Monatsarchive: Januar 2014

Rückblick 2013

Wir schreiben den 13.1.2014 – Zeit für einen Rückblick auf das vergangene Jahr, zumindest in „buchtechnischer“ Hinsicht. Was waren die Top3-Bücher, die ich gelesen habe? Zur Auswahl stehen nach dem Leseindex 167 Bücher der unterschiedlichsten Richtungen. Keine leichte Aufgabe, da die besten drei zu bestimmen. Interessanterweise sind für mich Platz 1 und 2 sehr schnell vergeben, was mir mehr Mühe bereitet, ist der Platz 3.

Drei Bücher streiten sich in mir um diesen Platz. Zum einen wäre da Der Schwarm von Frank Schätzing. Ein Buch, das einfach nur gleichermaßen brilliant wie erschreckend ist. Die Hilflosigkeit des Menschen wird perfekt widergegeben, ebenso die Botschaft, dass wir nicht so eingebildet sein sollten, zu denken, dass wir die einzigen intelligenten Lebewesen sind – sei es nur auf der Erde oder auch weiträumiger gesehen. Spannend von Anfang bis Ende, schockierend und mitreißend. Ein würdiger Kandidat für das Siegertreppchen.

Der zweite Anwärter wäre Das Schwert in der Stille von Lian Hearn. Bereits nach den ersten Zeilen ist man in der Welt von Takeo, dem Clan der Otori und der Kikuta gefangen. Die andere Kultur, die Eigenheiten der Clans, die Charaktere – alles nimmt einen sofort mit und lässt einen auch nicht mehr los. Dieses Buch war mitunter das „andersartigste“, was ich dieses Jahr gelesen habe und auch deswegen ein ebenso würdiger Kandidat für Platz 3.

Zu guter Letzt wäre dann noch Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón zu berücksichtigen. Es ist schwer zu definieren, aber Zafón hat eine Art zu schreiben, die es einem einfach unmöglich macht, sein Buch nicht unter den besten Büchern aller Zeiten bzw. hier des Jahres zu sehen.

Wenn ich mir diese drei Bücher noch einmal vor Augen führe bzw. auch „die Gefühlswelt“, die ich jeweils durch sie erlebt habe, steht Kandidat 3 fest: Der Schwarm von Frank Schätzing. Ich glaube, ich habe noch nie bei einem Buch mit offenem Mund und einem „Oh man“ auf den Lippen dagesessen. Und das war bei Schätzing der Fall.

Platz 2 geht an Carina Bartsch und Kirschroter Sommer. Danke danke danke, liebe Carina, für dieses Buch! Ich glaube, ich habe selten ein Buch schneller gelesen. Und: Ich habe noch nie ein Buch zweimal direkt hintereinander gelesen! Kirschroter Sommer war das erste – ich wollte einfach nicht aus der Welt von Emely und Elyas raus. Selten hat mich ein Buch so oft und herzhaft zum Lachen gebracht und selten waren mir Charaktere so sympathisch wie die aus diesem Buch. Türkisgrüner Winter, der zweite Band von Emely und Elyas, war ebenso herausragend, aber Platz 2 der Top3-Bücher 2013 hat Kirschroter Sommer verdient.

Und nun, Trommelwirbel, Platz 1: A memory of light von Robert Jordan, aufgeteilt im Deutschen auf Die Schlacht der Schatten und Das Gedächtnis des Lichts. Das heißt, im deutschsprachigen Raum teilen sich zwei Bücher meinen ersten Platz, aber eigentlich ist es ein Werk. Es wäre nahezu schon als Verrat zu betrachten, wenn Robert Jordans Werk, das von Brandon Sanderson so meisterhaft zu Ende geführt wurde, nicht auf diese Art und Weise geehrt werden würde. Und deswegen geht dieser grandiose Abschluss einer noch viel grandioseren Fantasy-Reihe, die mit nichts zu vergleichen ist, direkt auf Platz 1 meiner Top3-Liste 2013.

Foto: Amazon

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Foto: carinabartsch.de

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wikipedia.org

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Januar 2014

Bücher:

  • Bongard, Katrin – Kissing
  • Hinz, Melanie – Unvermeidlich
  • Koontz, Dean – Der Rabenmann
  • One Piece – Band 1
  • One Piece – Band 2
  • Ranma 1/2 – Band 1
  • Ranma 1/2 – Band 2

DVDs:

  • Der unglaubliche Hulk
  • Dornröschen (VHS)
  • Jesus liebt mich
  • Mary Poppins
  • Systemfehler – Wenn Inge tanzt
  • Ralph reichts
  • This is England
  • Tödliches Versprechen
  • World War Z

Serien:

  • Gossip Girl – Staffel 5
  • How I met your mother – Staffel 7

27 – Pfade ins Zwielicht

Rodel Ituralde ist verwirrt durch die Befehle, die er vom König Arad Domans erhält. Er trifft sich mit hochrangigen Anführern der Drachenverschworenen aus Arad Doman und Tarabon, um diesen einen Plan vorzustellen, bei dem es um die Vertreibung der Seanchaner aus Tarabon geht.
Der Kommandierende Lordhauptmann Eamon Valda hat es geschafft, eine respektable Armee der Kinder des Lichts aus Amador herauszuführen, ehe die Seanchaner sie vernichten konnten. Zusammen mit Asunawa ziehen sie los, mit unbekannten Ziel.
Bei einem Ausritt aus der Schwarzen Burg nimmt Logain die an ihn gebundenen Aes Sedai mit. Gabrelle versucht durch den Bund mehr über seine Absichten herauszufinden, als der überhebliche Asha’man Mishraile auftaucht und verkündet, dass Logains Bitte auf Rekrutierung ausziehen zu dürfen genehmigt worden sei.
Unterdessen wächst das Misstrauen in der Weißen Burg immer weiter an. Zusammen mit Meidani spioniert Yukiri einer Schwarzen Schwester hinterher. Seaine kommt aufgeregt hinzu. Sie ist zu der Erkenntnis gekommen, dass die neuen Sitzenden von den Anführerinnen der Ajahs nach unüblichen Verfahren einfach ausgewählt wurden, weiß aber nicht, was dahintersteckt.
Gawyn sitzt mit seinen Jünglingen außerhalb Tar Valons in einem kleinen Dorf fest. Er ist hin- und hergerissen zwischen Egwene, Elayne und der Weißen Burg. Eine Aes Sedai taucht mit neuen Befehlen für ihn auf. Tarna und Katerine, die bereits seit längerer Zeit in dem Dorf sind, wollen auf demselben Weg, den auch die Botin genommen hat, die Burg erreichen.
Davram Bashere beobachtet zusammen mit Bael, wie Arymilla – Elaynes Rivalin um den Thron von Andor – zusammen mit einigen anderen Adligen eine Belagerung Caemlyns vorbereitet. Mehr Sorgen macht ihm jedoch das Heer der Grenzländer weiter im Norden. Als er von seinem Erkundungsritt in sein eigenes Lager zurückkehrt, befindet sich dieses in Aufregung. Seine Frau Deira wurde mit einem Dolch durch Unbekannte verletzt. Sie wurde in ihrem Zelt angegriffen, die Täter werden wenig später tot aufgefunden.
In Cairhien wurde Samitsu von Cadsuane als Aufpasserin eingesetzt. Sie soll dort für Ruhe sorgen und das empfindliche Gleichgewicht bewahren. Aber sie hat Schwierigkeiten damit, gegenüber der Rand verschworenen Sashalle ihre Autorität durchzusetzen. Die beiden Aes Sedai entdecken Loial und einen Asha’man in der Palastküche, wo sie sich nach Rand erkundigen. Die Schwestern verhindern, dass sie den Palast verlassen können, doch ehe Samitsu mehr über sie herausfinden kann, stürmt eine Dienerin in die Küche und verkündet, dass Dobraine ermordet wurde. Alle eilen in dessen Schlafzimmer, wo Samitsu feststellt, dass Dobraine noch gar nicht tot ist. Sie kann ihn gerade noch heilen. Doch damit nicht genug der Probleme – kurz darauf erfährt sie, dass Logain die Stadt betreten hat.

Mat ist aus Ebou Dar entkommen, hält sich mit seiner Gruppe aber noch in der Gegend auf. Zur Tarnung trägt er einfache Kleidung und spielt mit der ebenfalls verkleideten Egeanin ein Liebespaar. Die Flucht des Meervolkes aus der Stadt hat deutlich Spuren im Hafen hinterlassen, doch bot ihm der Kampf der Windsucherinnen gegen die Seanchaner die Chance, die Mauern mit der in einen Wandbehang eingewickelten Tuon und drei Aes Sedai im Gefolge hinter sich zu lassen. Zusammen mit Noal und Egeanin macht er sich auf den Weg zu seinen anderen Begleitern.
Der Wanderzirkus von Valan Luca dient Mat als Versteck. Als er mit Noal und Egeanin dort ankommt, ist aber eine Kolonne seanchanischer Soldaten bei Luca. Wie Mat aber nach ihrem Abzug erfährt suchen sie jedoch nur nach Pferden, nicht nach den befreiten Damane oder der entführten Tuon. Er kündigt an, dass der Zirkus, den er nur durch das Gold, das er Luca versprochen hat, zum Bleiben überreden konnte, seine Zelte abbrechen könne, sobald Thom aus Ebou Dar zurück ist. Die Würfel in seinem Kopf beginnen zu rollen.
Egeanin will Mat die Führung streitig machen und diskutiert mit ihm. Mat beendet das Gespräch, indem er ankündigt, Tuon aufsuchen zu wollen.
Tuon ist mit ihrer Dienerin Selucia und Setalle Anan als Wächterin in einem Wagen untergebracht. In ihrer Nähe ist Mat nervös und regt sich darüber auf, dass Tuon ihn immer nur mit „Spielzeug“ anredet. Sie beklagt sich jedoch ihrerseits, die Tarnidentität einer Dienerin zu haben und wirft schließlich eine Tasse nach Mat. Dieser verspricht ihr daraufhin, es ihr so bequem wie möglich zu machen und sie unversehrt wieder nach Hause zu bringen. Abrupt wechselt die Tochter der Neun Monde das Thema und fragt Mat, ob er sich an Artur Falkenflügel erinnert, was ihn nun komplett aus dem Konzept wirft. Schließlich verspricht sie aber, keinen Ärger zu machen und nicht zu fliehen.
Das Gespräch wird durch Thoms Auftauchen unterbrochen. Er hat sich in Ebou Dar umgesehen und teilt Mat mit, dass die Seanchaner offenbar keine Ahnung von Tuons Verschwinden haben, dafür ist jedoch bekannt geworden, dass Tylin ermordet wurde. Nach den Beschreibungen, die Thom gehört hat, vermutet Mat, dass der Gholam dahinter steckt.
Ehe er weiter darüber nachdenken kann, wird er von dem Behüter Blaeric zu den Aes Sedai gerufen. Sie haben bemerkt, dass eine gewaltige Menge Saidar weit im Norden gelenkt wird und sind überzeugt davon, dass die Verlorenen dahinter stecken, können Mat jedoch nicht dazu bewegen, ihre Reiseroute zu verändern.

Furyk Karede – Bannergeneral der Totenwache und früher ein Leibwächter von Tuon – brütet in seinem Zimmer in „Der Wanderin“ über einer Karte von Tar Valon. Er ist einer der Wenigen, die von Tuons Verschwinden wissen. Er wird von Mor, einem Sucher der Wahrheit aufgesucht, der ihm von den Vorfällen im Tarasin-Palast erzählt und auch einen möglichen Zusammenhang zwischen Thoms und Mats Verschwinden, dem der Aes Sedai und Tuons aufzeigt. Sie vermuten, dass ein Plan der Weißen Burg dahintersteckt.
Einen Tag später bricht Karede heimlich aus Ebou Dar auf, um sich einige Meilen außerhalb der Stadtmauern mit einer Abteilung aus Totenwache, Ogiern und Sul’dam mit Damane zu treffen. Ihr Ziel ist es, das Gebiet nach Tuon und ihren Entführern abzusuchen.

In einem Traum erfährt Perrin von den Wölfen, dass sich etwas in der Gegend befindet, das aus ihrer Sicht schlimmer als ein Myrddraal ist. Seine Versuche, von den Wölfen mehr zu erfahren scheitern jedoch. In den letzten Tagen ist er den Shaido, die Faile entführt haben, durch Wegetore gefolgt, zunächst in wütender Raserei, später geplanter.
Aram sagt ihm, dass Balwer und Selande mit ihm reden wollen. Selande hat herausgefunden, dass Masema, dessen Heer sich Perrins Streitkräften angeschlossen hat, immer wieder in der Umgebung plündert und Botenreiter mit unbekanntem Ziel losschickt. Außerdem wurden die Aes Sedai Masuri und Annoura von Perrins Augen-und-Ohren dabei beobachtet, wie sie sich mit Masema heimlich trafen.
Während Perrin durch das Lager reitet, äußert sich Balwer zu Selandes Erkenntnissen. Er glaubt, dass Masema mit den Weißmänteln konspiriert, Perrin ist sich jedoch sicher, dass die Botenreiter zu den Seanchanern unterwegs sind. Um herauszufinden, was die Aes Sedai, die sich eigentlich für Masemas Tod ausgesprochen haben, mit dem Propheten vorhaben, schlägt er vor, einige von Selandes Möchtegern-Aiel als Spione zu den Weisen Frauen und den Aes Sedai zu schicken.

Nur von Aram begleitet reitet Perrin aus dem Lager in den umgebenden Wald. Er hofft, seinen Kundschaftern zu begegnen, die ihm Nachrichten über die Shaido bringen können. Ein unnatürlicher Geruch lässt sein Pferd scheuen. Auf einem Felsen entdeckt Perrin schließlich die Quelle des Gestanks: Pfotenabdrücke von Schattenhunden haben sich in den Stein eingebrannt. Während Aram das Lager und vor allem die Machtlenker warnen soll, verfolgt Perrin die Spuren alleine weiter. Er erkennt, dass es sich um ein großes Rudel gehandelt haben muss, und dass sie sein Lager systematisch umgangen haben.
An seinem Ausgangspunkt angekommen, findet er dort die Weisen Frauen, Berelain und 50 ihrer Wachen. Die Erste von Mayene kommt alleine auf ihn zugeritten und überreicht ihm einen Korb mit Frühstück. Zunächst ist Perrin verärgert, dass Berelains Auftauchen die Gerüchte über ihn und sie noch weiter anheizt, doch sie hat ihm etwas wichtiges mitzuteilen. Einer ihrer Diebfänger hat ein Dokument von Masema entwendet, welches ihm Schutz gewährt und von Suroth unterzeichnet wurde. Berelain erklärt sich bereit zu hinterfragen, was Annoura mit Masema besprochen hat.

Die ganze Versammlung starrt auf die Abdrücke der Schattenhunde auf dem Stein. Die Unsicherheit unter den Soldaten ist groß, haben sie die Wilde Jagd doch bisher eher für ein Märchen gehalten, aber Berelain stellt klar, dass sie Perrin auf jeden Fall weiter folgen wird und zerstreut somit die Unsicherheit ihrer Soldaten. Mit Genehmigung der Weisen Frauen untersucht Masuri, die sich als Expertin für Schattenhunde herausstellt, die Spuren. Sie erklärt, dass das Rudel mindestens 50 Tiere umfasst – weit mehr als jedes andere bekannte Rudel. Ihr Ziel war jedoch nicht Perrin oder sein Lager, sonst hätten sie es nicht links liegen gelassen.
Durch Warnsignale wird Perrin darauf aufmerksam, dass sich der Prophet mit einer Eskorte von mehr als 200 Mann nähert. Er kommt auf Perrin jedoch nur mit zwei Begleitern zu, während der Rest zurückbleibt. Er informiert Masema über die Schattenhunde, was diesen jedoch nicht sonderlich beeindruckt. Statt dessen erzählt er, dass seine Leute eine Stadt namens So Habor entdeckt haben, die noch über reichhaltige Getreidevorräte verfügt, die das Heer ernähren könnten. Als Leute aus den Zwei Flüssen, Ghealdaner und weitere Mayener zu Perrins Unterstützung eintreffen, zieht sich Masema mit seinen Gefolgsleuten in wildem Galopp zurück.

Elyas kommt mit einer Tochter des Speers von einer Erkundungstour zurück. Sie haben das Lager der Shaido gefunden. Es breitet sich um die eingenommene Stadt Malden aus und umfasst etwa 10 Septimen. Beim Gedanken an eine solche Übermacht, kommt die Idee auf, die Gefangenen gegen ein Lösegeld einzutauschen, doch Perrin verwirft diesen Plan, da er den Shaido nicht traut.
Grady trifft ein und webt für Perrin, Elyas, Annoura, die Weisen Frauen und einige Soldaten ein Wegetor in die Nähe des Shaido-Lagers. Von einem Hügelkamm aus beobachten sie das riesige Lager und dessen Umgebung. Eine der Weisen Frauen – Marline – weist Perrin darauf hin, dass sich in diesem Lager anscheinend alle Weisen Frauen der Shaido versammelt haben, insgesamt wohl mehr als 400. In diesem Moment explodieren in Perrins Kopf die Farben, er erkennt ein undeutliches Bild von Rand und Nynaeve. Gleichzeitig sind alle anwesenden Machtlenker schockiert, da sie eine gewaltige Menge der Einen Macht spüren, die irgendwo im Nordwesten gelenkt wird. Perrin ist sich jedoch sicher, dass Rand sich darum kümmern wird und wendet sich wieder den Problemen direkt vor ihm zu. Er will einen Shaido einfangen, um mehr zu erfahren.

Im Lager der Shaido horchen die Weisen Frauen Sevannas Gai’Schain aus, so auch Faile, die als eine der persönlichen Dienerinnen Sevannas arbeiten muss. Mitten während einer Befragung durch Someryn schaut diese sprachlos nach Nordwesten, ebenso andere Weise Frauen in der Nähe. Faile denkt, dass es etwas mit Perrin und den Aes Sedai in seinem Gefolge zu tun haben könnte, aber sie will eigentlich nicht, dass Perrin sie rettet, da sie bereits Fluchtpläne hat. Mit Hilfe von Bain und Chiad konnte sie bereits zwei ihrer Gefolgsleute aus dem Lager schleusen.
Sie fährt mit der ihr aufgetragenen Arbeit fort, muss aber von Rolan (dem Aiel, der sie zur Gai’schain gemacht hat) vor einem anderen Aiel gerettet werden. Sie beschließt, sich mit ihrem Helfer anzufreunden, in der Hoffnung daraus irgendwann Vorteile ziehen zu können.
Schließlich trifft sie bei den Waschtrögen auf Alliandre und Galina. Letztere erpresst Faile und ihre Gefolgsleute. Maighdin sollte einen Elfenbeinstab aus dem Zelt der Weisen Frau Therava stehlen, doch sie wurde erwischt und bestraft.
Eine weitere Gai’schain namens Aravine kommt hinzu. Sie soll Faile zu Sevannas Zelt bringen. Aravine weiß einiges über sie und ihre Fluchtpläne und schwört ihr auf dem Weg heimlich die Treue.
Im Zelt angekommen erzählt Sevanna ihr, dass sie ein Messer gefunden hat, das Faile heimlich versteckt hatte. Zur Strafe wird sie in der Kälte nackt auf einen Tisch gefesselt. Nach einiger Zeit taucht jedoch Rolan mit Kohlepfannen auf, massiert sie und erleichtert Faile somit die Strafe.

Elayne reist unterdessen durch Andor und besucht verschiedene Adelshäuser, vordergründig um dort Soldaten für die Verteidigung von Caemlyn zusammenzuziehen, in Wahrheit jedoch um sich der Loyalität der Adligen und vor allem des Volkes zu versichern.
Einen ersten Schreck am Morgen nach dem Aufstehen im Herrenhaus Matherin erhält sie, als eine Zofe plötzlich aufschreit, weil sie glaubt einen Geist gesehen zu haben. Aviendha kann die über diesen Unsinn verärgerte Elayne beruhigen, aber gleichzeitig neigt sie dazu, Elayne wegen ihrer Schwangerschaft zu verhätscheln.
Mit ihrer Leibgarde und einigen neuen Soldaten verlässt sie Haus Matherin. Gerade als Aviendha ein Wegetor zurück in die Hauptstadt öffnen will, bemerken sie und Elayne die riesige Konzentration Saidars. Beide wissen, dass Rand darin verwickelt ist, doch Aviendha hält Elayne davor zurück, sofort dorthin aufzubrechen, da sie der Meinung ist, ihr unerwartetes Auftauchen könnte mehr Schaden als Nutzen anrichten.

Zurück in Caemlyn wird Elayne sofort von Birgitte weiteren Leibwachen umringt. Die Heldin des Horns ist ebenso wie Aviendha besorgt um die schwangere Elayne. Die Stimmung der Tochter-Erbin verschlechtert sich, da der Behüterbund anscheinend Birgittes Empfindungen auf Elayne überträgt. Und Birgitte ist schlecht gelaunt und hat Magenschmerzen. Grund dafür ist, dass ihre Erinnerungen an vergangene Leben immer weiter verblassen. Die Angst davor, auch ihren geliebten Gaidal Cain zu vergessen, hat sie dazu getrieben, massenweise Branntwein zu trinken.
Auf den Weg zu ihren Gemächern wird Elayne dann von den Aes Sedai Merilille, Careane und Sareitha belagert. So wollen sie vor allem dazu überreden, Fluchtpläne zu machen, für den Fall, dass sich das Fanal der Einen Macht Caemlyn nähert. Desweiteren wollen sie auch noch, dass Elayne mit Vandene spricht, damit diese mehr Unterricht beim Meervolk erteilt. Die junge Aes Sedai lehnt jedoch beides ab.
Schließlich taucht noch Hauptmann Doilan Mellar auf, der sich damit brüstet, einen Ausfall angeführt zu haben. Sareitha sieht in dem Mann einen Helden, alle anderen sind nicht begeistert wegen der Konsequenzen, und weil Mellar eigenmächtig gehandelt hat.

Zusammen mit Aviendha nimmt Elayne ein Bad. Die Aiel ist nicht gerade begeistert von den Dienerinnen, die sie umschwirren. Elayne nutzt mit Birgitte die Gelegenheit, einige positive Gerüchte zu nähren, indem sie mit Birgitte in Anwesenheit der Dienerinnen über ankommende Essenslieferungen und die Ansammlung von Aes Sedai, die sich im Silbernen Schwan aufhält, redet.
Plötzlich platzt Zaida, die Herrin der Wogen, herein. Elayne und Birgitte sind empört, aber die Atha’an Miere hat etwas wichtiges zu berichten: Nesta din Reas, die Herrin der Schiffe, ist von den Seanchanern getötet worden und Zaida beabsichtigt, mit ihren Windsucherinnen zum Treffen der Herrinnen der Wogen abzuziehen, auf dem die neue Anführerin des Meervolks gewählt wird.
Elayne braucht die Windsucherinnen aber zum Erschaffen von Wegetoren, um Caemlyn mit Nahrung zu versorgen, und ist so gezwungen, mit Zaida einen Handel abzuschließen (direkt nachdem sie aus der Badewanne steigen konnte). Zaida verlangt eine Quadratmeile von Andor am Ufer des Erinin, die dem Meervolk zum Handeln frei zur Verfügung stehen soll. Nach einigem Feilschen einigen sie sich darauf, dass neun der Windsucherinnen unter Elaynes Befehl im Palast bleiben, die Restlichen aber mit Zaida aufbrechen und außerdem Merilille als Lehrerin mitnehmen.

Nach einer kurzen Verabschiedung verlässt Zaida Elayne wieder. Die Anwärterin auf den Löwenthron ist verärgert und lässt die Wachen vor ihrer Tür wissen, dass auch eine Herrin der Wogen sie nicht beim Bad zu stören hat. Mit Hilfe ihrer Zofen ziehen Elayne und Aviendha sich nun endlich wieder richtige Kleidung an, als Birgitte mit einer neuen Nachricht ins Zimmer platzt. Dyelin, Elaynes Verbündete, die um die Unterstützung weiterer Häuser werben sollte, ist zurück und hat die Hohen Herrinnen und Herren von vier andoranischen Adelsgeschlechtern mitgebracht. Dieser hohe Besuch veranlasst sogar Aviendha dazu, auf ihre Aiel-Kleidung zu verzichten und in ein Samtgewand zu schlüpfen. Gemeinsam mit ihrer Erstschwester macht sie sich auf, die Neuankömmlinge zu empfangen.
Doch was Elayne da erwartet, lässt sie nur mit Mühe die Fassung behalten. Alle vier sind noch nicht wirklich erwachsen, oder sogar noch Kinder. Doch sie unterstützen Haus Trakand und haben insgesamt mehr als 3000 Soldaten mitgebracht. So zwingt sich Elayne auch, etwas Konversation mit den Herrschaften zu betreiben, wobei nur die Aussage, dass Aviendha eine Aiel und gleichzeitig Schwester von Elayne sei, sie für einen kurzen Moment in Staunen versetzt.
Dyelin ist mit ihrer eigenen Arbeit im Großen und Ganzen zufrieden, jedoch auch nicht begeistert, dass niemand einen erfahrenen Vormund oder Berater dabei hat. So erhält sie den Auftrag, sich um die vier zu kümmern und dafür zu sorgen, dass sie keinen Unsinn anstellen.

Elayne bekommt die Berichte von Reene Harfor und Halwin Norry. Aviendha webt einen Lauschschutz, damit niemand von den brisanten Berichten erfährt. So hat Reene Harfor einen weiteren Spion im Palast entdecken können, der dieses Mal für die Braune Ajah arbeitet. Mit einem bereits zuvor entdeckten Spion hat sie gesprochen und ihn davon überzeugen können, für zwei Auftraggeber zu arbeiten, so dass Elayne jetzt eine Informationsquelle in Arymillas Lager hat.
Norry hat indessen ein Muster unter den vielen Bränden, die Caemlyn heimsuchen, festgestellt. Offenbar sind sie gezielt nach einem Muster gelegt worden, immer in leerstehenden Häusern und immer möglichst weit weg von den Pumpwagen. Außerdem konnte er herausfinden, dass die Adligen, die Arymilla folgen, ihr Land doppelt verpfändet haben, um an zusätzliches Geld zu kommen. Doch eine große Hoffnung, diese Machenschaften aufzudecken und die Adligen somit zu schwächen besteht nicht.
Nachdem die beiden Berater weg sind, bemerkt Aviendha, dass jemand versucht hat, das Gespräch zu belauschen. Den Schutz immer noch aufrecht erhaltend, diskutieren sie mit Birgitte die Truppenbewegungen der neutralen Häuser, die von Caemlyn ferngehalten werden sollen, um zu verhindern, dass sie sich auf Arymillas Seite stellen.
Nachdem auch dies geklärt ist, kommt Monaelle, eine Weise Frau der Aiel, mit Sumeko von den Kusinen. Sie möchten Elaynes Schwangerschaft untersuchen, mit einem Gewebe, das bisher nur den Aiel bekannt ist und von Sumeko erlernt wird. Sie stellen fest, dass Elayne Zwillinge bekommt. Ehe Aviendha das Gewebe ebenfalls ausprobieren kann, werden die Frauen dadurch abgelenkt, dass das Fanal erlischt. Während sie über die Ursache spekulieren, betritt eine Gardistin den Raum, die verkündet, dass Merilille und eine Schülerin der Windsucherinnen verschwunden sind.

(Quelle: www.radderzeit.de)