Monatsarchive: Dezember 2013

Jana Oliver – Die Dämonenfängerin. Aller Anfang ist Hölle.

Foto: fischerverlage.de

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Riley Blackthorne muss einen Dämonen fangen. Eigentlich kein Problem, da es ein Dämon niedrigeren Ranges ist. Aber irgendetwas stimmt nicht und Riley zerlegt eine komplette Bibliothek. Ihre Vermutung: Ein anderer Dämon, der wesentlich stärker sein muss, hat geholfen! Ihre Ausbildung steht nach diesem angerichteten Chaos auf der Kippe, aber sie bekommt noch eine Chance.

Als ob das Leben nicht schon schwer genug gewesen wäre, wird ihr Vater, ebenfalls Dämonenfänger, von einem Dämon getötet. Jetzt muss Riley zwölf Nächte an seinem Grab in einem Schutzkreis Wache halten, weil sonst die Nekromanten seinen Körper wiederbeleben und diesen versklaven könnten. Das ist nämlich schwer angesagt: Tote beschwören und ihre Körper als willenlose Sklaven zu missbrauchen. Und das will Riley auf jeden Fall verhindern.

Parallel zu ihren Nachtwachen versucht sich Riley weiter als Dämonenfängerin – brauch sie doch dringend das Geld, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Als sie einen Dämon vom dritten Rang fangen kann, wird ihr dieser geklaut und sie wird schwer verletzt. Der Rat beschließt, ihr einen neuen Lehrer zur Seite zu stellen. Leider wird das ausgerechnet Harper, ein furchtbarer Mensch. Er ist unfreundlich, grob, fies und zeigt Riley seinen Hass nur zu gerne. Sein anderer Schüler, Simon, ist das komplette Gegenteil. Er ist zuvorkommend, freundlich, sympathisch – und schon bald ist Riley in ihn verliebt und die beiden fangen eine Beziehung an.

„Etwas hatte sich zwischen ihnen verändert. Was immer es war, es fühlte sich richtig an.“

Riley macht auf ihren weiteren Fangtouren eine folgenschwere Entdeckung: Das Weihwasser, was die Fänger benutzen, um die Dämonen zu schwächen, wirkt teilweise nicht! Die Etiketten, die das Alter des Weihwassers angeben, sind nicht immer richtig ausgeschrieben. Wer steckt dahinter? An ihrer Seite steht neben Simon der Dämonenfänger Denver Beck, ein enger Freund ihres Vaters, zu dem sie eine Geschwisterähnliche Beziehung führt – eben eine typische Hassliebe 😉

Und noch ein Problem taucht auf: Der Nekromant Ozymandias, der mächtigste der Totenbeschwörer, zeigt immenses Interesse an Rileys Vater. Er beschwört die Toten allerdings nur aus einem Grund: Er will ihr Wissen! Was hat Rileys Vater zu Lebzeiten entdeckt, das ein so großes Interesse geweckt haben könnte? Haben seine Nachforschungen über das Weihwasser bereits Ergebnisse gebracht?

Riley kann nicht verhindern, dass Paul, ihr Vater, beschworen wird. Es kommt zu einem Angriff der Dämonen, während dem Simon schwer verletzt wird. Riley geht einen Deal mit den Engeln ein, um sein Leben zu retten. Jetzt schuldet sie diesen einen Gefallen…

Man sieht an der Länge der Rezension – das Buch hat wirklich eine Story zu bieten. Und zwar auch eine, die einen fesselt und mitreisst. Riley ist eine junge Frau, die man mit jeder Seite besser kennenlernt. Und auch Denver lernt man sehr gut kennen. Die Protagonisten haben alle sehr ausgeprägte Charaktere – ein absoluter Pluspunkt, da es leider doch immer wieder Autoren gibt, die vergessen, ihren Charakteren genau das zu geben – einen eigenen Charakter. Das fehlt bei Jana Oliver definitiv nicht. Ich freu mich auf den zweiten Band 🙂

9/10

Emily Bold – Das Vermächtnis (The Curse #3)

Foto: emilybold.de

Foto: emilybold.de

Eigentlich sollte zwischen Sam und Payton alles wunderbar sein. Der Fluch ist gebrochen, beide sind gesund und unversehrt in der Gegenwart zusammen und ziehen gerade in eine gemeinsame Wohnung. Doch Payton verhält sich nicht normal – er ist regelrecht abweisend und lässt Sam nicht an sich heran. Der Grund: Er kann ihr nicht verzeihen, dass sie ihn vor 270 Jahren verlassen hat – im Wissen, was ihn erwarten wird. Auch wenn sie damals einen guten Grund hatte (schließlich musste sie zurückreisen, um ihn von dem Fluch zu befreien), sind seine Erinnerungen durch ihre Zeitreise verändert und seine heutige Liebe ist getrübt.

Sam ist entsetzt über seine Gefühle und Gedanken und beschließt, noch einmal in die Vergangenheit zu reisen, um den Fluch doch noch zu verhindern. Als Payton ihre Abwesenheit bemerkt, reist er ihr hinterher … kann Sam die Geschichte doch noch einmal ändern? Und wenn nicht: Wird Payton seine Gefühle für sie wieder neu entdecken, besser gesagt, kann er den Fluch endlich vergessen?

Eigentlich bin ich wirklich ein großer Fan von Fortsetzungen.. vor allem, wenn der erste Band beziehungsweise die ersten beiden Bände wirklich nett zu lesen waren. Aber dieser dritte Teil war meiner Meinung nach relativ unnötig. Es gibt keinen neuen Handlungsstrang. Wieder eine Zeitreise, wieder geht es darum, den Fluch zu brechen, abzuwehren, zu ändern – wie auch immer man es sehen will. Payton und Sam bleiben meiner Meinung nach während des gesamten Bandes sehr sehr blass. Mir fehlen neue Aspekte beziehungsweise die neue Idee, die diesen abschließenden Teil wirklich gerechtfertigt hätte.. schade! Dennoch hab ich das Buch komplett gelesen, da man ja doch wissen will, wie das Ende von Sam und Payton nun aussieht. Nur so viel: Wirklich überraschend ist es nicht 😉

4/10

Sophie Kinsella – Kein Kuss unter dieser Nummer

PANIK! Poppy Wyatt hat ihren immens wertvollen und sündhaft teuren Verlobungsring verloren! Das Schlimmste: Die Eltern ihres Verlobten Magnus Tavish, die sie eh schon nicht ausstehen können, kommen zu Besuch – und da muss der Ring natürlich da sein! Um den Tag perfekt zu machen, wird ihr noch ihr Handy geklaut – jetzt kann sie nichtmal angerufen werden, wenn der Ring gefunden werden würde!

Foto: Lovelybooks.de

Foto: Lovelybooks.de

Doch wie es der Zufall so will, findet Poppy in einem Abfalleimer ein Smartphone und nimmt es prompt an sich. Was sie erst wenig später erfährt: Das Handy gehörte der Assistentín von Geschäftsmann Sam Roxton, die ihren Beruf kurzentschlossen an den Nagel gehängt hatte. Poppy, die inzwischen allen Freunden und Bekannten diese Nummer weitergegeben hat (natürlich nur wegen dem erhofften Anruf, dass der Ring endlich gefunden wurde), kann Sam überzeugen, dass sie das Handy zumindest mittelfristig behalten darf. Sie ist auch mehr als bereit, alle ankommenden Emails an ihn weiterzuleiten.

In ihrer Neugier fängt sie an, die Emails an ihren temporären Chef zu lesen und bemerkt, dass er sich mehr oder weniger unfreundlich gegenüber seinen Gesprächspartnern verhält. Wo sind die Smileys, die netten Grüße, das Gratulieren, das Loben? Poppy übernimmt das und schreibt Emails im Namen von Sam – ohne sich über die Konsequenzen Gedanken zu machen. Als sie mehrere mehr als seltsame Anrufe und auch einige fragwürdige Nachrichten erhält, merkt sie, dass in Sams Firma eine ganz schiefe Nummer läuft – und da muss sie ihm helfen; denn schließlich hat auch Sam ihr tatkräftig bei der Bewältigung ihres Schwiegereltern-Problems geholfen! Doch was hat der Anruf, dass ihr Verlobter Magnus sie betrügt und gar nicht in der Lage ist zu heiraten, zu bedeuten? Und warum freut sich Poppy über jede Nachricht, die von Sam kommt?

Wir haben es hier wieder einmal mit einem typischen Kinsella-Roman zu tun. Die Protagonistin ist einfach nur liebenswert, verplant und lustig. Die Dialoge bringen einen immer wieder zum Lachen und das Happy End fehlt natürlich auch nicht. Bücher dieser Art kann man einfach nie genug lesen, denn sie entführen einen in eine Welt, in der man einfach alles andere vergisst und nur Spaß am Lesen hat. Danke Sophie 🙂

9/10

Dezember 2013

Bücher

Anderson, Poppy J.: Knallharte Schale – zuckersüßer Kerl

Both, Don und Jung, Kera: Hope – Ein weihnachtlicher Streifzug

Gembri, Kira: Für immer zwischen Schatten und Licht (#2)

Jung, Kera – Feuer und Wasser

Koppold, Katrin – Aussicht auf Sternschnuppen

Koppold, Katrin – Zeit für Eisblumen

Mansini, Vanessa und Meisheit, Michael: Im falschen Film (#1)

Richter, Carolin – Dezembergeheimnis

 

DVDs

Drive

KickAss 2

Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen

 

Serien

Breaking Bad – Staffel 5.2

The Mentalist – Staffel 5