Monatsarchive: Dezember 2012

21 Der Pfad der Dolche

Elayne, Nynaeve, Aviendha und Brigitte versammeln die Windsucherinnen des Meervolkes, die Aes Sedai und den Frauenzirkel um sich. Aviendha eröffnet ein Wegetor in der Nähe des Bauernhofes, und alle Frauen gehen nach und nach durch. Aviendha sieht einen unbekannten Mann an einem Fenster im Turm und ahnt Schlimmes. Auf dem Weg zum Bauernhof mehren sich die Spannungen zwischen den verschiedenen Frauengruppen. Die Führung bei der Verwendung der Schale der Winde bekommt die Renaile, die Wogenherrin der Meerleute. Sie benutzt die Schale, lenkt die Macht hinein. Plötzlich wird allen klar, das die Schale selber die Macht heranzieht, und zwar beide Seiten, Saidin und Saidar – also die weibliche und die männliche Seite. Renaile bricht ab. Sie erklärt, das sich das Wetter in dennächsten Tagen ändern wird.

In dem Moment erkennen die Frauen, dass in der Stadt Ebou Dar sehr viel Macht gelenkt wird. Als ein Raken, ein Reitvogel der Seanchan auftaucht, erkennen Nynaeve und Elayne die Wahrheit – die Seanchaner sind in der Stadt! Die Frauen flüchten zum Bauernhof. Elayne öffnet ein Wegetor, und alle fliehen Richtung Andor. Elayne muss das Wegetor verschwinden lassen, weil sie die Macht nicht mehr halten kann. Die gesamte Umgebung ist zerstört – auch sie stand kurz vor dem Ausbrennen. Aviendha und Elayne wollen nun Erstschwestern werden.

Perrin ist in Gheldean angekommen. Auf einer Patrouille entdeckt Aram ein Feuer auf einem Bauernhof. Als sie hingekommen sehen sie eine kleine Gruppe, die sich in einen Ziegenpferch eingekesselt hat und sich gegen fremde Männer verteidigt. Perrin kommt ihnen zur Hilfe. Die Aes Sedai verschrecken die Angreifer. Die Verteidiger stellen sich als Königin Morgase, die inkognito als Maighdin reist sowie Lini und die anderen heraus. Morgase sieht die beiden Banner, Perrins Wolfskopf und den Adler von Manetheren. Perrin erzählt, dass die Menschen der zwei Flüsse von keiner Königin wissen und das Rand Elayne auf den Thron bringen will. Beides regt Morgase sehr auf, Lini weist sie zurecht.

Perrin erkennt Meister Gill wieder. Dieser tischt ihm dieselbe Lügengeschichte auf, die Morgase auch Faile erzählt. Sie seien Diener einer Adligen gewesen und wären aus Sicherheitsgründen zusammen gereist. Perrin erfährt auch, dass die Seanchan in Amadicia eingefallen sind. Währenddessen hat Morgase angeboten, Failes Dienerin zu sein. Auch die anderen schließen sich ihr an.

Nachts schleicht sich Faile aus dem Zelt. Sie trifft sich mit ihren Leuten, die sich Cha Faile, die Klaue des Falken nennen. Sie folgen Faile blind. In ihrem Auftrag sind sie nach Bethal gegangen und haben eine Karte der Stadt und des Palastes der Königin gezeichnet. Faile lässt sich versichern, dass die Stadtwachen die herausfahrenden Wagen nicht durchsuchen. Sie gibt ihren Leuten Anweisungen, wie sie sich in der Stadt verhalten sollen.

(Hilfe bei den Zusammenfassungen von http://www.radderzeit.de)

9/10

Gabaldon 1 – Feuer und Stein

Also hier der Inhalt des ersten Bandes:

Es ist 1946, die schottischen Highlands stehen in voller Blüte, und Claire Randall, eine Engländerin und ehemalige Armeekrankenschwester, ist nach Schottland gekommen, um hier mit ihrem Ehemann Frank, von dem sie durch den Krieg getrennt wurde, die zweiten Flitterwochen zu verbringen.

Zwar teilt sie Franks Leidenschaft für Ahnenkunde nicht, doch sie freut sich darauf, einen neuen Zweig am Stammbaum der Familie zu beginnen. Unterdessen verbringt sie ihre Freizeit damit, die Gegend zu erkunden und ihrem Interesse an der Pflanzenkunde nachzugehen. Bei einem dieser Ausflüge entdeckt sie einen urzeitlichen Steinkreis – der dadurch noch interessanter wird, dass Frank zu Ohren gekommen ist, dass eine Gruppe von Frauen aus dem Ort diesen Kreis immer noch benutzt, um dort das „Brauchtum der Alten“ zu pflegen.

 In der Dämmerung des Beltane-Festes (1.Mai) schleichen Claire und Frank zu dem Kreis hinauf, um zu beobachten, wie die Frauen tanzen und singen, um die Sonne herbeizurufen. Das Paar stiehlt sich unentdeckt wieder davon, doch später kehrt Claire zu dem Kreis zurück, um einen genaueren Blick auf eine ungewöhnliche Pflanze zu werfen, die sie dort gesehen hat.

Sie berührt einen der aufrechten Steine und wird von einem plötzlichen Strudel aus Lärm und Chaos erfasst. Orientierungslos und halb ohnmächtig findet sie sich außerhalb des Kreises auf dem Hügel wieder und bahnt sich langsam ihren Weg nach unten – um an seinem Fuß auf etwas zu stoßen, was sie für Dreharbeiten zu einem Film hält; einen Schinken über den Prinzen in der Heide, in dem mit Kilts bekleidete Schotten von rotberockten englischen Soldaten verfolgt werden.

Vorsichtig umrundet Claire die Szene, um das Bild nicht zu verderben, und stößt auf ihrem Weg durch den Wald auf einen Mann in der Aufmachung eines englischen Soldaten aus dem achtzehnten Jahrhundert. Das verstört sie jedoch nicht annähernd so sehr wie die verblüffende Ähnlichkeit des Mannes mit ihrem Ehemann Frank.

Die Ähnlichkeit ist schnell erklärt: Der Mann ist nämlich Franks Vorfahr, der berüchtigte „Black Jack“ Randall, von dem Frank ihr schon oft erzählt hat. Ungeachtet der großen äußerlichen Ähnlichkeit mit seinem Nachkommen verfügt Jack Randall unglücklicherweise aber nicht über denselben Charakter – der Randall vergangener Tage ist nicht etwa ein kultivierter Geschichtsprofessor, sondern ein perverser bisexueller Sadist.

Claire wird durch einen der Schotte, die sie anfangs gesehen hat, aus Black Jacks Klauen befreit. Dieser bringt sie zu der Kate, wo seine Begleiter versteckt liegen und auf die Dunkelheit warten, um zu fliehen. Einer der Männer ist verletzt, und Claire kümmert sich um seine Wunde, während sie versucht zu akzeptieren, wo – und wann – sie sich allem Anschein nach befindet.

Da ihnen nicht nur Claires seltsame – weil spärliche – Kleidung bedenklich erscheint, sondern auch die merkwürdige Tatsache, dass sie überhaupt da ist – englische Damen kommen 1743 in den Highlands eigentlich nicht vor -, beschließen die Schotten, sie mitzunehmen, als sie im Schutz der Dunkelheit ihre Zelte abbrechen.

Als sie im Morgengrauen im Schloss Leoch, dem Stammsitz des MacKenzie-Clans, eintrifft, begegnet Claire Colum, dem MacKenzie. Dieser ist ein eleganter Mann, der durch eine schreckliche Erbkrankheit missgebildet ist, und er zeigt sich fasziniert und argwöhnisch zugleich. Er kann sich nicht vorstellen, warum sich eine Engländerin auf Wanderschaft in den Highlands befinden sollte, und gibt sich gar nicht erst den Anschein, als glaube er Claires fadenscheinige Geschichte, sie sei unter die Räuber gefallen. Da er nicht weiß, wer sie ist und was sie vorhat, macht er keinen Hehl daraus, dass er sie vorerst als Gast dazubehalten gedenkt – freiwillig oder nicht.

Während sie Pläne für ihre Flucht und die Rückkehr zu dem Steinkreis schmiedet, lernt Claire den jungen Mann, dessen Wunde sie verbunden hatte, näher kennen, ein Clanmitglied namens Jamie, den sie zunächst für einen Stallknecht der Burg hält.

Sie entdeckt ihren Irrtum: In Wirklichkeit ist Jamie der Neffe Cokums und seines Bruders Dpugal (der das militärische Oberhaupt des Clans ist und die Männer an Stelle seines verkrüppelten Bruders in den Kampf führt), obwohl sein Vater dem Fraser-Clan angehörte. Außerdem ist er ein Geächteter, den die Engländer auf Grund einer Reihe von Straftaten suchen, die von Diebstahl bis hin zu einem nicht genauer spezifizierten Delikt namens „Obstruktion“ reicht – Straftaten, denen er das Netz von Narben verdankt, die sein Rücken beim Auspeitschen davongetragen hat.

Die Beziehungen zwischen den Onkeln und ihrem Neffen scheinen seltsam angespannt, und der Grund dafür wird in der Folge einer Zusammenkunft des Clans deutlich, in deren Verlauf Colum einen Treueid von Jamie verlangt – den dieser nicht leistet, Colum hat einen Sohn, Hamish, 8 Jahre alt, so erklärt Jamie Claire. Falls Colum sterben sollte, bevor der kleine Hamish alt genug ist, den Clan anzuführen – was angesichts seiner Krankheit sehr wahrscheinlich ist -, wer erbt dann sein Amt?

Dougal liegt als Kandidat auf der Hand, doch es gibt Stimmen im Clan, die ihn zwar für einen fähigen Soldaten halten, dem jedoch der kühle Kopf und die Intelligenz fehlen, die ein Anführer haben sollte. Hamish ist eindeutig zu jung – doch es gibt noch einen Kandidaten: Jamie. Jamie selbst bekundet nicht den geringsten Wunsch, den Platz des Oberhauptes einzunehmen, doch Colum und Dougal sind sich nicht so sicher, dass seine Ablehnung aufrichtig ist, und sie sind darauf vorbereitet, notfalls sogar tödliche Maßnahmen zu ergreifen, um jeden Vorstoß seinerseits zu verhindern.

Unterdessen sind Claires Versuche, aus dem Schloss zu entkommen, zweimal gescheitert, daher ist sie hocherfreut, als Dougal verkündet, dass er vorhat, sie mitzunehmen, wenn er aufbricht, um im Distrikt die Pacht einzutreiben. Er hat die Absicht, sie zum Hauptmann der englischen Garnison zu bringen, der entweder in der Lage sein sollte, ihre Anwesenheit zu enträtseln, oder sie in seine Obhut nehmen könnte. Oder beides.

Claire ist davon sehr angetan, denn sie ist sich sicher, dass sie den englischen Hauptmann überreden kann, sie zu dem Steinkreis zu schicken, von wo aus sie vielleicht in ihre eigene Zeit zurückgelangen kann. Ihre Hoffnungen verfliegen abrupt, als sie entdeckt, dass der Hauptmann der Garnison Jack Randall heißt.

Jack Randall dagegen ist hocherfreut, Claire wiederzusehen, und fest entschlossen herauszufinden, wer und was sie ist. Als Engländerin reist man einfach nicht in die Highlands; wenn sie sich also allein hier aufhält, muss sie zweifellos eine Spionin sein – doch für wen und warum? Seine Verhörmethoden sind alles andere als sanft, und selbst Dougal MacKenzie ist angewidert. Er weigert sich, Claire in der Obhut des Hauptmannes zurückzulassen, und nimmt sie mit. Nach einer Denkpause teilt er ihr mit, dass er einen Plan gefasst hat: Der Hauptmann hat zwar die Verfügungsgewalt über englische Staatsbürger, kann aber keine Schottin ohne rechtliche Formalitäten in ihrem eigenen Land festnehmen. Also, so verkündet Dougal triumphierend, wird er eine Schottin aus ihr machen; sie muss ohne Aufschub seinen Neffen Jamie heiraten.

Da diese Vorstellung Claire fast ebenso entsetzt wie das Betragen des Hauptmanns, wehrt sie sich aus Leibeskräften dagegen, doch ihr fällt keine Alternative ein. In der Überzeugung, dass sie zumindest bessere Fluchtchancen haben wird, wenn sie Jamie heiratet, willigt sie ein, und ihr Entsetzen weicht dem Erstaunen über die vollkommene Unerfahrenheit ihres Bräutigams.

Doch es bietet sich keine unmittelbare Gelegenheit zur Flucht, und Claire ist verpflichtet, ihre Eheschließung mit Jamie zu vollziehen – gemäß Dougals unumstößlicher Order. Dougal, so scheint es, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Einerseits reichen seine humanitären Instinkte zwar so weit, dass er Claire von Randall fernhält (und sie erfüllt ihn immer noch mit so viel Neugier, dass er selbst herausfinden möchte, was sie in Schottland treibt), doch sein Hauptmotiv ist es, jede Möglichkeit zu unterbinden, dass sein Neffe den Häuptlingssitz des MacKenzie-Clans erlangt – denn der Clan wird Jamie niemals akzeptieren, wenn er mit einer Engländerin verheiratet ist.

Da sie begreift, dass Jamie genauso in Bedrängnis ist wie sie selbst, fügt sich Claire in das Unausweichliche – und stellt fest, dass ihr neuer junger Ehemann ihr sehr ans Herz zu wachsen beginnt. Viel zu sehr, denn sie hat immer noch vor, so bald wie möglich zu fliehen und zu Frank zurückzukehren.

Bald bekommt sie ihre Gelegenheit und stiehlt sich davon, während Jamie anderweitig beschäftigt ist. Doch ihr Versuch schlägt fehl, als sie erneut in die Hände des beutegierigen Jack Randall fällt und nach Fort William in sein Allerheiligstes gebracht wird, wo sie mehr über die Hobbys des Hauptmanns herausfindet, als ihr lieb ist. Diesmal wird sie von Jamie gerettet, der mit ihr aus dem Fort entkommt, während die anderen Schotten für ein Ablenkungsmanöver sorgen, indem sie das Pulvermagazn in die Luft jagen.

Im Lauf der wütenden Konfrontation, die auf ihre Flucht folgt, erfährt Claire, dass Jamies Antipathien gegenüber dem Hauptmann noch andere Hintergründe haben als nur sein Verhalten in jüngster Vergangenheit. Sie weiß bereits, dass die Narben auf Jamies Rücken von Randall stammen, der den jungen Schotten einige Jahre zuvor festgenommen hatte. Jetzt erfährt sie, dass Jamie die boshaften Peitschenhiebe seiner Weigerung verdankt, sich dem Hauptmann körperlich hinzugeben. Dieser befriedigt seine Neigungen mit den Opfern, die am leichtesten verfügbar sind: den schottischen Gefangenen in seiner Gewalt, für die es keine Zuflucht und kein Entkommen gibt.

Claire kehrt gezwungenermaßen nach Leoch zurück. Zwar gibt sie die Suche nach einem Rückweg zu den Steinen – und zu Frank – nicht auf, doch sie wird sich zunehmend bewusst, wie schmerzhaft eine solche Rückkehr wäre, die sie von der Seite des Mannes reißen würde, den sie zu lieben begonnen hat.

Für eine kleine Schwierigkeit zeichnet sich jedoch Hoffnung ab: Colum – der sich jetzt in Sicherheit wiegt, dass sein Neffe keine Bedrohung für die Häuptlingswürde seines Sohnes Hamish darstellt – bietet an, sich beim Herzog von Sandringham für Jamie zu verwenden, einem englischen Adeligen, mit dem er bekannt ist. Vielleicht, so Colum, kann man den Herzog dazu bewegen, von der Krone eine Begnadigung für Jamie zu erwirken, um seiner fortwährenden Gefährdung durch seine Ächtung ein Ende zu setzen.

Man arrangiert, dass Jamie und Dougal den Herzog auf einen Jagdausflug begleiten, wo man vielleicht die heiklen Verhandlungen bezüglich einer Begnadigung abwickeln kann.

Unterdessen hat sich Claire mit der Ehefrau des örtlichen Staatsanwaltes angefreundet, einer Frau namens Geillis Duncan, die genau wie sie viel über Kräuter und Heilkunst weiß. Doch bei einem Abendessen zu Ehren des Herzogs, der inzwischen eingetroffen ist, stirbt der Staatsanwalt – wahrscheinlich durch Gift.

Die Gerüchte breiten sich wie ein Strohfeuer aus, das von Hysterie und Aberglaube genährt wird, und in Jamies Abwesenheit sieht sich Claire gemeinsam mit Geillis Duncan der Hexerei angeklagt. Am Rand des Abgrundes entdeckt Claire Geillis‘ Geheimnis – sie ist schwanger, und zwar eindeutig nicht von ihrem verstorbenen Ehemann, der impotent war. Sie ist tatsächlich eine Giftmischerin, wenn auch keine Hexe -, erweist sich aber auch als gute Freundin, denn sie vollführt ein Ablenkungsmanöver, das es Jamie ermöglicht, Claire zu retten.

Jamie und Claire fliehen zu Pferd aus der Umgebung des Schlosses, doch als sie in sicherer Entfernung sind, stellt er sie zur Rede: Er wird sie immer lieben und unter allen Umständen zu ihr stehen, doch um seines Seelenfriedens willen muss er es wissen – ist sie eine Hexe?

Nach allem, was sie gerade durchgemacht hat, wird Claire von Hysterie erfasst. Sie sagt ihm, dass es noch viel schlimmer ist, und gesteht ihm die Wahrheit. Sie erklärt ihm, was es mit den Steinen auf sich hat – und mit Frank. Jamie, der ihr ganz klar nicht glaubt, aber über ihren offensichtlichen Gefühlsaufruhr erschüttert ist, führt sie durch die Highlands zu dem Steinkreis. Was dort geschieht, beweist, dass ihre Geschichte wahr ist, und er sagt ihr, dass sie ihre Wahl treffen muss – bei ihm zu bleiben oder zu ihrem Ehemann in der Zukunft zurückzukehren. Dann lässt er sie allein bei den Steinen zurück, damit sie sich entscheiden kann.

Nachdem sie sich fast einen ganzen Nachmittag gequält hat, erhebt sie sich schließlich, geht langsam auf den gespaltenen Stein zu, der ihr Rückweg in ihre eigene Zeit ist – und befindet sich plötzlich im Laufschritt unterwegs in die andere Richtung, stolpert und fällt den Hügel hinunter, denn ihr Körper hat entschieden, was ihr Verstand nicht entscheiden kann, – und läuft auf Jamie zu.

Jetzt, wo die Dinge zwischen ihnen geklärt sind, ziehen sie durch die Highlands nach Lallybroch, wo Jamie zu Hause ist und sie von seiner restlichen Familie herzlich aufgenommen werden, seiner Schwester Jenny mit ihrem Ehemann Ian und ihrem Sohn, dem kleinen Jamie. Doch ihre Idylle ist nicht von langer Dauer; die örtliche Patrouille, eine Art inoffizielle, von den Engländern finanzierte Polizeitruppe, lauert Jamie auf, um ihn seinen Feinden auszuliefern.

Mit Hilfe von Jamies Patenonkel Murtagh macht Claire sich auf, um ihn zu retten. Jamie ist der Patrouille entkommen, so erfährt sie, doch jetzt ist er irgendwo in den Highlands unterwegs. Nach Lallybroch kann er auf keinen Fall zurück, denn das Anwesen steht unter Beobachtung. Wie aber findet man einen Mann, der sich überall in einer trostlosen Landschaft aufhalten könnte?

Murtagh und Claire schlagen sich nach Norden durch, weil sie glauben, dass Jamie vielleicht nach Beauly unterwegs ist, wo sein Großvater väterlicherseits, Simon, Lord Lovat, ihm möglicherweise Hilfe anbietet. Doch bevor sie Beauly erreichen, begegnen sie jemand anderem – Dougal MacKenzie, der katastrophale Nachrichten mitbringt: Jamie ist gefangen genommen, vor Gericht gestellt und zum Tod durch den Strang verurteilt worden. Man hat ihn in das Gefängnis von Wentworth in Grenznähe geschickt, wo die Exekution stattfinden soll.

Dougal beharrt darauf, dass es nicht möglich ist, Jamie zu befreien. Stattdessen verspricht er – selbst seit kurzem Witwer -, sich um Claire zu kümmern, und macht ihr einen Heiratsantrag. Augenblicklich wird Caire eine Reihe von Tatsachen klar: Jamies Erbschaftsbedingungen sehen es vor, dass eine Frau Besitzerin von Lallybroch werden kann. Wird Jamie hingerichtet, gehört Lallybroch ihr – oder demjenigen, der sie heiratet.

Im Lauf der folgenden Konfrontation mit Dougal findet Claire bestätigt, was sie schon längst vermutet hat: Der kleine Hamish ist nicht Colums Sohn – auf Grund seiner Krankheit ist Colum unfruchtbar und außerdem so gut wie impotent. Dougal hat Hamish als Akt der Loyalität gegenüber dem geliebten Bruder gezeugt, um Colum einen Erben zu schenken.

Dieses Tête-à-tête wird durch Murtagh unterbrochen, der die beiden mit Hilfe seiner Pistolen höflich daran erinnert, dass sie Dringenderes zu erledigen haben, nämlich nach Wentworth zu gelangen, solange Jamie noch am Leben und damit zu retten ist. Unter Zwang überlässt Dougal ihnen Geld und eine Hand voll Männer – und eine überraschende Nachricht.

Geillis Duncan, so erzählt er Claire, ist tatsächlich nach der Geburt ihres Kindes – dessen Vater ebenfalls Dougal ist – als Hexe verbrannt worden. Doch bevor man sie zum Scheiterhaufen führte, vertraute sie Dougal eine Mitteilung für Claire an, sollte er sie jemals wiedersehen. „Sag ihr, ich weiß es nicht mit Sicherheit, aber ich glaube, es ist möglich.“

Claire, Murtagh und ihre Begleiter begeben sich sofort auf den langen Ritt nach Wentworth, sodass Claire Zeit hat, über die Bedeutung von Geillis‘ Mitteilung nachzugrübeln – Geillis musste gemeint haben, dass sie selbst es für möglich hielt, durch die Steine in Claires eigene Zeit zurückzukehren.

Nach ihrer Ankunft in Wentworth mogelt sich Claire am Vorabend der Hinrichtung in das Gefängnis, wo sie nach Jamie sucht – und ihn im Verlies findet, wo er Jack Randall ausgeliefert ist. Weil er sich nicht in der Position befindet, seine Neigung voll auszuleben, muss sich Randall mit einem Maß an Brutalität zufriedengeben, das kommentarlos durchgeht – Prellungen und Knochenbrüche befinden sich im Rahmen desse, was offiziell toleriert wird, homosexuelle Vergewaltigung nicht.

Es gelingt Claire, Jamie von seinen Handschellen zu befreien, doch sie wird unterbrochen, als Randall in Begleitung eines gigantischen, geistig zurückgebliebenen – aber entsetzlich gehorsamen – Offiziersburschen namens Marley zurückkehrt. Hocherfreut über das Wiedersehen mit Claire, äußert er die Absicht, sie vor den Augen ihres Mannes Marly zum Vergnügen zu überlassen – Jamies letzte Unterhaltung vor der Hinrichtung.

Jamie geht auf Marley los, und nach einem brutalen Handgemenge gelingt es ihm, ihn zu überwältigen. Doch Randall hält einen Trumpf in der Hand – sein Messer an Claires Kehle.

In der verzweifelten Gewissheit, dass er nichts zu verlieren hat, schlägt Jamie einen Tauschhandel vor – seinen Körper und sein Schweigen gegen Claires Freiheit. Der Versuchung eines Opfers, das zugleich vollkommen widerwillig, doch auch vollkommen fügsam ist, kann Randall nicht widerstehen, und er willigt ein. Schließlich ist Claire absolut hilflos – meint er.

Claire findet sich im Schnee wieder und begibt sich verzweifelt auf die Suche nach Hilfe. Sie hat einen Plan – wenn sie nur nicht zu spät kommt. Randall hat sie durch eine kleine Hintertür hinausgeworfen, die in einer engen Grube verborgen ist – der Müllhalde des Gefängnisses. Randall weiß nichts von Claires Begleitern; wenn sie sie rechtzeitig finden kann, können sie vielleicht diese Hintertür gewaltsam einnehmen und in das Gefängnis eindringen.

Unglücklicherweise stößt Claire jedoch nicht auf ihre Begleiter, sondern auf die Bewohner der Müllhalde, ein kleines Wolfsrudel. Mit viel Glück schafft es Claire in ihrer Verzweiflung, einen der Wölfe umzubringen, doch die anderen pirschen sich im winterlichen Zwielicht unbeirrbar an sie heran. Plötzlich surrt ein Pfeil aus dem Nichts herbei – das Geheul der Wölfe hat einen Jäger vom Anwesen Sir Marcus MacRannochs angelockt, das an das Gefängnis angrenzt, und zu seinem Erstaunen sieht sich dieser Claire gegenüber, die in zerfetzten, blutbefleckten Kleidern verzweifelt auf Eile drängt.

Als sie bei Sir Marcus anlangt, fleht sie ihn an, ihr bei Jamies Befreiung zu helfen. Er zeigt sich mitfühlend, aber unnachgiebig; es gibt nichts, was er tun kann. Claire bietet ihm Bezahlung an und bringt die Süßwasserperlenkette zum Vorschein, die Jamie ihr zur Hochzeit geschenkt hat: Perlen, die einmal seiner Mutter Ellen gehört haben.

Der Anblick der Perlen erschüttert MacRannoch; als junger Mann hatte er Ellen MacKenzie den Hof gemacht, und als sie sich anderweitig entschied, hatte er dennoch darauf bestanden, dass sie sein Geschmack behielt – die Süßwasserperlen. Doch so gern er Ellens Sohn auch helfen würde, so sagt er zu Claire, er wagt es nicht, einen Überfall auf das Gefängnis zu riskieren, denn der Gefängnisvorsteher würde seine Rache mit Sicherheit auf Eldridge Manor, MacRannochs Anwesen, lenken.

An den Rand der Verzweiflung getrieben, bricht Claire zusammen und bekommt nur dumpf mit, wie ein weiterer von MacRannochs Männern eintrifft und zögernd berichtet, dass es ihm und seinen Begleitern nur gelungen ist, einen kleinen Bruchteil vor MacRannochs Herde reinrassiger Hochlandrinder zu finden – und es zieht ein Schneesturm auf.

Als sie dies hört, beginnt Claire ganz vorsichtig zu hoffen. denn einer ihrer Begleiter ist Rupert MacKenzie, ein Mann, der für seine Fähigkeiten als Viehdieb berühmt ist – und der kaum der Versuchung durch eine streunende Herde widerstehen wird. Sie erhebt sich und teilt MacRannoch mit, dass sie einen Plan hat, der ihn vor jedem Verdacht bewahren wird, mit Jamies Flucht zu tun zu haben – und dem er besser zustimmen sollte, wenn er seine Rinder wiedersehen will.

Claire findet ihre Begleiter, erklärt ihnen ihren Plan, führt sie zu der Tür – und kann dann nur noch abwarten, während die Männer ein zotteliges Hochlandrind nach dem anderen durch den Korridor in die Verliese des Gefängnisses treiben.

Unterdessen ist Sir Marcus MacRannoch als Besitzer der Rinder in das Büro des Verwalters gestürmt, wo er behauptet, dass die Garnisonssoldaten seine Herde gestohlen haben, und darauf besteht, dass man ihm erlaubt, nach den Tieren zu suchen. Seine Männer sind angewiesen, im Schutz des Gemuhes und der Verwirrung im Verlies nach Jamie zu suchen, ihn zu retten und ihn durch die Hintertür verschwinden zu lassen.

Wie Sir Marcus Claire später berichtet, ist ein Mann aus der Verlieszelle getreten, um herauszufinden, was der Lärm zu bedeuten hatte, und wurde unter den Hufen der Rinder zu Tode getrampelt. Also ist Jack Randall tot und Jamie gerettet – doch es sind Stunden vergangen, Stunden, die er in einem stickigen Verlies verbracht hat, allein mit einem Monster.

Claire kann Jamies äußerliche Verletzungen heilen, doch wie soll sie mit dem Schaden umgehen, der seiner Seele zugefügt wurde? Gemeinsam mit Murtagh schafft sie Jamie sicher über den Kanal nach Frankreich, wo ein Onkel von Jamie als Abt in der Abtei von Ste. Anne de Beaupré lebt.

In der Zuflucht der Abtei stellt sich Claire ihrem letzten und wichtigsten Kampf. Nur mit ihrem Heilwissen und ihrem Mut gewappnet, setzt sie ihr und Jamies Leben aufs Spiel, indem sie den Geist Jack Randalls mit Opium heraufbeschwört, um ihn dann zu vertreiben und Jamie seine Männlichkeit mit Hilfe derselben Brutalität zurückgeben, mit der sie ihm genommen wurde.

Schließlich finden sie beide Heilung in einer Grotte mit einer heißen Quelle, die sich in einer Höhle tief unter der Abtei befindet. Und Claire hat eine Überraschung für Jamie: Sie ist schwanger.

(Quelle Der magische Steinkreis: Das große Begleitbuch zur Highland-Saga von Diana Gabaldon)

20 Schale der Winde

Rand macht sich auf zu den Meerleuten, um mit ihnen einen Handel auszumachen. Allerdings verläuft dieser Handel sehr einseitig, dank Rands Ta’veren: Sie sollen für ihn Informationen sammeln über die Seanchan und deren Truppenbewegungen.

Elayne, Nynaeve, Mat und einige andere Aes Sedai kommen in den Besitz des mächtigen Angreals „Die Schale der Winde“, mit der das Wetter beeinflusst werden kann. Der Fund muss allerdings mit einigen Leben bezahlt werden, da sie von einem sogenannten „Gholam“ angegriffen werden. Ihr einziger Existenzgrund ist der, Aes Sedai zu töten. Gemeinsam wollen sie zu einem geheimen Ort flüchten und die Frauen des Zirkels schlagen ihren Bauernhof vor. Als sie sich auf den Weg machen wollen, wird die Stadt von Seanchanern angegriffen – Mat wird unter einem zusammenstürzenden Haus begraben.

Der Band endet damit, dass Rand die Krone von Illian angeboten wird, die er formlos annimmt.

9/10

Dezember 2012

Bücher:

  • Huston, Charlie: Die Hank-Thomposon-Trilogie
  • Kafka, Franz: Gesamtausgabe
  • Mayfeldt, Milena: Hochzeit nach Plan B
  • Yagi, Norihiro: Claymore 2 – 6
  • Sadamoto Yoshiyuki: Neon Genesis Evangelion 13

dezember12

Dvds:

  • Bärenbrüder
  • Billy Elliot – I will dance
  • Blood Diamond
  • Constantine
  • Der Weg nach El Dorado
  • Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
  • Ein Hund namens Beethoven
  • Einer flog über das Kuckucksnest
  • Jurassic Park 1
  • Merida
  • Spirit – Der wilde Mustang

Serien:

  • Big Bang Theory – Staffel 5
  • Chuck – Staffel 3
  • Desperate Housewives – Staffel 8
  • The Mentalist – Staffel 4
  • The Wire – Staffel 3