Monatsarchive: Januar 2015

Nicholas Sparks – Das Leuchten der Stille

Foto: Randomhouse

Foto: Randomhouse

John Tyree ist Soldat und verbringt seinen Urlaub zu Hause. Durch Zufall lernt er Savannah Lynn Curtis kennen und weiß sofort, sie ist es. Die Frau, die er für den Rest seines Lebens lieben wird. Viel zu schnell ist sein Urlaub vorbei und er muss weg. Als durch den 11. September 2001 seine Abwesenheit viel länger als eigentlich geplant wird, hat Savannah einen anderen Mann. Und jetzt kommt die große Frage: Kann John Tyree seine Traumfrau wieder für sich gewinnen?

Ein typischer Nicholas Sparks. Die große Liebe, die erst einmal einige Hürden nehmen muss, um bestehen zu können bzw. zwei Liebende, denen nichts anderes in den Weg kommt als das – nicht immer faire – Leben selbst. Gehört, meiner Meinung nach, aber nicht zu den besseren Büchern. Also ich habe schon bessere von ihm gelesen, trotzdem süße und seichte Unterhaltung 🙂

6/10

Boyle – América

Foto: lovelybooks

Foto: lovelybooks

„América“ spielt im Gebiet rund um den Topanga Canyon bei Los Angeles. Es gibt vier Hauptpersonen – zwei Paare, anhand derer Boyle zwei Welten beschreibt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und doch treffen die beiden Welten immer wieder aufeinander.

Die Welt der reichen Amerikaner präsentieren Delaney Mossbacher, ein aus New York stammender Mann mit europäischen Wurzeln, und seine Frau Kyra. Sie wohnen im Norden von Los Angeles und Delaneys größtes Interesse gilt Haushalt, Kind und der Sicherheit der Nachbarschaft.

Die andere Welt wird durch Cándido Rincón und seine schwangere Geliebte América vertreten, die aus Mexico geflohen sind. Cándido arbeitet als illegaler Wanderarbeiter und seine Sorge gilt der Versorgung seiner kleinen Familie und dem Finden eines Jobs. Die beiden wohnen in einem Canyon und müssen tagtäglich ums Überleben kämpfen.

Die beiden Welten treffen aufeinander, als Cándido von Delaney angefahren und verletzt wird. 20 Dollar ärmer fährt Delaney weiter, ohne sich weitere Gedanken zu machen. Cándido kann unterdessen aufgrund seiner Verletzungen keinen Job suchen und kehrt in den Canyon zurück. Nun macht sich América auf die Suche nach einem Job, doch die Freude, dass sie wirklich einen findet, währt nur kurz, da sie bereits am zweiten Arbeitstag ausgeraubt und vergewaltigt wird. Das Arbeiten übernimmt nun wieder Cándido, der langsam wieder genesen ist.

Delaney kämpft in der Zwischenzeit für die Sicherheit seiner Nachbarschaft und setzt sich für die Errichtung einer Mauer um Arroyo Blanco ein – gegen „Coyoten, Schlangen und Ausländer“.

Bei Cándido und América wiederholt sich wieder und wieder dasselbe Spiel: Er bekommt Arbeit, sie haben kurz etwas Geld und etwas zu Essen, werden dann aber irgendwann ausgeraubt oder verlieren auf andere Art und Weise ihre Ersparnisse. Als sie durch einen Waldbrand noch aus dem Canyon fliehen müssen, nähern sie sich Arroyo Blanco und errichten dort notdürftig eine Unterkunft, wodurch sich Delaneys und Cándidos Welten erneut treffen. Eine Schlammlawine tötet das neu geborene Baby von América und Cándido und leutet das schicksalhafte Ende des Buches ein…

T.C. Boyle hat eine unvergleichliche Art zu Schreiben – ich glaube, ich habe das schonmal erwähnt 😉 Allein die Art, wie er hier das absolut deprimierende Leben von Cándido und América beschreibt, nimmt den Leser in eine ganz andere Welt mit. Man fühlt sich teilweise richtig schmutzig, sonnenverbrannt und hungrig – so anschaulich beschreibt er ihr tristes Dasein.  Auf der anderen Seite freut man sich über jeden Erfolg, jeden Job und jedes Essen – und ist wütend über jeden Raub und jeden Schicksalsschlag, den sie erleiden müssen. Mit Delaney und seiner Frau konnte ich auf der anderen Seite nicht wirklich viel anfangen. Sie kümmern sich nur um sich selber, schauen nicht einen Meter weit neben sich, sind nur auf den eigenen Vorteil bedacht und alles andere ist egal. Von solchen Menschen gibt es leider viel zu viele und wirklich gut kommen sie bei Boyle auch nicht weg. Ein grandioser Roman!

10/10

 

 

 

Die Quellen des Bösen (#6)

die quellen des bösen

Govan hat große Pläne und gibt den Kensustrianern die Schuld am Tod von Lodrik, um die Bevölkerung von der Notwendigkeit eines Krieges gegen das starke Kensustria zu überzeugen. Er bekennt sich auch sofort mit Antritt seines Amtes als Kabcar zum Gebrannten Gott.

Stoiko, Soscha, Perdór und Fiorell sind in Kensustria und Soscha nutzt die Zeit, um weiter die Magie zu erforschen. So erfährt sie auch – mehr oder weniger durch Zufall – dass sie selbst über heilende Kräfte verfügt.

Tokaro und Nerestro halten sich in Ulsar auf und nehmen an einem Turnier teil, welches Tokaro auch gewinnt. Krutor erkennt ihn, doch er wahrt sein Geheimnis. Tokaro wird zum Ritter geschlagen und kann noch rechtzeitig wegreiten – Nerestro hat nicht soviel Glück und wird von Hemeroc angegriffen.

Lodrik wurde wiederbelebt und soll als Nekromant nun seine neuen Kräfte dazu verwenden, Ulldart zu retten.

Unterdessen wird in Ulsar ein Prozess gegen Nerestro und seinen Orden geführt, der damit endet, dass der Orden aufgelöst und verboten wird und dass alle Ritter zum Tode verurteilt werden.

Der große letzte Kampf wird an allen Fronten vorbereitet und Lodrik reist nach Kensustria, um sie im Kampf zu unterstützen.

Band 6 bildet das große Finale der sechsteiligen „Ulldart – Die Dunkle Zeit“-Reihe und ist uneingeschränkt zu empfehlen. Wobei diese Aussage eigentlich überflüssig ist – wer Band 1-5 gelesen hat, wird selbstverständlich auch den letzten Teil lesen 😉 Weiter geht es dann mit der dreiteiligen Reihe „Ulldart – Zeit des Neuen“.

10/10

Sarah Maas, Celaenas Geschichte, Throne of Glass #1

Foto: dtv-dasjungebuch

Foto: dtv-dasjungebuch

Celaena Sardothien, eine gefürchtete Assassinin, soll im Auftrag ihres Gildenführers Arobynn den Tod eines Mitstreiters rächen. Schuld hat angeblich der Piratenkönig Rolfe, der seinen Sitz auf einer entlegenen Tropeninsel hat. Sie reist mit dem Assassinen Sam hin und merkt schnell, dass der Handel einen großen Haken hat: Die Schuld soll nicht in Geld, sondern in Sklaven beglichen werden. Und so ändert Celaena kurzerhand ihren Auftrag – und verlangt von Rolfe, nicht mehr mit Sklaven zu handeln.. so riskiert sie schnell alles, was ihr wichtig ist – auch ihr eigenes Leben.

Der erste Band ist sehr schnell gelesen – und lässt hoffen, dass er der Auftakt zu einer ganz interessanten Reihe ist. Leider waren die gefühlten 50 Seiten (waren schon paar mehr, aber kam mir nicht so vor) nicht ausreichend, um die Charaktere wirklich kennenzulernen und zu sagen, ob sich der Kauf der nächsten Bände wirklich lohnt. Aber ich denke, Band 2 wird schon noch gekauft 😉

6/10

Amy Silver – Was bleibt, wenn du gehst

Foto: lovelybooks

Foto: lovelybooks

Jen hat sie alle eingeladen – ihre engsten Freunde aus der Vergangenheit, ihre Familie. Und sie kommen: Dan und Nathalie, Lilah und Andrew. Einer fehlt in der Runde. Conor, der Mann, mit dem sie seit ihrem 16. Lebensjahr zusammen gewesen war und der ihr Mann fürs Leben werden sollte. Doch Conor ist tot. Seit vielen Jahren. Bei einem Autounfall gestorben, bei dem Andrew am Steuer saß.

Es ist viel passiert zwischen den Freunden. Dan war immer in Jen verliebt und auch sie hat diese Gefühle erwidert, und genau einmal diesen Gefühlen nachgegeben – was Conor vor seinem Tod nur erahnt hat. Andrew war einige Jahre mit Lilah zusammen. aber eigentlich schon immer in Nathalie verliebt. Die beiden nach Conors Unfall dann auch geheiratet, woran Lilahs und Nathalies enge Freundschaft letztendlich zerbrochen ist.

Jen hatte sich nach Conors Tod jahrelang bei keinem ihrer Freunde gemeldet – weswegen alle enttäuscht und sauer sind. Und Dan hat einen Film gedreht, wegen dem auch die letzten Bande endgültig zerrissen.

Nun sind sie wieder vereint – im Haus in Frankreich, in dem wunderbare Zeiten verlebt hatten. Die Gemüter kochen schnell hoch, vieles aus der Vergangenheit wird auf den Tisch gepackt, alte Gefühle kommen wieder hoch und es stellt sich nun eine Frage: Kann die Freundschaft zwischen Jen, Dan, Nathalie, Lilah und Andrew wieder aufgebaut werden?

Amy Silver kann eines definitiv: Mit Wörtern umgehen! Sie erschafft hier fünf (eigentlich sechs mit Conor) absolut individuelle Charaktere, die in einem komplizierten Gefühlskonstrukt miteinander agieren und älter werden, deren Lebenswege sich durch einen harten Schicksalsschlag voneinander entfernen, die dann aber, wenn es darauf ankommt, doch zueinander halten und füreinander da sind. Ein grandioses Buch über (heimliche) Liebe, Freundschaft und die Tatsache, dass man manchmal eben doch eine zweite Chance bekommt.

10/10

Janessa Bears – Heartd beat

Foto: lovelybooks

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Caprice, kurz Price, ist gerade in Frankfurt angekommen und will dort die Hochschule für Musik und darstellende Kunst besuchen, um ihrem großen Lebenstraum – Rockstar werden – ein Stück näher zu kommen.

Eine Person freut sich ganz besonders über ihren Umzug nach Frankfurt: Ihr Chatfreund AprilSky, mit dem sie über alles reden kann und mit dem sie eine ganz besondere Freundschaft verbindet. Immer wieder kommt ein Thema zwischen den beiden auf: das erste Treffen. Doch Sky ist sehr zurückhaltend und will, dass Price ihn unter vielen Leuten erkennt – dann gehört er ihr für immer.

Doch bereits am Flughafen lernt sie Luke kennen, der sie abholt. Unter der harten Schale erkennt sie bald einen weichen Kern – könnte er Sky sein?

Oder vielleicht doch eher der nette Sergiu, den sie in der Schule kennenlernt und der sofort hin- und weg ist von ihr?

Das Buch fängt sehr gut an, der Chat zwischen Sky und Price lockert die Geschichte immer wieder auf und gibt ihr eine gewisse Dynamik. Die große Frage, wer denn nun eigentlich Sky sei, hält den Leser über weite Teile des Buches fest, doch mir ist es zum Ende hin etwas zu langatmig geworden. Aber immer noch – im Gesamten gesehen – ein sehr süßes Buch 🙂

7/10

Kera Jung – und zweitens, als man denkt

Die Hochzeitsplanungen von Michael und Stevie sind in vollem Gange, doch eine Person macht alles zunichte: Stevies Schwester Bianca, die schon lange eine Auge auf Michael geworfen hat. Nach einer eskalierenden Nacht fragt sie Michael, ob sie jemals eine Chance bei ihm gehabt hätte, als sie ihn damals in der Bar angemacht hatte. Um sie nicht zu sehr zu verletzen, antwortet er mit „Ja“ – was Stevie durch Zufall hört. Enttäuscht und aufgelöst rennt sie aus dem Haus und fährt mit dem Auto weg. Die Fahrt endet mit einem tragischen Unfall, bei dem sie ihr Baby verliert und den Freund von Michaels Schwester, Marcel, schwer verletzt.

Michael kommt mit dem Verlust nicht zurecht und nach einer Flucht in den Alkohol wacht er morgens neben Bianca im Bett auf. Die nutzt ihre Chance und behauptet prompt wenige Wochen später, sie sei schwanger – und der Vater könne nur Michael sein, da sie vorher Jungfrau gewesen sei. Michael glaubt ihr und da er dennoch ein Mann der Ehre ist, löst er die Verlobung mit Stevie und plant nun die Hochzeit mit Bianca – auch wenn er diese am liebsten gegen die Wand schlagen würde. Stevie zieht sich zurück, doch Bianca will ihre Schwester nicht in Ruhe lassen und möchte sie unbedingt als Brautjungfer haben…

Foto: a-p-p-verlag.de

Foto: a-p-p-verlag.de

Zu diesem Buch habe ich wirklich eine geteilte Meinung. Zum einen ist es – in typischer Jung‘ Manier – sehr gut und vor allem auch sehr witzig geschrieben. Die Charaktere sind sehr individuell und vor allem auch sehr anschaulich beschrieben – wie richtige Menschen eben (was nicht jedem Autor gelingt!!). Die Handlung ist okay, Bianca ist ein Miststück, Michael ist zu gut und Stevie steckt einfach viel zu viel ein. Das ist auch der Grund, warum ich immer zweigeteilter Meinung bin, wenn ich über dieses Buch nachdenke – wie kann ein Mensch, realistisch betrachtet, soviel hinnehmen?? Ich würde meiner Schwester sonstwas erzählen bzw. ihr mal gehörig eine verpassen, wenn sie sich so verhalten würde, wie es Bianca tut. Und Stevie nimmt alles hin, akzeptiert es, zieht sich zurück, gibt alles auf. Und Michael nimmt sein Schicksal auch einfach so hin. Die Beweggründe für dieses Verhalten leuchten mir nicht ein, aber ansonsten ist der zweite Teil genauso gut wie der erste und wirklich nett zu lesen 🙂

8/10

Boyle – Grün ist die Hoffnung

Foto: lovelybooks

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Felix bekommt Besuch von seinen alten Bekannten Vogelsang und Boyd. Er erhält ein einmaliges Angebot: Während einer Art „Sommerlager“ soll er Canabis im ganz großen Stil anbauen. Der Gewinn wird dann gerecht geteilt.

Felix sucht sich noch zwei Helfer, Phil und Gesh, und gemeinsam begeben sie sich zur abgelegenen Hütte, um dort die Pflanzen anzubauen und die nächsten 9 Monate ihren Anbau strengstens zu bewachen. Doch die Hütte stellt sich als das letzte Loch heraus und auch sonst geht in den nächsten Monaten schief, was nur schief gehen kann.

1 Jahr der Plackerei und des unbarmherzigen Lebens in der Wildnis steht den drei jungen Männern bevor und T.C. Boyles einmalige Art zu Schreiben macht das Buch zu einem unvergleichlichen Lesevergnügen 🙂

7/10

Babsy Tom – Paulas Liebeskarussell (#2)

Foto: lovelybooks

Foto: lovelybooks

Paulas und Pauls Beziehung könnte fast perfekt sein – wenn da nicht die Schwester von Pauls verstorbener Ehefrau wäre – Carmen – die sich in Pauls Wohnung eingenistet hat. Paula kommt fast um vor Eifersucht und erschwert auf diese Weise unnötig die Beziehung.

Als sie dann noch von ihrem Chef aus an einem „Work-Life-Balance“-Seminar teilnehmen soll, scheint das Maß voll zu sein. Aber es geht noch besser. Denn im Seminar taucht niemand anderes auf als ihr langjähriger Exfreund Peter, der ihr schnell offenbart, dass er sie unbedingt wieder haben will. Und dann ist abends noch ein anonymer Brief in ihrem Briefkasten, dass Paul sie nicht liebt und fremdgeht.

Paula will mit Paul reden und findet ihn unter der Dusche – mit Carmen …

Seichte, kurzweilige Unterhaltung, mit relativ vorhersehbarer Handlung, aber einer doch irgendwie sympathischen Hauptperson – auch wenn sie teilweise in ihren Gedanken und Handlungen „etwas“ übertreibt 😉

6/10

Unter den Augen Tzulans (#4)

Foto: lovelybooks

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Matuc, Fatja und das neugeborene Baby von Norina stranden in Kalisstron. Von Norina selber keine Spur. Die drei bauen sich als Familie ein neues Leben auf. Das Baby hört jetzt auf den Namen „Lorin“.

Torben macht sich auf die Suche nach seinen Freunden – mit Varla an Bord.

Lodrik hat sich entschlossen, nun offen Tzulan zu verehren – und die Leute jubeln im dennoch zu. Er hat drei Kinder von Aljascha bekommen: Zvatochna, Govan und den Krüppel Krutor.

Mortva und Aljascha unterhalten eine Affäre, durch die Aljascha erneut schwanger wird.

Pashtak hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frieden zwischen den Wesen Tzulans und den Menschen zu fördern. Als allerdings die Händler sterben, werden die Verhandlungen deutlich erschwert. Belkala taucht auf und will Pashtak bei der Suche nach dem Mörder helfen.

Mortva versteht es perfekt, Lodriks Argwohn gegenüber seinen alten Freunden zu schüren. Stoiko und Soscha werden ins Gefängnis geworfen und erst Fiorell kann sie mit einer List befreien.

7 Jahre später taucht der Stallbursche Tokaro Balasy auf und macht gleich auf sich aufmerksam: Er schlägt Govan, als dieser die Pferde und seinen Bruder Krutor quält. Er muss ein Rennen gewinnen, sonst droht ihm die Hinrichtung. Doch keiner kann so gut reiten wie Tokaro und er gewinnt – als Belohnung bekommt er Waljakovs altes Pferd Treskor geschenkt, das sonst keiner reiten kann.

Torben findet etwas von Norina und weiß, dass er auf dem richtigen Weg ist, um seine alten Freunde zu finden.

9/10