aes Sedai aus Cairhien, Logain und weiteren Asha’man, sowie Davram Bashere mit einer Eskorte. Min ist hoch erfreut, dass sich auch Loial unter der Gruppe befindet, während Rand erschreckt feststellt, dass er unbewusst Ausdrücke benutzt, die eigentlich nur von Lews Therin stammen können. Loial erzählt, dass er alle Steddings besucht hat und dort den Vorschlag gemacht hat, die Wegetore zu bewachen, um einem Trolloc-Angriff vorzubeugen. Doch er hat noch eine wichtigere Neuigkeit, nämlich dass einige der mitgereisten Aes Sedai von den Asha’man gebunden wurden.
Indessen wird Cadsuane von Samitsu ebenfalls über diese neue Entwicklung unterrichtet. Samitsu ist vollkommen niedergeschlagen, da sie sich in Cairhien Sashalles Einfluss beugen musste. Sie wird jedoch von Cadsuane zurückgeschickt, um Sashalle auf Schritt und Tritt zu überwachen.
Die Bindung der Aes Sedai durch die Asha’man verärgert auch Rand, will er doch keinen Krieg mit der Weißen Burg vom Zaun brechen. Und auch um die Schwarze Burg mit Mazrim Taim an der Spitze wird er sich bald kümmern müssen, wie Logain betont. Bashere dagegen hält die Aktivitäten der Schattenfreunde, die gegen ihn und Lord Dobraine gerichtet waren, für gefährlicher, da sie vermutlich die Siegel zum Gefängnis des Dunklen Königs gesucht haben. Rand jedoch will sich zuerst um ein drittes Problem kümmern und zwar um die Seanchaner. Er schickt Logain, Bashere und Loial, um mit ihnen über einen Waffenstillstand zu verhandeln.
Zur selben Zeit unterhält sich Elza mit ihrem Behüter Faeril. Beide sind Schattenfreunde und planen den Tod einiger Leute, ausdrücklich jedoch nicht den des Wiedergeborenen Drachen, da dieser in der Letzten Schlacht vom Dunklen König besiegt werden müsse.

Zusammen mit Berelain sitzt Perrin in seinem Zelt und betrachtet eine Karte von Malden, dem Ort um den sich das Shaido-Lager erstreckt. Mit Arganda legen sie Geld zusammen, mit dem sie in So Habor Getreide kaufen wollen. Auf dem Weg aus dem Lager stoßen Galenne, Annoura und die anderen Aes Sedai zu ihnen. Perrin beauftragt seine Männer aus den Zwei Flüssen, auf Arganda aufzupassen, damit dieser während seiner Abwesenheit keine Dummheiten begeht, um seine Königin zu retten.
An der Reisestelle warten bereits Neald, um ein Wegetor zu öffnen, und Sebban Balwer. Die Gegend, in der die Gruppe ankommt, ist auffallend still, obwohl überall Bauernhäuser und Felder zu sehen sind, gibt es keine Spuren von Menschen. Auf dem Weg zu den Stadttoren sichtet Perrin einen berittenen Raken.

Perrin und sein Gefolge nähern sich der ummauerten Stadt So Habor. Sie lassen ihre Eskorte außerhalb der Mauern zurück, werden aber trotzdem erst eingelassen, nachdem die Wächter auf den Mauern die Aes Sedai erkennen. Die Frage der Männer, ob sie noch am Leben seien, verwundert alle. In der Stadt selbst stinkt es und alle Straßen sind voller Unrat. Nur widerwillig antworten die Bewohner auf Fragen, doch schließlich finden Perrin und Berelain das Gasthaus „Goldene Barke“, in dem sich die Kornhändler der Stadt aufhalten, die einzigen Ansprechpartner, da der örtliche Lord geflohen ist. Auch dort ist es dreckig und die Kornhändler sind sehr zurückhaltend mit Auskünften. Sie präsentieren jedoch Getreideproben von guter Qualität, woraufhin Berelain die Preisverhandlungen führt.
Als man sich fast einig geworden ist, besteht Perrin jedoch darauf, sich die Lagerhäuser anzusehen. Die Kaufleute wollen dies zunächst hinauszögern, können aber schließlich nicht verhindern, dass er einige der Getreidesäcke anschlitzt und herausfindet, dass sie Unmengen an Kornkäfern enthalten. Berelain bietet dafür nur noch den halben Preis.
Der Aufschrei des Ghealdaners Kireyin lässt alle nach draußen eilen. Er hat einen Mann durch eine Wand gehen sehen, was Seonid bestätigen kann. Die Aes Sedai hat herausgefunden, dass anscheinend alle Bewohner So Habors Tote sehen. Perrin lässt ihnen jedoch keine Gelegenheit zu helfen, sondern will das Korn sieben und so schnell wie möglich wieder abreisen.

Das gekaufte Getreide wird zum Aussieben vor die Mauern der Stadt gebracht. Berelain macht Perrin klar, dass er den Menschen von So Habor nicht helfen kann. Damit auch die Aes Sedai nicht eigenmächtig handeln, beschließt er mit den ersten beladenen Wagen, sowie Berelain und den Aes Sedai in sein Lager zurückzukehren. Vorher berichtet ihm Balwer jedoch, dass sein Bekannter in So Habor bald zurück sein müsste.
Im Lager angekommen, wird er von Dannil, Sulin und Edarra begrüßt. Die Aiel haben fünf Shaido gefangennehmen können und sie Arganda übergeben. Perrin begibt sich sofort in den ghealdanischen Teil des Lagers und findet dort neben Arganda auch Masema und Aram vor, die die Shaido mit glühenden Kohlen foltern. Perrin beendet dies, aber die drei anderen wollen weitermachen. Als die Aiel auf Perrins Fragen nicht antworten, sondern anfangen zu singen, nimmt er kurz entschlossen seine Axt und schlägt einem der Shaido die Hand ab. Seonid soll ihn heilen. Perrin gibt ihnen die Warnung, dass sie noch weitere Hände und Füße haben und zieht sich dann alleine und blutverschmiert in den angrenzenden Wald zurück. Er schleudert die Axt in eine Eiche, wo sie stecken bleibt.
Elyas gesellt sich zu ihm und erinnert ihn daran, dass er die Axt aus der Hand legen sollte, wenn ihm das Töten damit einmal Freude bereitet. Das Gespräch endet, als Neald und Aram auftauchen und Perrin zurück ins Lager holen. Die Axt lässt er zurück. Die Shaido haben Auskunft gegeben über alles was sie wissen, aber das ist nicht viel. Sie sind Faile oder Alliandre nie begegnet.
Drei Tage später erreicht Balwer das Lager zusammen mit dem Rest der Getreidelieferung. Er hat Tallanvor dabei, der auf eigene Faust auf der Suche nach Maighdin war. Dieser hat Perrin einen Verbündeten anzubieten: Ein Heer von 15000 Seanchanern mit Sul’dam und Damane.

Noch immer mit Valan Lucas Wanderzirkus unterwegs, entfernen sich Mat und seine Begleiter in äußerst gemächlichem Tempo von Ebou Dar. Die Seanchaner bereiten ihnen auf dem Weg Richtung Lugard keine Probleme, da sie sich anscheinend auf Illian konzentrieren. Gegen Mats Willen verlassen jedoch Aes Sedai und Sul’dam immer wieder den Schutz der Wagen und gehen das Risiko ein, entdeckt zu werden. Sie erzählen Mat zwar einiges von dem, was sie bei ihren Ausflügen erfahren, doch dieser verlässt sich lieber auf Thom und Juilin. Diese haben auch Gerüchte darüber aufgeschnappt, dass Lady Suroth einen neuen Verbündeten gefunden hat, wissen jedoch nichts näheres.
Zusammen mit Egeanin besucht Mat Tuon, die in Gesellschaft von Selucia, Setalle und Noal mit Olver Schlangen und Füchse spielt. Noal zitiert plötzlich einige Verse aus den Prophezeiungen des Drachen, verschwindet dann aber schnell, um Olver ins Bett zu bringen und lässt Mat mit den Frauen allein. Er will Tuon eine teure Kette aus Seanchan schenken, doch diese lehnt das Geschenk verächtlich ab, da es eher zu einer Shea-Tänzerin passt und fordert, dass Egeanin es von nun an trägt. Danach schickt sie beide aus dem Wagen.
In den nächsten Tagen verfolgt Mat eine andere Strategie: Statt Tuon zu beschenken, bringt er seine Geschenke ihrer Zofe Selucia. Nach einem nächtlichen Spaziergang mit Tuon wird Mat von Egeanin darüber aufgeklärt, dass er Tuon bereits einen Heiratsantrag gemacht hat, indem er sie drei Mal vor Zeugen als seine Ehefrau bezeichnet hat.
Schließlich überquert Valan Lucas Zirkus den Eldar und erreicht die Stadt Jurador.

Mat macht sich fertig, da er Tuon und Selucia zugesagt hat, mit ihnen nach Jurador zum Einkaufen zu gehen. Auf dem Weg in die Stadt stößt er fast mit einigen Menschen zusammen, die weder Tuon noch Selucia wahrgenommen haben und danach auch für Mat verschwunden sind. Die Würfel pochen in Mats Kopf. Die beiden Frauen suchen ein Seidengeschäft nach dem anderen ab, um Stoffe für Tuons neue Kleider zu kaufen. Mat wird kurz abgelenkt, als er Edesina und zwei der Sul’dam frei durch die Stadt laufen sieht und verliert dadurch Tuon aus den Augen. Nur seinem Glück ist es zu verdanken, dass er sie schnell genug wiederfindet, so dass sie in einem der Geschäfte nicht für Aufsehen sorgen. Endlich haben sie jedoch Stoffe gefunden, die ihnen zusagen und kaufen massenweise davon ein. Mat darf – zum Amüsement einiger Passanten – diese zurück zum Zirkus tragen.
Dort angekommen, wird er von Juilin empfangen, der ihn schnell zu Luca bringt, da Egeanin schwer verletzt wurde. Teslyn wird von Mat gerufen, um die Verletzte zu heilen, was jedoch von einer ganzen Reihe von Leuten beobachtet wird, so dass es mit Mats Tarnung vorbei ist. Bayle Domon weiß zu berichten, dass eine der Sul’dam – Renna – dafür verantwortlich war. Sie ist geflohen und wird von den Rotwaffen verfolgt, um einen Verrat an die Seanchaner zu verhindern.
Mat will, dass Luca mit seinem Zirkus auf der Stelle aufbricht, um ihn nicht weiter in Gefahr zu bringen, während er mit seinen Gefolgsleuten einen anderen Weg einschlägt. Doch zunächst reitet er Renna und den Rotwaffen hinterher. Fast in Sichtweite des nächsten Stützpunktes der Seanchaner kommt sie auf der anderen Seite des Eldar in Sichtweite. Mat sieht es als einzigen Ausweg, sie mit einer Armbrust abschießen zu lassen.
Zurück im Zirkus ist Mat überrascht, dass noch nichts abgebaut wurde. Statt dessen hat Tuon Valan Luca eine Vollmacht gegeben, die ihn vor Übergriffen der Seanchaner schützt, jedoch umfasst diese ausdrücklich einige Leute nicht. Die Tochter der Neun Monde verbietet Mat, um die Verräterin Renna zu trauern. Sie trägt Seidenrosen, die Mat ihr vor einiger Zeit geschenkt hat.

Der für Egwene entscheidende Tag fängt nicht gut an. Schon beim Frühstück kommt Nisao hereingeeilt und berichtet aufgebracht, dass Kairen Stang tot ist. Wie schon vorher Anaiya wurde sie mit Hilfe von Saidin getötet, doch dieses Mal konnte dies nicht wie bei Anaiya geheimgehalten werden. Deswegen sind viele Schwestern im Lager permanent vom Licht Saidars umgeben, da sie sich so schützen wollen.
Egwene nimmt die tägliche Arbeit in ihrem Studierzimmer auf. Nacheinander bekommt sie Besuche von Theodrin und einer Aufgenommenen, die Romanda und Lelaine ankündigen. Theodrin hinterlässt dabei eine geheime Nachricht, die besagt, dass Romanda Schwestern nach Cairhien geschickt hat, um etwas zu untersuchen, das mit Nynaeve zu tun hat.
Siuan kommt ins Studierzimmer, wenig später auch Sheriam. Die frühere Amyrlin bekommt den Auftrag, einige Veränderungen in Egwenes geheimem Plan vorzunehmen; da Kairen tot ist, musste Egwene auf Bode Cauthon aus Emondsfeld zurückgreifen. Auch Sheriam hat neues zu berichten: Tiana, die Herrin der Novizinnen, hat herausgefunden, dass Nicola ausgerissen ist und das bereits vor mehreren Tagen. Die Novizinnen-Familie, die Nicola so lange gedeckt hat, soll eine Strafe bekommen.
Myrelle, Morvrin und Maigan, die Anaiya in Egwenes Rat ersetzt, glauben alle nicht an ihr Talent als Träumerin und halten ihren Traum bezüglich der Seanchaner für Unsinn.
Im weiteren Tagesverlauf erhält die Amyrlin noch Besuch von einem Soldaten Gareth Brynes, Romanda, die über die Verhandlungen mit der Weißen Burg und die Kusinen redet und geschockt ist, als Egwene die Parallele zwischen dem Einsatz der Eidesrute und dem kürzeren Leben der Aes Sedai gegenüber den Kusinen aufzeigt. Auch Lelaine macht ihren angekündigten Besuch. Sie schlägt nach einem kurzen Gespräch über Kairens Behüter vor, den Behüterbund zu modifizieren, um die Asha’man unter Kontrolle zu bringen. Egwene lehnt dies kategorisch ab, da ein solches Vorgehen dem verbotenen Zwang-Gewebe zu ähnlich ist.
Nach dem Essen lässt Egwene heimlich Bela satteln. Sie hat beschlossen, Bodes Aufgabe in ihrem Plan zu übernehmen. Sie reitet Bode hinterher, die bereits vor einiger Zeit mit Leane aufgebrochen ist, und holt sie am Abend am Ufer des Erinin nördlich von Tar Valon ein.
Mit einem Ruderboot fährt sie sich im Schutz der Dunkelheit zur Hafeneinfahrt der Stadt und verwandelt die große Sperrkette in Cuendillar. Doch durch einen Verrat sind Aes Sedai in der Nähe und können sie gefangennehmen.

Epilog:
Rand hält sich noch immer im stürmischen Osten Tears verborgen. Seine Wunden schmerzen, aber er ist froh, als Davram Bashere zu ihm zurückgekehrt. Dieser teilt mit, dass die Seanchaner einem Bündnis nicht abgeneigt sind, doch der Wiedergeborene Drache soll persönlich mit der Tochter der Neun Monde sprechen.

(Quelle: www.radderzeit.de)

27 – Pfade ins Zwielicht

Rodel Ituralde ist verwirrt durch die Befehle, die er vom König Arad Domans erhält. Er trifft sich mit hochrangigen Anführern der Drachenverschworenen aus Arad Doman und Tarabon, um diesen einen Plan vorzustellen, bei dem es um die Vertreibung der Seanchaner aus Tarabon geht.
Der Kommandierende Lordhauptmann Eamon Valda hat es geschafft, eine respektable Armee der Kinder des Lichts aus Amador herauszuführen, ehe die Seanchaner sie vernichten konnten. Zusammen mit Asunawa ziehen sie los, mit unbekannten Ziel.
Bei einem Ausritt aus der Schwarzen Burg nimmt Logain die an ihn gebundenen Aes Sedai mit. Gabrelle versucht durch den Bund mehr über seine Absichten herauszufinden, als der überhebliche Asha’man Mishraile auftaucht und verkündet, dass Logains Bitte auf Rekrutierung ausziehen zu dürfen genehmigt worden sei.
Unterdessen wächst das Misstrauen in der Weißen Burg immer weiter an. Zusammen mit Meidani spioniert Yukiri einer Schwarzen Schwester hinterher. Seaine kommt aufgeregt hinzu. Sie ist zu der Erkenntnis gekommen, dass die neuen Sitzenden von den Anführerinnen der Ajahs nach unüblichen Verfahren einfach ausgewählt wurden, weiß aber nicht, was dahintersteckt.
Gawyn sitzt mit seinen Jünglingen außerhalb Tar Valons in einem kleinen Dorf fest. Er ist hin- und hergerissen zwischen Egwene, Elayne und der Weißen Burg. Eine Aes Sedai taucht mit neuen Befehlen für ihn auf. Tarna und Katerine, die bereits seit längerer Zeit in dem Dorf sind, wollen auf demselben Weg, den auch die Botin genommen hat, die Burg erreichen.
Davram Bashere beobachtet zusammen mit Bael, wie Arymilla – Elaynes Rivalin um den Thron von Andor – zusammen mit einigen anderen Adligen eine Belagerung Caemlyns vorbereitet. Mehr Sorgen macht ihm jedoch das Heer der Grenzländer weiter im Norden. Als er von seinem Erkundungsritt in sein eigenes Lager zurückkehrt, befindet sich dieses in Aufregung. Seine Frau Deira wurde mit einem Dolch durch Unbekannte verletzt. Sie wurde in ihrem Zelt angegriffen, die Täter werden wenig später tot aufgefunden.
In Cairhien wurde Samitsu von Cadsuane als Aufpasserin eingesetzt. Sie soll dort für Ruhe sorgen und das empfindliche Gleichgewicht bewahren. Aber sie hat Schwierigkeiten damit, gegenüber der Rand verschworenen Sashalle ihre Autorität durchzusetzen. Die beiden Aes Sedai entdecken Loial und einen Asha’man in der Palastküche, wo sie sich nach Rand erkundigen. Die Schwestern verhindern, dass sie den Palast verlassen können, doch ehe Samitsu mehr über sie herausfinden kann, stürmt eine Dienerin in die Küche und verkündet, dass Dobraine ermordet wurde. Alle eilen in dessen Schlafzimmer, wo Samitsu feststellt, dass Dobraine noch gar nicht tot ist. Sie kann ihn gerade noch heilen. Doch damit nicht genug der Probleme – kurz darauf erfährt sie, dass Logain die Stadt betreten hat.

Mat ist aus Ebou Dar entkommen, hält sich mit seiner Gruppe aber noch in der Gegend auf. Zur Tarnung trägt er einfache Kleidung und spielt mit der ebenfalls verkleideten Egeanin ein Liebespaar. Die Flucht des Meervolkes aus der Stadt hat deutlich Spuren im Hafen hinterlassen, doch bot ihm der Kampf der Windsucherinnen gegen die Seanchaner die Chance, die Mauern mit der in einen Wandbehang eingewickelten Tuon und drei Aes Sedai im Gefolge hinter sich zu lassen. Zusammen mit Noal und Egeanin macht er sich auf den Weg zu seinen anderen Begleitern.
Der Wanderzirkus von Valan Luca dient Mat als Versteck. Als er mit Noal und Egeanin dort ankommt, ist aber eine Kolonne seanchanischer Soldaten bei Luca. Wie Mat aber nach ihrem Abzug erfährt suchen sie jedoch nur nach Pferden, nicht nach den befreiten Damane oder der entführten Tuon. Er kündigt an, dass der Zirkus, den er nur durch das Gold, das er Luca versprochen hat, zum Bleiben überreden konnte, seine Zelte abbrechen könne, sobald Thom aus Ebou Dar zurück ist. Die Würfel in seinem Kopf beginnen zu rollen.
Egeanin will Mat die Führung streitig machen und diskutiert mit ihm. Mat beendet das Gespräch, indem er ankündigt, Tuon aufsuchen zu wollen.
Tuon ist mit ihrer Dienerin Selucia und Setalle Anan als Wächterin in einem Wagen untergebracht. In ihrer Nähe ist Mat nervös und regt sich darüber auf, dass Tuon ihn immer nur mit „Spielzeug“ anredet. Sie beklagt sich jedoch ihrerseits, die Tarnidentität einer Dienerin zu haben und wirft schließlich eine Tasse nach Mat. Dieser verspricht ihr daraufhin, es ihr so bequem wie möglich zu machen und sie unversehrt wieder nach Hause zu bringen. Abrupt wechselt die Tochter der Neun Monde das Thema und fragt Mat, ob er sich an Artur Falkenflügel erinnert, was ihn nun komplett aus dem Konzept wirft. Schließlich verspricht sie aber, keinen Ärger zu machen und nicht zu fliehen.
Das Gespräch wird durch Thoms Auftauchen unterbrochen. Er hat sich in Ebou Dar umgesehen und teilt Mat mit, dass die Seanchaner offenbar keine Ahnung von Tuons Verschwinden haben, dafür ist jedoch bekannt geworden, dass Tylin ermordet wurde. Nach den Beschreibungen, die Thom gehört hat, vermutet Mat, dass der Gholam dahinter steckt.
Ehe er weiter darüber nachdenken kann, wird er von dem Behüter Blaeric zu den Aes Sedai gerufen. Sie haben bemerkt, dass eine gewaltige Menge Saidar weit im Norden gelenkt wird und sind überzeugt davon, dass die Verlorenen dahinter stecken, können Mat jedoch nicht dazu bewegen, ihre Reiseroute zu verändern.

Furyk Karede – Bannergeneral der Totenwache und früher ein Leibwächter von Tuon – brütet in seinem Zimmer in „Der Wanderin“ über einer Karte von Tar Valon. Er ist einer der Wenigen, die von Tuons Verschwinden wissen. Er wird von Mor, einem Sucher der Wahrheit aufgesucht, der ihm von den Vorfällen im Tarasin-Palast erzählt und auch einen möglichen Zusammenhang zwischen Thoms und Mats Verschwinden, dem der Aes Sedai und Tuons aufzeigt. Sie vermuten, dass ein Plan der Weißen Burg dahintersteckt.
Einen Tag später bricht Karede heimlich aus Ebou Dar auf, um sich einige Meilen außerhalb der Stadtmauern mit einer Abteilung aus Totenwache, Ogiern und Sul’dam mit Damane zu treffen. Ihr Ziel ist es, das Gebiet nach Tuon und ihren Entführern abzusuchen.

In einem Traum erfährt Perrin von den Wölfen, dass sich etwas in der Gegend befindet, das aus ihrer Sicht schlimmer als ein Myrddraal ist. Seine Versuche, von den Wölfen mehr zu erfahren scheitern jedoch. In den letzten Tagen ist er den Shaido, die Faile entführt haben, durch Wegetore gefolgt, zunächst in wütender Raserei, später geplanter.
Aram sagt ihm, dass Balwer und Selande mit ihm reden wollen. Selande hat herausgefunden, dass Masema, dessen Heer sich Perrins Streitkräften angeschlossen hat, immer wieder in der Umgebung plündert und Botenreiter mit unbekanntem Ziel losschickt. Außerdem wurden die Aes Sedai Masuri und Annoura von Perrins Augen-und-Ohren dabei beobachtet, wie sie sich mit Masema heimlich trafen.
Während Perrin durch das Lager reitet, äußert sich Balwer zu Selandes Erkenntnissen. Er glaubt, dass Masema mit den Weißmänteln konspiriert, Perrin ist sich jedoch sicher, dass die Botenreiter zu den Seanchanern unterwegs sind. Um herauszufinden, was die Aes Sedai, die sich eigentlich für Masemas Tod ausgesprochen haben, mit dem Propheten vorhaben, schlägt er vor, einige von Selandes Möchtegern-Aiel als Spione zu den Weisen Frauen und den Aes Sedai zu schicken.

Nur von Aram begleitet reitet Perrin aus dem Lager in den umgebenden Wald. Er hofft, seinen Kundschaftern zu begegnen, die ihm Nachrichten über die Shaido bringen können. Ein unnatürlicher Geruch lässt sein Pferd scheuen. Auf einem Felsen entdeckt Perrin schließlich die Quelle des Gestanks: Pfotenabdrücke von Schattenhunden haben sich in den Stein eingebrannt. Während Aram das Lager und vor allem die Machtlenker warnen soll, verfolgt Perrin die Spuren alleine weiter. Er erkennt, dass es sich um ein großes Rudel gehandelt haben muss, und dass sie sein Lager systematisch umgangen haben.
An seinem Ausgangspunkt angekommen, findet er dort die Weisen Frauen, Berelain und 50 ihrer Wachen. Die Erste von Mayene kommt alleine auf ihn zugeritten und überreicht ihm einen Korb mit Frühstück. Zunächst ist Perrin verärgert, dass Berelains Auftauchen die Gerüchte über ihn und sie noch weiter anheizt, doch sie hat ihm etwas wichtiges mitzuteilen. Einer ihrer Diebfänger hat ein Dokument von Masema entwendet, welches ihm Schutz gewährt und von Suroth unterzeichnet wurde. Berelain erklärt sich bereit zu hinterfragen, was Annoura mit Masema besprochen hat.

Die ganze Versammlung starrt auf die Abdrücke der Schattenhunde auf dem Stein. Die Unsicherheit unter den Soldaten ist groß, haben sie die Wilde Jagd doch bisher eher für ein Märchen gehalten, aber Berelain stellt klar, dass sie Perrin auf jeden Fall weiter folgen wird und zerstreut somit die Unsicherheit ihrer Soldaten. Mit Genehmigung der Weisen Frauen untersucht Masuri, die sich als Expertin für Schattenhunde herausstellt, die Spuren. Sie erklärt, dass das Rudel mindestens 50 Tiere umfasst – weit mehr als jedes andere bekannte Rudel. Ihr Ziel war jedoch nicht Perrin oder sein Lager, sonst hätten sie es nicht links liegen gelassen.
Durch Warnsignale wird Perrin darauf aufmerksam, dass sich der Prophet mit einer Eskorte von mehr als 200 Mann nähert. Er kommt auf Perrin jedoch nur mit zwei Begleitern zu, während der Rest zurückbleibt. Er informiert Masema über die Schattenhunde, was diesen jedoch nicht sonderlich beeindruckt. Statt dessen erzählt er, dass seine Leute eine Stadt namens So Habor entdeckt haben, die noch über reichhaltige Getreidevorräte verfügt, die das Heer ernähren könnten. Als Leute aus den Zwei Flüssen, Ghealdaner und weitere Mayener zu Perrins Unterstützung eintreffen, zieht sich Masema mit seinen Gefolgsleuten in wildem Galopp zurück.

Elyas kommt mit einer Tochter des Speers von einer Erkundungstour zurück. Sie haben das Lager der Shaido gefunden. Es breitet sich um die eingenommene Stadt Malden aus und umfasst etwa 10 Septimen. Beim Gedanken an eine solche Übermacht, kommt die Idee auf, die Gefangenen gegen ein Lösegeld einzutauschen, doch Perrin verwirft diesen Plan, da er den Shaido nicht traut.
Grady trifft ein und webt für Perrin, Elyas, Annoura, die Weisen Frauen und einige Soldaten ein Wegetor in die Nähe des Shaido-Lagers. Von einem Hügelkamm aus beobachten sie das riesige Lager und dessen Umgebung. Eine der Weisen Frauen – Marline – weist Perrin darauf hin, dass sich in diesem Lager anscheinend alle Weisen Frauen der Shaido versammelt haben, insgesamt wohl mehr als 400. In diesem Moment explodieren in Perrins Kopf die Farben, er erkennt ein undeutliches Bild von Rand und Nynaeve. Gleichzeitig sind alle anwesenden Machtlenker schockiert, da sie eine gewaltige Menge der Einen Macht spüren, die irgendwo im Nordwesten gelenkt wird. Perrin ist sich jedoch sicher, dass Rand sich darum kümmern wird und wendet sich wieder den Problemen direkt vor ihm zu. Er will einen Shaido einfangen, um mehr zu erfahren.

Im Lager der Shaido horchen die Weisen Frauen Sevannas Gai’Schain aus, so auch Faile, die als eine der persönlichen Dienerinnen Sevannas arbeiten muss. Mitten während einer Befragung durch Someryn schaut diese sprachlos nach Nordwesten, ebenso andere Weise Frauen in der Nähe. Faile denkt, dass es etwas mit Perrin und den Aes Sedai in seinem Gefolge zu tun haben könnte, aber sie will eigentlich nicht, dass Perrin sie rettet, da sie bereits Fluchtpläne hat. Mit Hilfe von Bain und Chiad konnte sie bereits zwei ihrer Gefolgsleute aus dem Lager schleusen.
Sie fährt mit der ihr aufgetragenen Arbeit fort, muss aber von Rolan (dem Aiel, der sie zur Gai’schain gemacht hat) vor einem anderen Aiel gerettet werden. Sie beschließt, sich mit ihrem Helfer anzufreunden, in der Hoffnung daraus irgendwann Vorteile ziehen zu können.
Schließlich trifft sie bei den Waschtrögen auf Alliandre und Galina. Letztere erpresst Faile und ihre Gefolgsleute. Maighdin sollte einen Elfenbeinstab aus dem Zelt der Weisen Frau Therava stehlen, doch sie wurde erwischt und bestraft.
Eine weitere Gai’schain namens Aravine kommt hinzu. Sie soll Faile zu Sevannas Zelt bringen. Aravine weiß einiges über sie und ihre Fluchtpläne und schwört ihr auf dem Weg heimlich die Treue.
Im Zelt angekommen erzählt Sevanna ihr, dass sie ein Messer gefunden hat, das Faile heimlich versteckt hatte. Zur Strafe wird sie in der Kälte nackt auf einen Tisch gefesselt. Nach einiger Zeit taucht jedoch Rolan mit Kohlepfannen auf, massiert sie und erleichtert Faile somit die Strafe.

Elayne reist unterdessen durch Andor und besucht verschiedene Adelshäuser, vordergründig um dort Soldaten für die Verteidigung von Caemlyn zusammenzuziehen, in Wahrheit jedoch um sich der Loyalität der Adligen und vor allem des Volkes zu versichern.
Einen ersten Schreck am Morgen nach dem Aufstehen im Herrenhaus Matherin erhält sie, als eine Zofe plötzlich aufschreit, weil sie glaubt einen Geist gesehen zu haben. Aviendha kann die über diesen Unsinn verärgerte Elayne beruhigen, aber gleichzeitig neigt sie dazu, Elayne wegen ihrer Schwangerschaft zu verhätscheln.
Mit ihrer Leibgarde und einigen neuen Soldaten verlässt sie Haus Matherin. Gerade als Aviendha ein Wegetor zurück in die Hauptstadt öffnen will, bemerken sie und Elayne die riesige Konzentration Saidars. Beide wissen, dass Rand darin verwickelt ist, doch Aviendha hält Elayne davor zurück, sofort dorthin aufzubrechen, da sie der Meinung ist, ihr unerwartetes Auftauchen könnte mehr Schaden als Nutzen anrichten.

Zurück in Caemlyn wird Elayne sofort von Birgitte weiteren Leibwachen umringt. Die Heldin des Horns ist ebenso wie Aviendha besorgt um die schwangere Elayne. Die Stimmung der Tochter-Erbin verschlechtert sich, da der Behüterbund anscheinend Birgittes Empfindungen auf Elayne überträgt. Und Birgitte ist schlecht gelaunt und hat Magenschmerzen. Grund dafür ist, dass ihre Erinnerungen an vergangene Leben immer weiter verblassen. Die Angst davor, auch ihren geliebten Gaidal Cain zu vergessen, hat sie dazu getrieben, massenweise Branntwein zu trinken.
Auf den Weg zu ihren Gemächern wird Elayne dann von den Aes Sedai Merilille, Careane und Sareitha belagert. So wollen sie vor allem dazu überreden, Fluchtpläne zu machen, für den Fall, dass sich das Fanal der Einen Macht Caemlyn nähert. Desweiteren wollen sie auch noch, dass Elayne mit Vandene spricht, damit diese mehr Unterricht beim Meervolk erteilt. Die junge Aes Sedai lehnt jedoch beides ab.
Schließlich taucht noch Hauptmann Doilan Mellar auf, der sich damit brüstet, einen Ausfall angeführt zu haben. Sareitha sieht in dem Mann einen Helden, alle anderen sind nicht begeistert wegen der Konsequenzen, und weil Mellar eigenmächtig gehandelt hat.

Zusammen mit Aviendha nimmt Elayne ein Bad. Die Aiel ist nicht gerade begeistert von den Dienerinnen, die sie umschwirren. Elayne nutzt mit Birgitte die Gelegenheit, einige positive Gerüchte zu nähren, indem sie mit Birgitte in Anwesenheit der Dienerinnen über ankommende Essenslieferungen und die Ansammlung von Aes Sedai, die sich im Silbernen Schwan aufhält, redet.
Plötzlich platzt Zaida, die Herrin der Wogen, herein. Elayne und Birgitte sind empört, aber die Atha’an Miere hat etwas wichtiges zu berichten: Nesta din Reas, die Herrin der Schiffe, ist von den Seanchanern getötet worden und Zaida beabsichtigt, mit ihren Windsucherinnen zum Treffen der Herrinnen der Wogen abzuziehen, auf dem die neue Anführerin des Meervolks gewählt wird.
Elayne braucht die Windsucherinnen aber zum Erschaffen von Wegetoren, um Caemlyn mit Nahrung zu versorgen, und ist so gezwungen, mit Zaida einen Handel abzuschließen (direkt nachdem sie aus der Badewanne steigen konnte). Zaida verlangt eine Quadratmeile von Andor am Ufer des Erinin, die dem Meervolk zum Handeln frei zur Verfügung stehen soll. Nach einigem Feilschen einigen sie sich darauf, dass neun der Windsucherinnen unter Elaynes Befehl im Palast bleiben, die Restlichen aber mit Zaida aufbrechen und außerdem Merilille als Lehrerin mitnehmen.

Nach einer kurzen Verabschiedung verlässt Zaida Elayne wieder. Die Anwärterin auf den Löwenthron ist verärgert und lässt die Wachen vor ihrer Tür wissen, dass auch eine Herrin der Wogen sie nicht beim Bad zu stören hat. Mit Hilfe ihrer Zofen ziehen Elayne und Aviendha sich nun endlich wieder richtige Kleidung an, als Birgitte mit einer neuen Nachricht ins Zimmer platzt. Dyelin, Elaynes Verbündete, die um die Unterstützung weiterer Häuser werben sollte, ist zurück und hat die Hohen Herrinnen und Herren von vier andoranischen Adelsgeschlechtern mitgebracht. Dieser hohe Besuch veranlasst sogar Aviendha dazu, auf ihre Aiel-Kleidung zu verzichten und in ein Samtgewand zu schlüpfen. Gemeinsam mit ihrer Erstschwester macht sie sich auf, die Neuankömmlinge zu empfangen.
Doch was Elayne da erwartet, lässt sie nur mit Mühe die Fassung behalten. Alle vier sind noch nicht wirklich erwachsen, oder sogar noch Kinder. Doch sie unterstützen Haus Trakand und haben insgesamt mehr als 3000 Soldaten mitgebracht. So zwingt sich Elayne auch, etwas Konversation mit den Herrschaften zu betreiben, wobei nur die Aussage, dass Aviendha eine Aiel und gleichzeitig Schwester von Elayne sei, sie für einen kurzen Moment in Staunen versetzt.
Dyelin ist mit ihrer eigenen Arbeit im Großen und Ganzen zufrieden, jedoch auch nicht begeistert, dass niemand einen erfahrenen Vormund oder Berater dabei hat. So erhält sie den Auftrag, sich um die vier zu kümmern und dafür zu sorgen, dass sie keinen Unsinn anstellen.

Elayne bekommt die Berichte von Reene Harfor und Halwin Norry. Aviendha webt einen Lauschschutz, damit niemand von den brisanten Berichten erfährt. So hat Reene Harfor einen weiteren Spion im Palast entdecken können, der dieses Mal für die Braune Ajah arbeitet. Mit einem bereits zuvor entdeckten Spion hat sie gesprochen und ihn davon überzeugen können, für zwei Auftraggeber zu arbeiten, so dass Elayne jetzt eine Informationsquelle in Arymillas Lager hat.
Norry hat indessen ein Muster unter den vielen Bränden, die Caemlyn heimsuchen, festgestellt. Offenbar sind sie gezielt nach einem Muster gelegt worden, immer in leerstehenden Häusern und immer möglichst weit weg von den Pumpwagen. Außerdem konnte er herausfinden, dass die Adligen, die Arymilla folgen, ihr Land doppelt verpfändet haben, um an zusätzliches Geld zu kommen. Doch eine große Hoffnung, diese Machenschaften aufzudecken und die Adligen somit zu schwächen besteht nicht.
Nachdem die beiden Berater weg sind, bemerkt Aviendha, dass jemand versucht hat, das Gespräch zu belauschen. Den Schutz immer noch aufrecht erhaltend, diskutieren sie mit Birgitte die Truppenbewegungen der neutralen Häuser, die von Caemlyn ferngehalten werden sollen, um zu verhindern, dass sie sich auf Arymillas Seite stellen.
Nachdem auch dies geklärt ist, kommt Monaelle, eine Weise Frau der Aiel, mit Sumeko von den Kusinen. Sie möchten Elaynes Schwangerschaft untersuchen, mit einem Gewebe, das bisher nur den Aiel bekannt ist und von Sumeko erlernt wird. Sie stellen fest, dass Elayne Zwillinge bekommt. Ehe Aviendha das Gewebe ebenfalls ausprobieren kann, werden die Frauen dadurch abgelenkt, dass das Fanal erlischt. Während sie über die Ursache spekulieren, betritt eine Gardistin den Raum, die verkündet, dass Merilille und eine Schülerin der Windsucherinnen verschwunden sind.

(Quelle: www.radderzeit.de)

26 – Die Flucht der Sklaven

Rand verfolgt in Far Madding den abtrünnigen Asha‘ man Rochaid. Während der Verfolgung wird ihm schwindelig, obwohl er nicht die Macht lenken wollte, und er sieht ein Gesicht vor seinen Augen. In einer engen Gasse lauert ihm Rochaid auf, der die Verfolgung geahnt hatte, und versucht Rand mit seinem Schwert anzugreifen. Rand kontert unbewaffnet. Währenddessen versucht ihn Kisman, ein weiterer Asha‘ man, von hinten zu töten. Beide gehörten zu den Attentäter, die Rand versucht haben umzubringen. Diese Tat wurde ihnen gleich mehrfach befohlen. Während Taim und Demandred ausdrücklich seinen Tod wollten, ist Morridin viel mehr an Rands Besitztümern interessiert, sein Tod nur Nebensache. Der Kampf in der Gasse hat die Stadtgarde alarmiert. Sowohl Kisman als auch Rand flüchten. Wenige Straßen weiter wird Kisman durch einen Dolchstich verletzt und stirbt qualvoll.

Cadsuane reist mit einigen Schwestern, drei Asha‘ man  und zwei Frauen des Meervolkes per Wegetor nach Far Madding. Harine, Herrin der Wogen, ist von dieser Reisetechnik so beeindruckt, dass sie ihre Schwester, Shalon, beauftragt, diese Technik zu erlernen. Dazu soll sie Cadsuane und die anderen ausspionieren. Diese ist aber von Cadsuane und Verin angehalten worden, ihre Schwester auszuspionieren, nur dann bliebe ihr entdecktes Verhältnis auch weiterhin geheim. Die Aes Sedai „betreut“ die Meervolk Frauen und versucht ihre Fragen so gut es geht zu beantworten. Sie erzählt, das in Far Madding ein Angreal wirkt, der zwei ineinander verschachtelte Steddings vortäuscht. Innerhalb des größeren können die Männer die Macht nicht lenken, innerhalb des kleineren inneren die Frauen auch nicht. Als die Gruppe in die Stadt einreisen will, zahlt Cadsuane dafür, dass die Behüter die Schwerter behalten dürfen. Sie werden Friedensgebunden, ein Drahtgeflecht, welches bei der Ausreise überprüft wird, verhindert, das die Waffe unkontrolliert benutzt werden kann.

Min warnt Rand erneut, dass Alivia ihn töten wird. Er selbst sagst, sie wird ihm helfen zu sterben. Er hat sich damit abgefunden, dass er sterben wird, da ihm selbst geweissagt wurde, er muss sterben, um zu leben. Er kann Alanna spüren, die in der Satdt ist. Schon nach kurzer Zeit kommen sie und Cadsuane vorbei. Er erfährt, dass seine Asha‘ man Behüter freiwillig geworden sind. Als er flucht, bekommt er von Cadsuane eine schallende Ohrfeige. Anschließend gehen Cadsuane und Min. Alanna berichtet weiter, dass eine Asha‘ man einen Weg gefunden hat, die gedämpften Schwestern zu heilen. Daraufhin haben ihm alle Schwestern, selbst die roten, die ihn entführt hatten, den Eid geschworen. Sie selber ist sehr ungehalten, als er erzählt, dass er sich mit drei Frauen verbunden hat. Verin hat den Ratsherrinnensaal verlassen. Sie hofft, das sich niemand, auch nicht ihre Schwestern, an ihren Konflikt mit dem Gesetz in Far Madding und dem anschließendem Exil erinnern kann. Sie trifft Cadsuane und bekommt erklärt, dass Cadsuane Rand etwas beibringen soll. Da sein Misstrauen gegenüber den Aes Sedai aber zu groß sei, muss sie warten, bis er ankommt. Verin macht Tee für beide, lässt eine Phiole mit unbekannten Inhalt aber unbenutzt wieder in ihrem Mantel verschwinden.

Elayne und Egwene treffen sich in Tel‘ aran‘ rhiod. Sie besuchen Emondsfeld. Aus dem Dorf ist mittlerweile eine richtige Stadt geworden. Elayne sieht an einem Fahnenmast den roten Adler von Manetheren. Sie beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen, da es in ihrem Königreich keine anderen Herrschaftsansprüche geben soll. Egwene erklärt als Amyrlin, dass sie Rand daran hindern will, dass er alle Schwestern zu seinen Dienerinnen macht. In der Burg ist das Gerücht im Umlauf, dass Elayne schwanger sei. Allgemein wird der Hauptmann Mellar verdächtigt. Ihr Sekretär Norry berichtet ihr, dass die Bankiers jetzt wesentlich zugänglicher seien, Brigitte kann ihr Heer also aufstellen. Außerdem hat er Gerüchte vernommen, Aes Sedai hätten Rand die Treue geschworen. Die Haushofmeisterin hat wiederum Spione entlarvt, mittlerweile sind es 13. Elayne lässt sie nicht auffliegen, sondern füttert sie mit Informationen, die sie weitergeben sollen. Merillile kommt von den Verhandlungen mit den Herrschern der Grenzländer zurück. Sie erzählt von knapp 200.000 Soldaten sowie zehn Aes Sedai, deren Gesinnung unbekannt ist. Sie vermutet, dass die Herrscher Elayne treffen wollen, weil ihre Freundschaft zu Rand bekannt ist. Elayne stimmt dem Treffen zu und schickt Merillile zurück.

Elayne reitet als grüne Aes Sedai zu den Lagern der Grenzländer. Lediglich Aviendha und Brigitte dürfen sie begleiten. Im Lager der Shienarer sind alle versammelt. Sie wollen von ihr wissen, wo Rand sei. Die letzte Schlacht wird vor ihren Grenzen statt finden, Rand selber hat sich aber bisher nicht blicken lassen. Elayne schafft es, dass die Heere durch Andor Richtung Süden ziehen. Aufgrund der bevorstehenden „Bedrohung“ hofft sie, dass sich die meisten Häuser unter ihrer F�hrung vereinen. Aber das Risiko des Bürgerkrieges wird noch größer dadurch. Elayne ist bei ihrer Rückkehr so müde, dass sie im Sattel einschläft. Trotzdem kommt ihr Sekretär Norry und teilt ihr mit, Das ein unbekanntes Heer von 20.000 bis 30.000 Soldaten auf die Stadt zu marschiert. Elayne weist an, sich auf eine Belagerung einzustellen. Lebensmittel sollen eingelagert werden und alle, die flüchten wollen, sind aufgerufen, rechtzeitig zu flüchten.

Tylin macht mit Suroth eine mehrtägige Reise. Sie soll das Land sehen, dass sie nun verwaltet, dazu fliegt sie mit einem To‘ Raken. Mat will diese Zeit nutzen um zu flüchten. Thom und Juilin hören von weiteren Morden, aber nur sie können den Zusammenhang zum Gholam herstellen. Die Sucher sind angewiesen, ihn mit allen Mittel zu finden. Das hat zur Folge, dass Nachts noch mehr Patrouillen auf der Straße sein werden, was die Flucht zusätzlich erschwert. Die Tage  vergehen, Tylins Rückkehr kann jederzeit erfolgen. Mittlerweile hat Thom ein Siegel gemacht, dass ihnen freies Geleit durch die Stadttore garantieren soll, Juilin hat zwei Kleider der Sul‘ damen sowie einen A‘ dam besorgt.

Mat besucht Joline in der Wanderin. Mittlerweile ist sie wieder eine selbstbewusste Aes Sedai, die sich weigert, an einem A‘ dam aus der Stadt geführt zu werden. Die Wirtin Setalle Anan schreitet ein und überredet sie, dem Plan zuzustimmen. Sie selber will auch mitkommen, ihr Mann ist schon mit der ganzen Familie nach Illian unterwegs. Joline kommt Setalles Stimme bekannt vor, aber sie kann sie nicht zuordnen. Zum Test legen sie Joline den A‘ dam an und Setalle ist die Sul‘ dame, aber die Aes Sedai bricht schmerzverzerrt zusammen. Damit ist dieser Plan gescheitert. Beim Hinausgehen trifft Mat Bayle Domon wieder, der ihn zu Egeanin Tomarath führt. Sie erzählt ihm die Wahrheit, dass die Sucher hinter ihr her sind. Gemeinsam schmieden sie einen Plan. Da Egeanin eine vom Blute ist, kann sie die Ausreise genehmigen, außerdem kennt sie Sul‘ dame, die ihr gehorchen. Im Palast erzählt er Juilin und Thom von der Begegnung. Endlich rücken diese auch mit der Wahrheit über Tanchico und das Zusammenspiel von Egeanin, Nynaeve und Elayne raus. Der männliche A‘ dam, mit dem die schwarze Ajah Rand gefangen nehmen wollte, liegt angeblich mittlerweile auf dem Meeresboden. Ob Rand von dieser Gefahr weiß, können die Beiden nicht sagen.

Mat und seine Freunde bereiten ihre Flucht vor. Beslan, Tylins Sohn, bietet sich an zur Ablenkung ein Waffenlager anzuzünden. Mat ringt ihm das Versprechen ab, dass er nicht selber an der Tat beteiligt sein darf, weil es auf Tylin zurückfallen könnte. Alle Beteiligten bereiten sich vor. Sie wollen in kleinen Gruppen agieren und sich erst zuletzt treffen, für alle gibt es Notfallpläne, falls Mat etwas zustoßen sollte.

Die Nacht der Flucht ist gekommen, Mat trifft sich im Palast mit Egeanin und Domon. Sie haben die beiden Sul‘ damen Seta und Renna dabei. Während sie die beiden Aes Sedai Teslyn und Edesina rausholen sollen, befreit Mat eine Frau des Meervolkes. Diese verspricht ihm, drei Stunden zu warten. Anschließend will sie versuchen, erst ihre Schwestern zu befreien und dann möglichst viele ihrer Landslaute, die ihm Rahad arbeiten müssen. Mat geht zurück in Tylins Gemach, um seinen Speer zu holen. Zu seiner Überraschung ist Tylin schon zurückgekehrt. Sie weiß, dass Mat sie verlassen will, ist aber nur sauer, weil er ohne Abschied gehen wollte. Sie einigen sich darauf, dass er sie gefesselt zurücklässt, so dass auf sie kein Verdacht fällt. Zum Abschied sagt Mat ihr noch, dass er sie vermissen wird. Beim Treffpunkt im Palast, wo mittlerweile alle da sein müssten, trifft er nur Tuon. Obwohl sie ihm körperlich unterlegen ist, ruft sie nicht um Hilfe, sondern greift ihn geschickt an. Mat kann sich nur verteidigen, erst als Noal, der ebenfalls in dieser Nacht aufbrechen wollte, dazukommt, kann er sie überwältigen. Er will Tuon im Stall zurücklassen. Juilin kommt mit seiner Freundin genauso wie Egeanin mit den Aes Sedai und den Sul‘ damen zum Treffpunkt. Alle erstarren, als Egeanin verkündet, dass Tuon die Tochter der neun Monde ist. Mat erinnert sich an die Prophezeiungen und sagt nur, dass Tuon seine Frau sei. Tuon lächelt, Mat beschließt, sie mitzunehmen.

Rand sucht in Far Madding weiter nach den abtrünnigen Asha‘ man. Er schnappt in den Tavernen Gesprächsfetzen auf, unter anderem das eine schwarz verfärbte Leiche gefunden worden sei. In der Stadt trifft er Verin. Er lässt durch sie Cadsuane ausrichten, dass er morgen abreisen wolle und sie gerne als Beraterin dabei hätte. Verin schlägt vor, dass er das abends mit ihr besprechen solle. Derweil sind die anderen Aes Sedai unterwegs mit Cadsuane Lan erzählt Rand, dass es ihr Ziel sei, Cadsuane näher an ihn heranzubringen. Während des Ausrittes untersucht Cadsuane die Angreale, die Nynaeve bei sich hat. Einer kann aufspüren, ob jemand Saidin oder Saidar lenkt, ein anderer trägt die Quelle selber in sich. Mit ihm kann Nynaeve selbst in Far Madding die Macht gebrauchen, wenn auch nicht viel. Sie vermutet, dass Cadsuane ebenfalls solch einen Angreal hat. Rand bekommt einen Brief. Der unbekannte Verfasser teilt ihm mit, dass er wisse, dass er der wiedergeborene Drache sei. Er teilt ihm mit, dass nun Rochaid und Kisman tot seien und wo sich Torval und Gedwyn in der Stadt aufhalten. Er solle sie töten und anschließend Far Madding sofort verlassen.

Rand weiß, dass es sich um eine Falle handelt, trotzdem will er mit Lan und Nynaeve dort hin gehen. Min soll während dessen im Gasthof mit Alivia warten. Sobald die drei verschwunden sind bricht sie zu Cadsuane auf, Alivia muss mitgehen. Rand beobachtet in der Straße die beiden abtrünnigen Asha‘ man Gedwyn und Torval. Sie beschließen, dass Nynaeve ihn und Lan mit Hilfe ihres Angreals auf ein Dach tragen soll. Als Rand und Lan in den Raum eindringen, finden sie nur zwei schwarze, aufgeblähte Leichen vor. Rand ahnt, dass das Padan Fains Werk sein muss. Tatsächlich wird es im nächsten Raum von ihm angegriffen, wärend Lan gegen Toram Riatin antreten muss. Lan kann das Duell unverletzt überstehen, Fain gelingt die Flucht. Sie hören von draußen Lärm, Lan und Rand wollen zurück über das Dach fliehen. Auf ihrem Rückzug rutschen sie auf dem Dach aus und fallen auf die Straße.

 Nynaeve fühlt Lans Sturz, will sofort mit der Macht eingreifen. Cadsuane hindert sie. Sie will ebenfalls den beiden helfen, aber im Moment kann sie nichts tun.
Rand wird in einer Zelle wach. Er weiß, dass die Ratsherrinnen mit Elaida Kontakt aufnehmen wollen und er womöglich Monate dort verbringen muss. Er ist wieder in völliger Dunkelheit in einem kleinen Raum eingesperrt.
Cadsuane hat einen Weg gefunden, wie sie Rand befreien kann. Sie dringt mit einigen Schwestern und Asha‘ man in den Ratssaal ein. Sie täuscht die Ratsherrinnen, sie könne die Macht lenken und mit Hilfe des Angreals nimmt sie der obersten Ratsherrin die Krone runter. Plötzlich tritt ein Asha‘ man vor. Während Nynaeve ihren Angreal benutzt täuscht er vor, er könne ebenfalls die Macht lenken. Dadurch werden die Ratsherrinnen so eingeschüchtert, dass sie Cadsuane Lan und Rand übergeben.

Rand reist gemeinsam mit den Aes Sedai und den Asha‘ man ab. Die Torwächter haben Anweisung, die Friedensbünde der Schwerter nicht zu überprüfen und die Namen aus den Büchern zu entfernen. Niemals waren Rand, Cadsuane und die anderen in Far Madding. Außerhalb der Stadt gräbt Rand Callandor wieder aus, dass er dort vergraben hat. Er erzählt von seinem Plan, dass er mit Hilfe der Choedan Kal, der mächtigsten Angreale der Welt, Saidin vom Makel befreien will. Das Risiko, dass dabei ein Unglück passieren kann oder gar die Welt erneut zerstört wird, nimmt er auf sich. Das Risiko, dass nach und nach Asha‘ man wahnsinnig werden und Zerstörung verbreiten, ist zu groß. Er will das Böse von Shadar Logoth nutzen, um Saidin zu reinigen. Dazu verknüpft er sich mit Nynaeve und webt eine Art Röhre in die Stadt hinein. Die anderen Aes Sedai bilden weitere Zirkel, um ihn gegen die Verlorenen, die diesen starken Machtstrom spüren werden, zu schützen. Während Nynaeve und Rand die Statuen benutzen, beobachten Menschen, wie die tatsächlichen Angreale anfangen zu leuchten. Die erste Verlorene ist Cyndane, die tatsächlich Lanfear ist. Sobald sie aber aus ihrem Wegetor heraustritt, wird sie bereits angegriffen, da Cadsuane einen Angreal hat, der anzeigt, wer wo die Macht lenkt. Die ersten Angriffe gegen Rand erfolgen, aber Cadsuane hat einen mächtigen Schild über der Lichtung, auf dem Rand und Nynaeve sitzen, gewebt. Während sie diesen aufrecht erhält, schlägt der Zirkel unter Leitung von Merise zurück. Auch Demandred, der mit einem Wegetor zum Ort des Geschehens reist, wird sofort angegriffen und muss sich zurück ziehen. Osan‘ gar, der der abtrünnige Asha‘ man Dashiva ist, ist zu feige zum Kämpfen. Er selber sieht sich als kreativer Geist, der die Trollocs und Myrddraals erschaffen hat (also der wiedergeborene Aginor), nicht als Soldat. Nur die Angst vor Morridin, der schon im Stollen verrückt vor Machthunger war, treibt ihn überhaupt zum Schauplatz. Der Zirkel um Verin trifft auf eine blonde Verlorene, die sofort angreift, ein anderer Zirkel trifft auf eine schwarzhaarige. Cyndane trifft auf eine unbekannte hellblonde Frau, die sich gegenseitig angreifen. Moghedien greift nicht ein, auch sie ist nur aus Angst vor Morridin da. Der Kampf zieht sich über Stunden hin, schließlich sind alle erschöpft. Lediglich Rand zeigt keine Spur der Erschöpfung, er kämpft weiterhin gegen den Makel an. Osan‘ gar schleicht sich heran, will Rand mit Baalsfeuer töten. Aber Elsa, in Wirklichkeit eine schwarze Schwester, entdeckt ihn und tötet ihn. Moghedien bleibt weiterhin in Verborgenem. Als die riesige schwarze Kuppel, die Rand gewoben hat, zusammenbricht, gerät sie in einen solchen Windstoß, dass sie weggeweht wird. Wie sie es übersteht ist ungewiss. Dort, wo einst Shadar Logoth war, ist jetzt ein riesiges, kreisförmiges Loch. Rand und Nynave sind ohnmächtig, aber unverletzt. Andere hatten weniger Glück, obwohl der Asha‘ man Damer geheilt hat, was er konnte. Kumira ist ebenso ungekommen wie der junge Eben. Außer Dashiva alias Osan‘ gar ist kein weiterer toter Verlorener gefunden worden. Die anderen Asha‘ man berichten, dass Saidin vom Makel befreit sei…

(Quelle: www.radderzeit.de)

10/10

25 – Die Herrschaft der Seanchaner

Elayne wacht in ihrem Schlafzimmer auf, Brigitte, Aviendha und Nynaeve sind bei ihr. Die drei erklären ihr, dass es keine versuchte Entführung war, sondern ein Mordversuch. Eine Leibwache soll nun auf Elayne aufpassen einverstanden. Der Gardist Mellar, der sie gerettet hat,  wird zum Hauptmann der Garde befördert. Gegen den Willen von Brigitte geht Elayne mit Nynaeve nach Tel‘ aran‘ rhiod. Dort erstatten sie Egwene über alle Vorkommnisse Bericht. Diese berichtet, dass es eine Aufgenommene namens Sharine Melloy gibt. Bei diesen Namen zuckt Nynaeve zusammen, sagt aber nicht warum.  Egwene berichtet ihrerseits von ihren Plänen. Alle Schwestern und auch die, die es werden wollen, müssen die drei Eide schwören.

Die schwarzen Schwestern Chesma, Asne und Elderith sind ebenfalls unentdeckt in Caemlyn. Sie wollen ihren alten Befehl ausführen und Nynaeve gefangen nehmen. Temaile kommt dazu. Sie war ebenfalls in Tel‘ aran‘ rhiod und hat gelauscht.
Mili Skane, eine hohe Schattenfreundin, der Dienerinnen Faolin sowie eine Aes Sedai namens Marillin sind, bekommt besuch von Daved Hanlon. Er berichtet, dass der Überfall auf Elayne planmäßig geklappt hat. Er ist der Gardehauptmann Mellar! Zusätzlich befindet sich noch eine schwarze Schwester im Palast.

Rand, der sich mit Hilfe der Macht verkleidet hat, und Min sind im Palast von Caemlyn. Rand möchte Nynaeve sprechen und dabei Elayne und Aviendha aus dem Weg gehen. Min allerdings hat eigene Pläne. Als sie die Haushofmeisterin treffen, verabschiedet sie sich und lässt Rand zu Nynaeve führen. Nynaeve gibt Talaan, einer jungen Frau des Meervolkes, die trotz ihres jungen Alters schon fast so stark wie Nynaeve ist, Unterricht. Dabei sehen viele Angehörige zu. Es gelingt Talaan tatsächlich, Nynaeve zwei Mal von der Macht abzuschirmen. Die Frauen des Meervolkes behandeln die Aes Sedai, die Nynaeve schließlich ist, sehr respektlos. In ihrem Zimmer wartet Rand auf sie. Er übergibt ihr die beiden Statuen, die stärksten Sa‘ Angreale, die es gibt. Er will mit ihr zu gegebener Zeit, nachdem er die abtrünnigen Asha‘ man getötet hat, Saidin vom Makel reinigen.

Min bringt Aviendha und Elayne in Nynaeves Zimmer. Nun sind alle drei Frauen, die Rand liebt und die Rand lieben versammelt. Alle drei wollen den Bund als Behüter mit ihm eingehen. Er willigt ein. Der Bund wird mit Hilfe der Macht geschlossen. Wie vorher abgesprochen, lassen Min und Aviendha Elayne und Rand allein. Elayne will mit Rand schlafen, derweil versuchen die beiden Frauen, sich besser kennen zu lernen. Unterwegs kommt ihnen Brigitte entgegen. Als Behüterin von Elayne sollte sie alles fühlen können, aber Elayne hat den Bund verschlossen. Dieser Trick hilft auch Aviendha, dass sie nicht Rands Gefühle mitbekommt, bei Min misslingt er. Am nächsten Rand sind Rand, Nynaeve, Lan, Alivia sowie ein Angreal verschwunden.

Cadsuane empfängt im Sonnenpalast Angehörige des Meervolkes. Diese beschweren sich, dass sie immer noch eine Windsucherin festhält. Diese ist in Cadsuanes Augen ein Störenfried, der ihr angeblich mithilft, die Vorgänge des Attentats aufzuklären. Als die Meerleute anmaßend werden und ihr drohen reicht es Cadsuane. Sie befiehlt die eine Zeit lang einzusperren und bei weiteren Vergehen würden sie mit Stockschlägen bestraft. Corele kommt herein, sie berichtet, dass auch die letzten vier der neuzehn Schwestern, die Elaida losgeschickt hatte, nun Rand die Treue geschworen haben. Und dass unabhängig voneinander und sie rote Aes Sedai sind. Außerdem hat einer der Asha‘ man eine gedämpfte Schwester wieder geheilt. Ein Diener kommt herein. Er wurde zu Cadsuane geschickt, nachdem Alanna plötzlich ohnmächtig wurde. Unterwegs treffen sie Lord Dobrain. Lord Darlin, der für Rand der Großhofmeister von Tear werden soll, und  Lady Caraline, die eine Rebellion plante, seine auf dem Weg nach Tear. Durch den Bund zu Alanna kann ihr Behüter sagen, dass ihr nichts fehlt, sie anscheinend nicht aufwachen will. Auch ein Versuch der Heilung misslingt, also beschließt Cadsuane zu warten, bis sie von alleine aufwacht.

Ein Schiff der Seanchener steuert die Stadt Tanchico an. An Bord ist die Hochlady Tuon mit ihrem Gefolge, sie soll die Corenne, die Wiederkehr, festigen. In Wahrheit ist sie die Tochter der neun Monde, eben die Frau, die Mat laut einer Prophezeiung heiraten wird. Ein Vorhersage einer Damane ist für sie sehr ungünstig verlaufen, wofür sie sie bestraft. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, Rand zu finden, da er laut einer Prophezeiung vor dem Kristallthron der Seanchaner niederknien muss.

Mat ist bei dem Einsturz des Hauses schwer verletzt worden, sein Bein und einige Rippen sind gebrochen. Er holt sich bei Aludra. Sie ist eine ehemalige Feuerwerkerin, der er einmal das Leben gerettet hat. Sie erfährt vom ihm, dass das Gildenhaus in Tanchico durch die Seanchaner zerstört worden sei. Er selbst möchte das Geheimnis des Feuerpulvers herausbekommen, um damit eine Art von Bomben zu basteln. Sie stellt ihm ein Rätsel, wofür sie einen Glockengießer bräuchte. Sollte er das herausbekommen, würde er alle Geheimnisse von ihr erfahren. Sie sind beide untergekommen bei dem Wanderzirkus von Luca Valin, auch Thom, Beslan und Olwer, der von allen unterrichtet wird und damit sehr vielseitig geworden ist, sind dort. Mat plant, mit dem Wanderzirkus zu flüchten, um Tylin, die ihn immer noch als persönliches Spielzeug ansieht, zu entkommen. Aber Luca verlangt viel Geld dafür und will erst im einigen Monaten, wenn es Frühling wird, aufbrechen. Als sie sich verabschieden, um zu Tylins Palast zurückzukehren, überkommt Mat eine böse Vorahnung.

Als die Männer die Straßen von Ebou Dar erreichen stellen sie überrascht fest, dass die Corenne, die Wiederkehr, begonnen hat. Die Stadt platzt aus allen Nähten, seanchanische Handwerker und Bauern mit ihrer gesamten Ausrüstung und ihrem Viehbestand sind eingetroffen und lassen sich in der Stadt und im Umland häuslich nieder. Die Männer trennen sich, Beslan und Thom, die irgendeinen Plan aushecken, verabschieden sich mit Olwer Richtung Palast. Mat geht durch weniger bevölkerte Seitenstraßen. Plötzlich stolpert er und landet im Schlamm, was sich als Glücksfall herausstellt, da es den Angriff des Gholam abwehrt. Er hält sich den Angreifer mit seinem Fuchskopf vom Hals. Erst als Stimmen auftauchen flüchtet der Gholam und verschwindet in ein nur handbreites Loch in einer Mauer. Die Hilfe erfolgte durch einen älteren Mann namens Noal Charin, den Mat zum Palast mitnimmt. Die Würfel in seinem Kopf rollen noch immer, sie hatten nichts mit dem Angriff zu tun.

Mat wird mit Noal in den Palast eingelassen. Dort sind die Windsucherinnen und die Aes Sedai Teslyn im Hof. Sie sind nun Damane. Mat berichtet seinen Rotwaffen, dass er angegriffen wurde. Er bietet allen an, auch dem Diebfänger Juilin, dass er die Passage nach Caemlyn zahle, aber die Männer wollen bleiben. Auf dem Weg durch den Palast sprechen ihn alle Diener an, er solle sich lieber waschen, da Tylin es nicht mag, wenn ihr Spielzeug dreckig sei. Voller Zorn stürzt er in den Thronsaal. Dort kommen die Würfel zum Stillstand. Anwesend sind neben Tylin und der Hochlady Suroth auch eine weitere vom Blute, nämlich Tuon. Diese entwickelt Interesse an Mat, will ihn sogar kaufen. Tylin wird versprochen, als eine vom Blute eingetragen zu werden, sie wird ihre Ländereien behalten dürfen. Mat ist sehr beunruhigt, er weiß noch nicht, warum die Würfel still stehen.

Mat durchstreift Ebou Dar auf der Suche nach einem Zimmer. Die Seanchaner belegen jedes freie Zimmer. In der Wanderin, dem Gasthof, in dem Mat vor seinem Unzug in den Palast wohnte, bekommt er aber ein kleines Zimmer, wo er Geld und Kleidung zur Flucht verstecken kann. Er weist seine beiden Diener an, regelmäßig etwas Geld und Kleidung dort hin mitzunehmen und zu verstecken.  Mat wundert sich, dass er die Tuon immer öfters trifft, scheinbar immer zufällig. Einmal trifft er sine in seinem Zimmer, wo sie seinen Speer untersucht und ihn sofort kaufen will. Mat allerdings sagt, der Preis, den er für ihn bezahlt habe, sei zu hoch. Mittlerweile ist einiges Geld in seinem Zimmer versteckt worden, er fragt sich immer öfter, ob es dort sicher sei und beschließt, selber nachzusehen. Dieses wird sich noch als großer Fehler herausstellen.

Mat ist in der Küche des Gasthofes „Wanderin“, als die Herrin hereinkommt. Bei ihr ist die Aes Sedai Joline Maza, die während der Invasion aus dem Palast flüchten konnte. plötzlich klopft es an der Tür. Mat kann die verdutzte Aes Sedai auf seinen Schoß ziehen und sie küssen, damit ihr altersloses Gesicht nicht den hereinkommenden Seanchanern auffällt. Der männliche Begleiter kommt ihm sehr bekannt vor. Sie verstecken die Machtlenkerin im Keller des Gasthofes. Mat verspricht ihr, dass er sie bei seiner Flucht mitnimmt. Er glaubt, wegen einem Zettel (der eine Warnung an Elayne und Nynaeve enthielt) in ihrer Schuld zu stehen, aber der Zettel ist nicht von ihr, sondern von der gefangenen Teslyn. Er sucht sie in ihrem Zimmer auf und verspricht ihr ebenfalls bei der Flucht zu helfen. Sie besteht aber darauf, das die Schwester Edesina Azzedin ebenfalls mitkommt. Nun hat Mat drei Frauen, die die Macht lenken können, am Hals. Als er die Etage der Damanen verlassen will trifft er wieder einmal Tuon. Sie sagt ihm, dass allein schon die Anwesenheit im Damanenzwinger zu einer Strafe reicht, lässt ihn aber gehen.

Egeanin Sarna und Bayle Domen befinden sich im Gasthof „Wanderin“, sie waren es, vor denen Mat die Aes Sedai in der Küche verstecken musste. Bayle ist immer noch sauer, dass er den A‘ dam, mit dem man einen Mann gefangen nehmen kann, abgeben musste, als sein Schiff von den Seanchan gekapert wurde. Er selbst wurde als So‘ jhin, einer Art höher gestelltem Diener, an Egeanin verkauft. Er liebt sie, und will sie heiraten (was sie eigentlich auch will), aber als So‘ jhin darf er nur andere So‘ jhin heiraten. Erst wenn sie ihn freilässt dürfte er sie heiraten. Bethamin klopft an die Tür. Sie erzählt von dem Sucher und seinen Vorwürfen gegen sie und Hochlady Suroth. Egeanin, durch die Freundschaft zu Nynaeve und Elayne verändert, ist nicht mehr der Meinung, dass jede Machtlenkerin automatisch als Damane versklavt werden müsse. Sie befiehlt Bethamin, sie jeden tag zu besuchen und dem Sucher das zu erzählen, was sie ihr mitteilt. Nachdem Bethamin gegangen ist, will sie Domon frei lassen, aber der will nicht. Er hat Mat Cauthon in der Küche erkannt und vermutet, dass auch Thom Merillin und weitere Männer in der Stadt sind. Er will eine Mannschaft zusammenstellen, mit der sie fliehen können. er selbst weiß von keiner Verschwörung, die es auf Falme gegeben haben soll.

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(Quelle: http://www.radderzeit.de)